Johnnie Cochran

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Johnnie L. Cochran (2001)

Johnnie L. Cochran Jr. (* 2. Oktober 1937 in Shreveport, Louisiana; † 29. März 2005 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Rechtsanwalt, der unter anderem O. J. Simpson, Tupac Shakur und Michael Jackson verteidigte. Er wuchs in Los Angeles auf.

Seine Zulassung als Anwalt erhielt er 1963. In den 1970er-Jahren machte er sich einen Namen als Bürgerrechtsanwalt. Später verteidigte er Prominente wie Tupac Shakur, Snoop Dogg, Michael Jackson (1993) und P. Diddy (1999).

Den bekanntesten Fall hatte er als einer der Verteidiger O. J. Simpsons. Dieser war 1994 festgenommen worden und angeklagt worden, seine Ex-Frau Nicole Brown Simpson und deren Bekannten Ronald Goldman ermordet zu haben. Von Cochran stammt der Ausspruch: „If it doesn't fit, you must acquit“ (deutsch: „Falls er [der Handschuh] nicht passt, müsst ihr [Simpson] freisprechen“). Er benutzte diesen Ausspruch in Bezug auf einen am Tatort gefundenen, mit DNA in Form von Blut kontaminierten Handschuh, das wichtigste Indiz für die Schuld Simpsons, das den Angeklagten belastete, jedoch passte er ihm bei der Anprobe im Gericht tatsächlich nicht. Der Strafprozess endete mit dem Freispruch Simpsons. Cochrans Reim ist Beispiel für den Rhyme-as-reason-Effekt.

In dem Film Showtime hat er einen Gastauftritt, bei dem er sich selbst spielt. In Lethal Weapon 4 spielt Komiker Chris Rock eine Nebenrolle als Polizist und sagt einem Verdächtigen „Du hast das Recht auf einen Anwalt, aber wenn Du Cochran anrufst, töte ich dich.

Er starb an einem inoperablen Hirntumor. NBC bezeichnet ihn in einem Nachruf als defense Superstar (deutsch: [Straf]Verteidiger-Superstar)[1].

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks & Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NBC Nachruf auf Cochran (engl.)