John Tietjen

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John Tietjen (* 18. Juni 1928 in New York City; † 15. Februar 2004 in Fort Worth, Texas) war ein US-amerikanischer Theologe. Der Sohn deutscher Auswanderer war ein lutherischer Pastor.

Er studierte Theologie am Concordia Seminary in Clayton bei St. Louis, an dem er 1953 graduierte. Mit dem Werk "Which Way to Lutheran Unity?" promovierte er in Theologie vom Union Theological Seminary in New York.

Nach seiner Amtseinführung 1953 wirkte er als Pastor in Teaneck and Leonia, New Jersey, bevor er Executive Director der Abteilung für Public Relations des Lutheran Council in the USA wurde. 1969 wurde er Präsident der Concordia Seminary (Saint Louis) der Missouri-Synode. Gegen ein zu fundamentales Bibelverständnis protestierte er durch einen gemeinsamen Auszug mit Studenten und Anhängern und gründete - in Vollzug der Spaltung von der Missouri Synode - das Seminar im Exil, das sog. Christ Seminary-Seminex (Saint Louis and Chicago), dessen Präsident er 1975 wurde [1]. Er war Mitglied der Kommission, die die Gründung Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) 1987 vorbereitete und wurde auch kurzzeitig zum Bischof der Chicago Diözese der ELCA ernannt. 1989 wurde er Pastor der Trinity Lutheran Church in Fort Worth, Texas.

Familie[Bearbeiten]

Sein Großvater war der Appeler Bürgermeister Nikolaus Tietjen. Sein Sohn Larry Tietjen ist CEO der Experitec Inc. und der MYNAH Technologies in St. Louis.

Werke[Bearbeiten]

  • Memoirs in Exile. Minneapolis 1976.
  • The Gospel according to Jesus, posthum erschienen 2006.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helmut Thielicke, Theologie des Geistes, Bd. III, 1978, S. 254