John Romero

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John Romero

Alfonso John Romero (* 28. Oktober 1967 in Colorado Springs, Colorado) ist ein US-amerikanischer Spieleentwickler und gilt zusammen mit John Carmack als Vater des Ego-Shooter-Genres. Er gehört zu den Gründern von id Software.

Leben[Bearbeiten]

Romero und Carmack lernten sich bei ihrer Spieleentwicklungs-Arbeit für Softdisk, einem Computermagazin, das auf Diskette erschien, kennen. Zusammen entwickelten sie einige Spiele für Softdisk und starteten dann mit dem Spiel Commander Keen ihre eigenes Unternehmen id Software. Dieses erwarb sich mit Spielen wie Wolfenstein 3D, Doom und Quake große Bekanntheit und gilt als Hauptbegründer des heute sehr beliebten Ego-Shooter-Genres.

Nach der Veröffentlichung von Quake gründete John Romero zusammen mit Tom Hall (ebenfalls ehemals bei Softdisk) die Firma Ion Storm, um das Ego-Shooter-Spiel Daikatana zu entwickeln. Das ehrgeizige Projekt wurde im Voraus sehr selbstüberzeugt beworben, die Entwicklung verlief jedoch problematisch und erlitt etliche Verzögerungen und personelle Wechsel im Entwicklerteam. Daikatana wurde zwar keine Vaporware, erschien aber erst nach über drei Jahren Entwicklungszeit im Mai 2000, war technisch unausgereift und wurde damals von der Fachpresse und dem Großteil der Spieler sehr negativ aufgenommen. Nach diesem Debakel trennten sich der stark in die Kritik geratene Romero und das inzwischen vom Publisher Eidos Interactive übernommene Ion Storm.

Neben Daikatana brachte Ion Storm noch das Echtzeit-Strategiespiel Dominion: Storm Over Gift 3, das Rollenspiel Anachronox und das erfolgreiche Deus Ex auf den Markt, an denen Romero allerdings nicht beteiligt war. In der Folge gründete Romero Monkeystone Games, eine kleine Entwicklungsfirma, um Spiele für den stark aufstrebenden Markt von Spielen für Handhelds, Mobiltelefone etc. zu entwickeln. Seit März 1998 ist Romero Vorsitzender des Advisory Boards der E-Sport-Liga Cyberathlete Professional League.

Schon im Jahr 2003 kehrte Romero allerdings wieder zum PC-Spiele-Sektor zurück und arbeitete mit seinem ehemaligen Kollegen Tom Hall als Projektleiter beim Publisher Midway Games. Dort beschäftigte sich Romero zusammen mit dem ehemaligen Black-Isle-Mitarbeiter Josh E. Sawyer an der Entwicklung des Action-Rollenspiels Gauntlet: Seven Sorrows. Die Zusammenarbeit mit Midway endete aus unbekannten Gründen noch vor der Veröffentlichung des Spiels im Juni 2005.

Ende August gab Romero bekannt, Mitgründer eines neuen Entwicklungsstudios in der kalifornischen San Francisco Bay Area zu sein, das Mitte 2006 auf den Namen Slipgate Ironworks (kurz Slipgate) getauft wurde. Der Name ist eine Anspielung auf ein Teleportationsgerät, das im Spiel Quake auftauchte.

In einem Interview mit einem US-Magazin bestätigte Romero im September 2005, an einem MMOG zu arbeiten. Eigenen Angaben zufolge wurde in das Projekt schon deutlich mehr als 10 Millionen $ investiert. Seinen Geschäftspartner hat er angeblich bei Internetrecherchen gefunden. Zitat aus dem Interview: „Wir sind keine gewöhnliche Spieleentwicklungsfirma und wir produzieren keine gewöhnlichen Spiele.“ Das derzeit nur als Super Secret Mystery Project bekannte Videospiel soll, wie Romero später erneut bekräftige, etwas Einmaliges sein und könnte bei seiner ersten Präsentation die Anwesenden „ein bisschen“ schockieren.

Literatur[Bearbeiten]

  • David Kushner: Masters of Doom: How Two Guys Created an Empire and Transformed Pop Culture. Random House, ISBN 0-375-50524-5 (englisch, gebundene Ausgabe)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Romero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien