John M. Stahl

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John Malcolm Stahl (eigentlich Jacob Morris Strelitsky; * 21. Januar 1886 in Baku, Aserbaidschan; † 12. Januar 1950 in Hollywood, Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten]

Stahl wurde unter dem Namen Jacob Morris Strelitsky als Sohn russisch-jüdischer Eltern in Baku geboren und siedelte in frühen Kinderjahren mit seiner Familie nach New York City in die USA.[1] Hier kam Stahl mit dem Filmgeschäft in Berührung, seine erste Regiearbeit datiert von 1914. In den frühen zwanziger Jahren wechselte Stahl zur Produktionsgesellschaft Louis B. Mayer Pictures nach Hollywood, die 1924 in MGM aufging. 1927 gehörte Stahl zu den 36 Gründungsmitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Inzwischen für Universal Pictures unter Vertrag begann er sich zu einem bekannten Regisseur für anspruchsvolle Melodramen zu entwickeln. Neben Seed, einem der ersten Filme, die sich mit dem Thema der Geburtenkontrolle beschäftigen drehte Stahl Back Street, die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Fannie Hurst. Der Film mitIrene Dunne war so erfolgreich, dass Universal ihn noch zwei weiter Male inszenierte. Im Folgejahr war Stahl für das Leinwanddebüt von Margaret Sullavan in Only Yesterday verantwortlich, einer Geschichte um eine ledige Mutter. Imitation of Life mit Claudette Colbert in der Hauptrolle war ein bemerkenswertes Beispiel für einen vertrauensvollen Umgang zwischen verschiedenen Rassen und ein machtvoller Appell an die Vernunft, ganz im Geiste des New Deal. Im Folgejahr inszenierte er Magnificent Obsession wieder mit Irene Dunne und dem jungen Robert Taylor.

Nachdem Stahls Karriere etwas ins Stocken geriet, kam er bei 20th Century Fox zu neuem Glanz durch zwei sehr erfolgreiche, wenn auch von der Thematik her sehr unterschiedlichen Filmen: Schlüssel zum Himmelreich war ein intelligenter Film über einen idealistischen Priester, der viele Prüfungen auf dem Weg zum wahren Glauben bestehen muss. Gregory Peck wurde mit dem Film zum Star. Im Jahr 1945 inszenierte Stahl mit Todsünde einen der besten Film-noir-Streifen überhaupt, und das obwohl der Film ausschließlich in einem fast grellen Technicolor aufgenommen wurde. Der Film erwies sich an der Kinokasse als sehr populär. Gene Tierney erhielt für ihre Darstellung einer psychopathischen Mörderin einen Nominierung für den Oscar als beste Hauptdarstellerin, verlor aber gegen Joan Crawford, die die Trophäe für ihre Rolle in Solange ein Herz schlägt errang. Gegen Ende der Dekade verlief sich die Karriere von Stahl erneut in mittelmäßigen Filmen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] La Liberation - Culture vom 24.September 1999