John Lydon

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John Lydon 2013

John Joseph Lydon (Künstlername Johnny Rotten; * 31. Januar 1956 in London) ist ein britischer Musiker und Sänger. Ab 1976 wurde er einem größeren Publikum bekannt als Mitglied der skandalträchtigen englischen Punkband Sex Pistols. Nach deren Auflösung 1978 gründete er das experimentelle Post-Punk-Musikprojekt Public Image Ltd..

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

John Lydon ging von 1961 bis 1967 in der katholischen Our Lady Of The Sacred Heart Primary School in Islington zur Grundschule.[1] 1964 erkrankte er an Meningitis und musste drei Monate lang[2] im Whittington Hospital in Islington stationär behandelt werden.[3] Als Spätfolge behielt Lydon eine Skoliose und eine leichte Sehstörung zurück, die sich in Kurzsichtigkeit und seinem charakteristischen Starren äußert.[4]

Bis zu seinem 15. Lebensjahr besuchte Lydon die katholische St.William Of York Secondary School, wurde aber nach einer Auseinandersetzung mit seinem Englischlehrer im Dezember 1971[5] der Schule verwiesen. Nach Intervention der Eltern beim Schulträger, dem Londoner Bischof, durfte Lydon erfolgreich an den Abschlussprüfungen zur Mittleren Reife teilnehmen. Seine Erfahrungen mit dem konfessionellen Schulsystem machten Lydon zum erbitterten Gegner organisierter Religion, was er auch in Songtexten zum Ausdruck brachte. Um die Allgemeine Hochschulreife (Advanced Level) zu erreichen, ging Lydon von 1972 bis 1974 auf das Hackney Technical College in Hackney, wo er seinen späteren Bandkollegen Sid Vicious kennenlernte. Wegen unregelmäßiger Teilnahme am Unterricht wechselte Lydon 1974 auf das Kingsway College in Camden, wo er wiederum seinen späteren Bandkollegen Jah Wobble traf. Lydon ging vor den Sommerferien 1975 von der Schule ab.

Werk[Bearbeiten]

John Lydon wurde in den späten 1970ern zu einem Protagonisten der Punkbewegung. Die Popularität Lydons gründet auf seiner Rolle als Johnny Rotten, die er von 1975 bis 1978 als Sänger und Autor der Sex Pistols ausfüllte. Seine zynischen Songtexte für die Band (darunter Anarchy in the U.K. und God Save the Queen), sein provokantes Aussehen und seine wilden Bühnenauftritte voll unkontrolliertem Gebrüll und Publikumsbeschimpfungen machten ihn bald zu einer berühmten Figur des Punkrock. Malcolm McLaren, der Manager der Sex Pistols, sagte einmal über ihn: »Er kam in meinen Laden mit grünen kurzrasierten Haaren und einem zerrissenen Pink-Floyd-T-Shirt, über das er eigenhändig ›I Hate‹ gekritzelt hatte. Er konnte überhaupt nicht singen, aber er besaß genug Aggression, um Sänger der Sex Pistols zu werden«. Nachdem er sich allerdings mit McLaren komplett zerstritten hatte und sein bester Freund Sid Vicious dem Heroin verfallen war, verließ er frustriert die Band. Kurze Zeit, nachdem Sid Vicious gestorben war, versuchten Paul Cook und Steve Jones es noch einige Zeit ohne Lydon als Sex Pistols. Im Jahr 1980 löste sich die Gruppe endgültig auf.

Im Jahr 1978 gründete Lydon, zunächst mit Keith Levene und Jah Wobble, das Musikprojekt Public Image Ltd. (PiL), das sich neben Dub mit experimentellen Klängen beschäftigt und das der Stilrichtung Post-Punk zugerechnet wird. Von 1999 bis 2000 moderierte Lydon insgesamt drei Folgen von Rotten TV beim amerikanischen Musiksender VH-1. 2004 war Lydon in der englischen Version der Fernsehshow Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! zu sehen. Neben seiner musikalischen Tätigkeit ist John Lydon seit mehreren Jahrzehnten als bildender Künstler tätig und hat unter anderem mehrere Umschlaghüllen seiner Alben selbst gestaltet.

Politische Einstellung[Bearbeiten]

John Lydon 1977 mit den Sex Pistols

John Lydon äußerte sich in der Vergangenheit wiederholt kontrovers zu politischen Themengebieten. Aufgrund des Images der Sex Pistols wurde Lydon oft als Anarchist bezeichnet, eine Bezeichnung, die Lydon jedoch mittlerweile entschieden ablehnt. Der anarchistischen Bewegung wirft er Uniformität, Anachronismus und Doppelmoral vor und bezeichnet sie als »nettes Hobby der Mittelklasse«.[6][7] Er kritisiert sowohl Konservatismus[8] als auch Sozialismus, obgleich er scharfer Gegner der Klassengesellschaft ist, und stand sowohl Margaret Thatcher[9][10] als auch Tony Blair[11] ablehnend gegenüber. Er lehnt sowohl das britische als auch das amerikanische Zweiparteiensystem ab und bezeichnete George W. Bush als den vorstellbar schlimmsten US-Präsidenten.[12] Im Gegenzug dazu favorisiert Lydon liberale Politik,[13] steht der Europäischen Union positiv gegenüber,[14] unterstützt aber auch die Politik der Gewerkschaften[13] und äußerte sich positiv über Arthur Scargill, dessen kommunistische Tendenzen er allerdings ablehnte. Er ist ein Bewunderer Mahatma Gandhis[11] und vertritt Anti-Kriegs-Positionen,[13] lehnt jedoch jedwede Religion als überkommenes Konzept ab.[15] Er äußerte sich mehrmals zwiespältig zum britischen Königshaus: So nannte er die Vorfahren der Windsors in seiner Autobiografie eine »mittelalterliche Mafia«; in neueren Interviews steht er der Königsfamilie jedoch positiver gegenüber, da sie als Teil der britischen Kultur zu betrachten seien.[10] Lydon fasst die britische Kultur als internationalistisch[16] und multikulturell[17] auf und versteht sich als Gegner von Nationalismus, Isolationismus und Rassismus,[8] da er seine eigene Herkunft im Melting Pot der britischen Vorstädte sieht.[18] Zudem setzt Lydon sich für Umwelt- und Tierschutz ein und unterstützt die World Society for the Protection of Animals sowie Save Our Seas. Lydon vertritt einen radikalen Individualismus[19] und lehnt es aus diesem Grunde auch ab, sich als Punk bezeichnen zu lassen.[20]

