John Van Druten

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John William Van Druten (1932), Carl Van Vechten Photo

John William Van Druten (* 1. Juni 1901 in London, Vereinigtes Königreich; † 19. Dezember 1957 in Indio (Kalifornien), Vereinigte Staaten) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor niederländisch-britischer Herkunft. [1]

Leben[Bearbeiten]

Van Druten hatte einen niederländischen Vater und eine britische Mutter. In seiner Heimatstadt London besuchte er zunächst die University College School und anschließend die Universität London, wo er Jura-Kurse belegte. Van Druten begann anschließend als Rechtsanwalt zu arbeiten und legte parallel dazu 1925 mit Young Woodley sein erstes Bühnenstück vor. In kürzester Zeit hatte er sich als Theaterautor etabliert, Van Drutens Stücke Diversion, After All, London Wall, There's Always Juliet, Somebody Knows, Behold, We Live, The Distaff Side und Flowers of the Forest liefen zwischen 1928 und 1934 mit großem Erfolg an Londons West-End-Bühnen.

Bereits mit Beginn der Tonfilmzeit Ende der 20er Jahre wurden seine Werke erstmals für den Film adaptiert, und so entschloss sich John Van Druten Mitte der 30er Jahre zur Übersiedelung in die USA. Dort begann er ab 1936 selbst Drehbücher zu schreiben. 1939 beteiligte er sich, ohne im Vorspann genannt zu werden, an einem der diversen Drehbuchentwürfe zu dem Filmklassiker Vom Winde verweht, im Jahr darauf, gleichfalls ungenannt, an einer Kinoversion von Jane Austens Stolz und Vorurteil. Für seine Mitarbeit am Drehbuch zu dem Thriller Das Haus der Lady Alquist erhielt Van Druten 1945 zusammen mit Walter Reisch und John L. Balderston eine Oscarnominierung. Seit den ausgehenden 40er Jahren war er als Drehbuchautor nur noch an Fernsehproduktionen beteiligt.

Eine Reihe von Van Drutens Bühnenvorlagen wurden mit großem Erfolg verfilmt, ohne dass der Autor an der Umsetzung dieser Stoffe direkt beteiligt gewesen war, darunter "I Remember Mama" (deutscher Filmtitel: Geheimnis der Mutter), "Bell, Book and Candle" (deutscher Filmtitel Meine Braut ist übersinnlich) und vor allem "I am a Camera" von 1951: Nach einer wenig beachteten, englischen Verfilmung von 1955 wurde das Stück 1971 in München unter dem Titel Cabaret in der Musical-Version mit enormem Erfolg neu verfilmt.

Filmografie[Bearbeiten]

als Drehbuchautor

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographische Daten von John Van Druten in: The Columbia encyclopedia of modern drama: M-Z, von Gabrielle H. Cody, Evert Sprinchorn, Columbia University Press, 2007, Seite 1417