John Norreys

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John Norris

John Norreys (häufig auch John Norris), genannt der „Schwarze Jack“ (* 1547 in Yattendon, Berkshire; † 3. Juli 1597 in Mallow, Irland) war ein englischer Heerführer.

Leben[Bearbeiten]

Norris wurde als zweiter Sohn von Sir Henry Norris, 1. Baron Norreys von Rycote (1525-1601) und seiner Ehefrau Lady Marjorie (1521-1599), Tochter von John Williams Lord von Thame, geboren. Sein Großvater Sir Henry Norris (1482-1536), war Schatzmeister der königlichen Privatschatulle und wurde als angeblicher Geliebter von Anne Boleyn im Tower of London hingerichtet. Norris studierte am Magdalen College in Oxford. 1567 kämpften er und sein Bruder William in der Schlacht von Saint-Denis mit. Sein Vater, der Botschafter in Frankreich war, sendete als Teil seines Rapports ein Diagramm der Schlacht an die englische Königin Elisabeth I. nach London. 1571 wurde sein Vater nach England zurückgerufen und zu dessen Nachfolger Francis Walsingham hatte Norris ein gutes Verhältnis. Er diente als Freiwilliger unter Admiral Gaspard II. de Coligny, seigneur de Châtillon auf der protestantischen Seite in den französischen Religionskriegen. Zwei Jahre später diente er als Kapitän unter Sir Walter Devereux, 1. Earl of Essex, an der erfolglosen Expedition zur irischen Provinz von Ulster. Während der Irenkampagne zeigte Norris seine militärische Fähigkeit. 1577 kämpfte Norris in Flandern im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien. Ein Jahr darauf wurde er mit Sir John Perrot nach Irland geschickt, 1585 kehrte er in die Niederlande zurück. Als 1588 die Spanische Armada erwartet wurde, war er Marschall in Tilbury; später diente er als Botschafter von Königin Elisabeth I. in Irland.

Sir John Norris galt als populärer und geschickter, aber auch sehr brutaler Offizier. In der Westminster Abbey befindet sich ein Denkmal von ihm.

Literatur[Bearbeiten]

  • John S. Nolan: Sir John Norreys and the Elizabethan Military World. University of Exeter Press, 1998, ISBN 0859895483.
  • Steven G. Ellis: Tudor Ireland. London 1985, ISBN 0-582-49341-2.

Weblinks[Bearbeiten]