John Narborough

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Sir John Narborough (* 1640; † 1688) war englischer Marinebefehlshaber im 17. Jahrhundert, der sich vor allem während der englisch-niederländischen Seekriege und im Kampf gegen nordafrikanische Piraten hervortat. Seine Vorfahren stammten von einem alten englischen Familiengeschlecht aus Norfolk.

Seine Ernennung erfolgte im Jahr 1664, und im Jahr 1666 wurde er zum Kapitänleutnant befördert, wegen seiner Tapferkeit im Zweiten Englisch-Niederländischen Seekrieg im Juni des gleichen Jahres. Nach dem Friedensschluss wurde ihm eine Forschungsmission in die Südsee übertragen. Sein Schiff verließ Deptford am 26. November 1669 und erreichte die Magellanstraße im Oktober des folgenden Jahres, er konnte bis zur Rückkehr im Juni 1671 das eigentliche Ziel seiner Reise jedoch nicht erreichen. Ein Bericht seiner Expedition erschien 1694 in London unter dem Titel An Account of several late Voyages and Discoveries to the South and North.

Während des dritten englisch-niederländischen Krieges (1672–1674) war Narborough Zweiter Kapitän auf dem Schiff Prince des kommandierenden Admirals, und bewies so viel auffallenden Heldenmut in der Schlacht in der Solebay (Southwold Bay) im Mai 1672, dass er wenig später zum Ritter geschlagen und zum Konteradmiral ernannt wurde.

1675 wurde er ausgesandt, um die Piraten von Tripolis zu bekämpfen, und durch den mutigen Schachzug, bei Nacht Kanonenboote in den Hafen von Tripolis einlaufen zu lassen und dort die Schiffe in Brand zu setzen, konnte er den dortigen Dey zu einem Abkommen bewegen.

Im Jahr 1680 wurde er zum Oberbeauftragten der englischen Flotte ernannt und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1688. Ihm zu Ehren wurde die drittgrößte Insel des Galápagos-Inseln Narborough benannt, die heute jedoch eher unter dem Namen Fernandina bekannt ist.

Literatur[Bearbeiten]