John Spencer (Snookerspieler)

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John Spencer
Geburtstag 18. September 1935
Geburtsort Radcliffe, Lancashire
Sterbedatum 11. Juli 2006[1]
Sterbeort Bolton
Nationalität EnglandEngland English
Profi 1968-1991
Höchstes Break 147
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften 3
Ranglistenturniersiege 1
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 2 (1977/78)

John Spencer (* 18. September 1935 in Radcliffe, Lancashire, Großbritannien; † 11. Juli 2006 in Bolton[1]) war ein professioneller englischer Snookerspieler. Gemeinsam mit Ray Reardon dominierte er in den 1970er Jahren die Snookergemeinschaft.

Karriere[Bearbeiten]

Mit 15 Jahre begann Spencer als Hobby Snooker zu spielen. Das Interesse an Snooker war rückläufig während seiner Jugend und er entschied sich erst in den 30er-Jahren Profispieler zu werden als das öffentliche Interesse wieder zunahm. Er gewann die erste WM im Jahr 1969, nachdem er sich £ 100 von seiner Bank geliehen hatte um das Startgeld zu bezahlen. In den 1970er-Jahren kämpfte er mit Ray Reardon und Alex Higgins um die Vorherrschaft, als sich Snooker noch einer Phase der Bedeutungslosigkeit befand, um dann aber eine der beliebtesten Sportarten Großbritanniens zu werden. Spencer gewann noch zwei weitere WM-Titel, von denen die letzte die historische Auftaktveranstaltung im Crucible Theatre in Sheffield im 1977 war. Er gewann noch viele andere Titel, darunter 3 Mal Pot Black und 1 Mal die Irish Masters. Er erreichte nie die Spitze der Weltrangliste und wurde immer von seinem Freund und Rivalen, Reardon überschattet.

Im Januar 1982 war Steve Davis sein Gegner, als dieser das erste fernsehübertragene Maximum Break beim Lada Classic Turnier in der Queen Elizabeth Hall, Oldham machte. Ironischerweise hatte Spencer selbst eine 147 bei einem TV-Ereignis drei Jahre zuvor gespielt, aber die Kameramänner waren zu einer Teepause gegangen, außerdem entsprachen der Tisch und die Bälle nicht dem Standard.

Spencer war der erste Spieler der einen zweiteiligen Queue verwendete, mit diesem gewann er 1977 den Titel.

Sein Queuespiel enthielt einen ungewöhnlich langen Rückschwung, der ihm eine immense Stoßkraft erlaubte und mit der er neue Stöße mit ungewöhnlichem Effet spielen konnte, die die Weiterentwicklung moderner Break-Ausbildungen unterstützte.

Er war der Eigentümer von Spencers Snooker Club in Bolton in den 1980er-Jahren, als Billard auf der Höhe seiner Popularität war. Außerdem war er auch für viele Jahre Snookerkommentator bei der BBC und für sechs Jahre (ab 1990) Vorsitzender der WPBSA.

Spencer zog sich 1991 aus dem Snooker zurück, weil er unter Myasthenia gravis (Schwere Muskelschwäche einhergehend mit Symptomen der Störung des Binokularsehens) litt. Im Jahr 2003 erhielt er die Diagnose Magenkrebs lehnte aber eine Behandlung ab um den Rest seines Lebens frei von den Auswirkungen der Chemotherapie zu genießen. Spencer engagiert sich viele Jahre bei Wohltätigkeitsveranstaltungen und nahm, trotz seiner Krankheit, an einem gesponserten Fallschirmsprung im Jahr 2005 teil. Seine Biographie mit dem Titel „Out Of The Blue And Into The Black“ erschien noch im selben Jahr.

Spencer starb am 11. Juli 2006 mit 70 Jahren in einem Hospiz in Radcliffe an Krebs.

2011 wurde er in die Snooker Hall of Fame aufgenommen.

Erfolge[Bearbeiten]

Ranglistenturniergewinne[Bearbeiten]

Sonstige Erfolge[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Out Of The Blue And Into The Black, John Spencer, Gebundene Ausgabe: 240 Seiten, Verlag: Parrs Wood Press (1. April 2005), ISBN 190315863X

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBBC Online: Artikel über den Tod von John Spencer. BBC.co.uk, abgerufen am 19. April 2009 (englisch).