John Ireland (Schauspieler)

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John Benjamin Ireland (* 30. Januar 1914 in Vancouver, British Columbia; † 21. März 1992 in Santa Barbara, Kalifornien) war ein kanadischer Theaterschauspieler, Filmschauspieler und Regisseur.

Leben[Bearbeiten]

Ireland wuchs in New York City auf, wo er in den späten 1930er Jahren auf der Theaterbühne (unter anderem in mehreren William Shakespeare-Inszenierungen) und am Broadway auftrat. Mitte der 1940er Jahre begann des großgewachsenen, schlanken ehemaligen Schwimmers Filmkarriere in Hollywood. Nach seinem Debüt in A Walk in the Sun 1945 spielte er u.a. in Faustrecht der Prärie von John Ford und Red River von Howard Hawks. Für seinen Part in Der Mann, der herrschen wollte erhielt er eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller.

Außer in weiteren Hollywood-Streifen spielte Ireland auch in zahlreichen Fernsehserien wie Bonanza und arbeitete gelegentlich auch als Regisseur. 1959 übernahm er den männlichen Part in Judy Garlands bei Capitol Records veröffentlichten Konzeptalbum The Letter, einer von Gordon Jenkins für Orchester, Chor und Solisten komponierten und arrangierten Suite um ein Liebespaar am Ende seiner Beziehung. Von 1960 bis 1962 spielte er eine Hauptrolle in der britischen Fernsehserie The Cheaters, war im Anschluss häufig als Gaststar von Serien zu sehen und verlagerte ab 1967 den Schwerpunkt seiner Kinoarbeiten nach Europa, insbesondere nach Italien, wo er in vielen Genrefilmen, darunter etlichen Italowestern, zu sehen war. Immer wieder kehrte er jedoch auch für Theaterstücke auf die Bühne zurück. In den 1950er Jahren war er zweimal Co-Regisseur seiner eigenen Filme.

Ireland, dessen Name immer wieder im Zusammenhang mit sehr jungen Starlets genannt wurde[1], war dreimal verheiratet. Er starb 1992 an Leukämie.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1968: Ein Colt für hundert Särge (Una pistola per cento bare)
  • 1968: Copper Face (Tutto per tutto)
  • 1968: Django, wo steht Dein Sarg? (T'ammazzo!… Raccomandati a Dio)
  • 1968: Django spricht kein Vaterunser (Quel caldo maledetto giorno di fuoco)
  • 1968: Lauf um dein Leben (Corri uomo corri)
  • 1968: Quanto costa morire
  • 1968: Rache für Rache (Vendetta per vendetta)
  • 1968: Stoßtrupp ins Jenseits (El „Che“ Guevara)
  • 1969: Exzess (Gli insaziabili)
  • 1969: Die Jungfrau mit der scharfen Klinge (Zenabel)
  • 1969: Nackt über Leichen (Una sull'altra)
  • 1969: Playboys und Abenteurer (The Adventurers)
  • 1969: La sfida dei MacKenna
  • 1969: War Devils – Die Kriegsteufel kommen (I diavoli della guerra)
  • 1972: Brennpunkt Seoul (Northeast of Seoul)
  • 1974: Arrow Beach (Welcome to Arrow Beach)
  • 1974: Beschwörung (The House of the Seven Corpses)
  • 1974: Das Phantom von Hollywood (The Phantom of Hollywood)
  • 1974: Zehn Cowboys und ein Indianerboy (Dieci bianchi uccidi da un piccolo Indiano)
  • 1975: Fahr zur Hölle, Liebling (Farewell, My Lovely)
  • 1975: Stacco (Stacco)
  • 1975: Wir sind die Stärksten (Noi non siamo angeli)
  • 1976: Per Saldo Mord (The Swiss Conspiracy)
  • 1976: Salon Kitty (Salon Kitty)
  • 1978: Morgen gibt es kein Erwachen (Tomorrow Never Comes)
  • 1979: Delta III – Wir wollen nicht zur Erde zurück (The Shape of Things to Come)
  • 1980: Kavik, der Schlittenhund (The Courage of Kavik, the Wolf Dog) (Fernsehfilm)
  • 1980: Marilyn Monroe – Eine wahre Geschichte (Marilyn: The Untold Story) (Fernsehfilm)
  • 1981: Incubus – Mörderische Träume (Incubus)
  • 1981: Vier Pastorentöchter (Las mujeres de Jeremias)
  • 1985: Flucht zurück (Martin's Day)
  • 1985: Das Geheimnis der blauen Diamanten (El tesoro del Amazonas)
  • 1986: Geheimcode Charly (Thunder Run)
  • 1988: Krieg der Welten (War of the Worlds) (Fernsehserie)
  • 1988: Sundown (Sundown: The Vampire in Retreat)
  • 1990: The Graveyard Story (The Graveyard Story)
  • 1991: Spaceshift (Waxwork II – Lost in Time)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. James Prickette: Actors of the Spaghetti Westerns. 2012, S. 1980