Johnny Bond

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Johnny Bond (* 1. Juni 1915 als Cyrus Whitfield Bond in Enville, Oklahoma; † 12. Juni 1978) war ein US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter der auch als „Singing Cowboy“ in zahlreichen Western-Filmen der vierziger und fünfziger Jahre zu sehen war.

Leben[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Nach Ende seiner Schulzeit ging Johnny Bond nach Oklahoma City, wo er auf Jimmy Wakely und Scotty Harrell traf und mit ihnen die Band Bell Boys gründete. Bei einer lokalen Radiostation verdienten sie erstes Geld. 1939 traten die drei Musiker in einem Roy Rogers Film auf. Anschließend zog man nach Kalifornien, in der Hoffnung auf eine Karriere im Filmgeschäft.

In Los Angeles wurden sie von Gene Autry für seine Melody Ranch Radio Show engagiert. Sie arbeiteten als Begleitmusiker des großen Stars, bis die Show 1956 abgesetzt wurde.

Karriere[Bearbeiten]

Parallel zu seinen Auftritten in der Melody Ranch Show versuchten sich Jonny Bond und Jimmy Wakely als Solisten. Bond begann 1941 für das Columbia-Label Schallplatten einzuspielen. Immer wieder übernahm er kleinere Filmrollen, meist an Seite von Autry oder dem zum Hauptdarsteller aufgestiegenen Wakeley. Die Verkaufszahlen seiner Platten waren nicht sonderlich überzeugend, da seine Stimme nicht genügend ausdrucksstark war. Aber es gelangen ihm einige Top-10-Hits, wie zum Beispiel Oklahoma Waltz, Love Song in 32 Bars oder Divorce Me C.O.D.. Als Songwriter war er erfolgreicher. Bekannte Titel wie Tomorrow Never Comes oder Cimarron stammen aus seiner Feder.

Three Sheets in the Wind, 1963

1951 lief sein Schallplattenvertrag mit Columbia aus. Er wechselte einige Male das Label, konnte sich aber zunächst nicht mehr in den Charts platzieren. Erst 1964, nach mehr als zehnjähriger Unterbrechung, gelang ihm mit Ten Little Bottles ein unverhofftes Comeback. Der Song, den er zuvor bereits erfolglos für das Columbia-Label eingespielt hatte, rückte bis auf Platz Zwei der Country-Charts vor. Seine nächsten Singles befassten sich ebenfalls mit dem Thema Trinken und Alkohol und prägten nachhaltig sein Image.

Auch in den siebziger Jahren produzierte er Schallplatten. Außerdem begann er Bücher zu schreiben. Er verfasste Biographien über Gene Autry (nie veröffentlicht) und Tex Ritter und arbeitete an einem Werk über Western Musik. Von 1969 bis 1970 war er als Nachfolger von Tex Ritter Präsident der Academy of Country Music. 1970 ehrte man Bond zudem mit der Aufnahme in die Nashville Songwriters Hall of Fame.

Das Multitalent Johnny Bond starb am 12. Juni 1978. 1990 wurde Bond postum in die Western Music Association Hall of Fame und im Jahre 1999 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1961: That Wild, Wicked But Wonderful West
  • 1964: Hot Rod Lincoln-Three Sheets In The Wind
  • 1965: Ten Little Bottles
  • 1965: Famous Hot Rodders I Have Known
  • 1966: The Man Who Comes Around
  • 1966: Bottles Up
  • 1967: Ten Nights In A Barroom
  • 1967: Little Ole Wine Drinker Me
  • 1968: Drink Up And Go Home
  • 1969: Great Songs Of The Delmore Brothers
  • 1970: Something Old, New, Patriotic And Blue
  • 1971: Here Come The Elephants
  • 1971: Three Sheets In The Wind
  • 1974: How I Love Them Old Songs
  • 1975: Rides Again

Literatur[Bearbeiten]

  • Stambler, Irwin / Landon, Grelun: Encyclopedia Of Folk, Country And Western Music. New York / London: St. Martin’s Press, 1969, S. 30f
  • Shestack, Melvin: The Country Music Encyclopaedia. London: Omnibus Press, 1977, S. 23
  • Dellar, Fred / Thompson, Roy: The Illustrated Encyclopedia Of Country Music. Vorwort von Roy Acuff. 2. Auflage London: Salamander Books, 1979, S. 27
  • Fuchs, Walter: Geschichte der Country Music. Zentren, Stile, Lebensläufe. Bergisch-Gladbach: Gustav Lübbe Verlag, 1980, S. 204f

Weblinks[Bearbeiten]