John Hickenlooper

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John Hickenlooper (2012)

John Wright Hickenlooper (* 7. Februar 1952 in Narberth, Montgomery County, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Politiker (Demokratische Partei) und ehemaliger Bürgermeister von Denver. Seit dem 11. Januar 2011 amtiert er als Gouverneur des Bundesstaates Colorado.[1]

Frühere Jahre und politischer Aufstieg[Bearbeiten]

Hickenlooper studierte an der Wesleyan University und erwarb 1974 den B.A. in Englisch sowie 1980 den Master in Geologie. Er besaß in Denver in den späten 1980er Jahren mehrere Restaurants. Mit seiner Initiative wurden einige vernachlässigte Stadtviertel (Wynkoop, Lower Downtown) erneuert und saniert. Bevor er im Juni 2003 zum Bürgermeister der Stadt gewählt wurde, arbeitete er als Unternehmer einer geologisch orientierten Firma. Im April 2005 wurde Hickenlooper vom Time Magazine als einer der Top-5-Großstadtbürgermeister bezeichnet. Er war während seiner Amtszeit Mitglied der Mayors Against Illegal Guns Coalition, einer Organisation, die 2006 ins Leben gerufen wurde[2].

Bei den Gouverneurswahlen 2010 bewarb sich Hickenlooper um die Nachfolge des nicht mehr kandidierenden Bill Ritter. Dabei musste er sich mit zwei konservativen Konkurrenten auseinandersetzen: dem von der Republikanischen Partei nominierten und der Tea-Party-Bewegung zugerechneten Dan Maes und dem ehemaligen republikanischen Kongressabgeordneten Tom Tancredo. Dieser hatte verlangt, von seiner Partei aufgestellt zu werden, weil er deutlich bessere Umfragewerte als Dan Maes und der von diesem in der Primary knapp besiegte Scott McInnis aufwies. Als Maes nicht, wie verlangt, auf seine Kandidatur verzichtete, trat Tancredo für die rechtskonservative Constitution Party an.[1]

Aufgrund dieser Spaltung hätte Hickenlooper letztlich sogar eine einfache Mehrheit zum Sieg gereicht; er setzte sich aber noch deutlicher mit 51 Prozent der Stimmen vor Tancredo (36,4 Prozent) und Maes (11,1 Prozent) durch.

Gouverneur von Colorado[Bearbeiten]

Gouverneur Hickenlooper spricht auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar 2013

Nach seinem Wahlsieg konnte Hickenlooper am 11. Januar 2011 gemeinsam mit seinem Vizegouverneur Joseph A. Garcia, vormals Präsident der Colorado State University, die Amtsgeschäfte als Regierungschef von Colorado übernehmen. Während seiner ersten Amtszeit erfuhr die Wirtschaft in seinem Bundesstaat einen beträchtlichen Aufschwung, die Arbeitslosigkeit ging zurück. Insbesondere die Baubranche und die Fracking-Industrie trugen mit ihrem Wachstum dazu bei. Im März 2013 unterzeichnete Hickenlooper mehrere Gesetze zur Verschärfung des Waffenrechts, womit unter anderem die Zahl der Magazine bei halbautomatischen Waffen begrenzt wurde.[3]

Bei der Gouverneurswahl am 4. November 2014 wurde Hickenlooper im Amt bestätigt. Er besiegte den republikanischen Kandidaten Bob Beauprez mit 49,3 gegen 46,0 Prozent der Stimmen. Allerdings stand sein Triumph erst am Mittag des 5. Novembers fest, nachdem die ersten Hochrechnungen wechselnde Mehrheiten vorhersehen. Am Ende konnte sich Hickenlooper jedoch mit mehr als drei Prozent Vorsprung, was rund 68.000 Stimmen entspricht, ohne Probleme durchsetzen. Joseph Garcia wurde an seiner Seite erneut zum Vizegouverneur gewählt.[4]

Privatleben[Bearbeiten]

Hickenlooper ist geschieden und hat einen Sohn. Er ist der Cousin des im Oktober 2010 verstorbenen Drehbuchautors und Regisseurs George Hickenlooper.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Hickenlooper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Andreas Rüesch: Mit Wut im Bauch in den politischen Kampf. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. Oktober 2010, abgerufen am 29. Oktober 2010 (deutsch).
  2. http://www.mayorsagainstillegalguns.org/html/members/members.shtml#CO
  3. Denver Post: 3 new gun bills on the books in Colorado despite its Wild West image
  4. New York Times: Hickenlooper Holds On in Colorado