John Wyndham

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

John Wyndham ([ˈwindəm][1]; * 10. Juli 1903 in Knowle bei Birmingham; † 11. März 1969 in London; eigentlich John Wyndham Parkes Lucas Beynon Harris) war ein britischer Science-Fiction-Autor.

Leben[Bearbeiten]

John Wyndham Parkes Lucas Beynon Harris wurde am 10. Juli 1903 in der Nähe von Birmingham geboren. Seine Eltern trennten sich, als er acht Jahre alt war, und er wuchs in verschiedenen britischen Internaten auf. Nach seiner Schulzeit war er in unterschiedlichen Berufen als Landwirt, Grafiker, Werbefachmann und Angestellter tätig. Ab 1925 versuchte er sich als Autor, und 1931 erschien in „Wonder Stories“ mit Worlds To Barter seine erste Erzählung, allerdings unter einem seiner vielen Pseudonyme, John Beynon Harris. Er orientierte sich stark an H. G. Wells und war diesem stilistisch durchaus ebenbürtig.

Den Namen John Wyndham verwendete er erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Er genießt bei Science Fiction-Fans den Ruf eines Klassikers. Sein Schaffen zeichnet sich wohl nicht durch übermäßige Eigenständigkeit aus, aber er hatte das Glück zur richtigen Zeit den richtigen Ton zu treffen. Im Unterschied zu anderen SF-Autoren beziehen seine Romane ihre Spannung aus dem Zusammentreffen metaphysischer oder fantastischer Katastrophen und dem Verhalten der davon betroffenen Protagonisten. Einige seiner Werke wurden verfilmt, so etwa The Day Of The Triffids als Blumen des Schreckens und The Midwich Cuckoos gleich zweimal als Das Dorf der Verdammten. Die erste Version aus dem Jahr 1960 realisierte Wolf Rilla, bei der zweiten von 1995 führte John Carpenter Regie und Christopher Reeve übernahm die Hauptrolle.

Der Ausdruck triffid ist im Englischen als Begriff für eine bösartige oder gefährliche Pflanze in die Umgangssprache eingegangen und zeigt, welche Verbreitung Wyndhams Romane hatten und immer noch haben. Beispiel: ein berühmter Graffito lautete: „Say it with flowers - give her a triffid!“ (Sag es mal mit Blumen - gib ihr einen Triffid!).

Pseudonyme: John Beynon, John Harris, Lucas Parkes, Lucas Benyon und Johnson Harris.

Bibliografie[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

Kurzgeschichtensammlungen[Bearbeiten]

  • Jizzle, 1954
  • Sometime, Never, 1955 (mit William Golding und Mervyn Peake)
  • Die Kobaltblume, 1960, ISBN 3-518-37974-7, The Seeds of Time, 1956
  • Tales of Gooseflesh and Laughter, 1956
  • Griff nach den Sternen, 1965, Heyne, The Outward Urge, 1959 (als John Wyndham und Lucas Parkes)
  • Consider Her Ways & Others, 1961
  • The Moon Era, 1967 (mit Murray Leinster und Jack Williamson)
  • The Best of John Wyndham (1932-1949), 1973
  • The Best of John Wyndham (1951-1960), 1973
  • The Man from Beyond and Other Stories, 1975
  • Exiles on Asperus, 1979
  • Wanderers of Time, 1980
  • Sleepers of Mars, 1980
  • Meteor and Other Stories, 1991
  • No Place Like Earth, 2003

Verfilmungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag Wyndham bei Merriam-Webster, abgerufen am 7. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]