2006 äußerte er öffentlich Sympathien für den britischen Politiker Enoch Powell.[21] 2008 behauptete der schwarze Sänger der Band Bloc Party, durch Lydon und Mitglieder seiner Entourage rassistisch beschimpft und angegriffen worden zu sein.[22] Der Vorfall führte zu Schlagzeilen in der britischen Presse, so dass Lydon bei einem Fernsehinterview öffentlich erklären musste, kein Rassist zu sein.[23]

Observierung durch Polizei und Geheimdienste[Bearbeiten]

1997 machte der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter David Shayler öffentlich, dass der MI5 unter dem allgemeinen Vorgang "Subversion in moderner Musik" unter anderen auch die Sex Pistols observiert hatte.[24] Auch die US-Tour der Sex Pistols im Januar 1978 soll nach unbestätigten Zeitungsberichten[25] vom FBI observiert worden sein.

1980 wurde John Lydon wiederholt zum Ziel von Hausdurchsuchungen der Polizei,[26] was ihn 1981 zum Verlassen des Landes veranlasste. Im Oktober 1980 wurde Lydon in Dublin wegen Körperverletzung verhaftet und verbrachte drei Tage in Untersuchungshaft im Mountjoy-Gefängnis, die verhängte Haftstrafe von drei Monaten wurde jedoch auf Kaution außer Vollzug gesetzt[27] und in einer Revisionsverhandlung im Dezember 1980 aufgehoben. In seiner Autobiografie behauptete Lydon später, der Vorfall sei von einem Zivilpolizisten provoziert worden.

Familie und Privatleben[Bearbeiten]

John Lydon 2008

John Lydons Eltern waren irische Gastarbeiter, die in den fünfziger Jahren nach England kamen. Sein Vater John Christopher Lydon stammte aus Tuam und arbeitete als Fahrer und Kranführer für William Press & Son, Ltd.[28] Er starb am 25. Januar 2008 an einem Herzinfarkt. Lydons Mutter Eileen, geborene Barry, stammte aus Carrigrohane bei Cork und starb Anfang 1979 an Krebs.

John Lydon hat drei jüngere Brüder, James, Robert und Martin. James Lydon hatte von 1979 bis 1981 ebenfalls eine Band namens 4" Be 2". Die sechsköpfige Familie lebte bis 1967 in einer 2-Zimmer-Wohnung in einer Arbeitersiedlung auf der Benwell Road in Islington, die Lydon als "viktorianische Slumbehausung"[29] bezeichnete und die inzwischen abgerissen wurde. 1967 zog die Familie in die Neubausiedlung Six Acres Estate in Finsbury Park. Von 1970 an arbeitete Lydon in den Sommerferien mit seinem Vater auf Baustellen. In den Sommerferien 1975 jobbte er in einem Schulhort und leitete die Gruppe für Holzarbeiten, wurde nach Beschwerden von Eltern über sein Äußeres aber wieder gekündigt.[30] Das Angebot einer Ausbildung zum Erzieher schlug er zwar aus, gab aber später an, dass er höchstwahrscheinlich Erzieher oder Lehrer geworden wäre.[31] Stattdessen erhielt er von dem Londoner Boutiquenbesitzer Malcolm McLaren Ende August 1975 das Angebot, Sänger der Sex Pistols zu werden.

Seit Ende 1974 lebte Lydon zeitweise in besetzten Häusern, im Laufe des Jahres 1977 wohnte er an verschiedenen Orten in London mit Freunden wie Sid Vicious und Jah Wobble zur Miete. Nachdem seine Band am 10. Oktober 1977 einen Plattenvertrag mit dem US-Konzern Warner Bros. abgeschlossen hatte, kaufte er sich Ende 1977 eine Eigentumswohnung in 45 Gunter Grove, Chelsea[32][33] 1981 zog Lydon nach New York, wo er sich in der West 18th Street in Manhattan eine große Loftwohnung mietete. Anfang 1984 zog John Lydon nach Kalifornien, zunächst in ein gemietetes Haus außerhalb von Pasadena.[34][35] Seit 1986 besitzt er ein Haus in Marina del Rey,[36] das früher der Schauspielerin Mae West gehört hat. Ihm gehört außerdem ein Wochenendhaus am 31962 Pacific Coast Highway[37] westlich von Malibu.

John Lydon lebt seit Frühling 1977 mit der 15 Jahre älteren[38] Nora Forster, geb. Maier[39], Tochter des schwäbischen (und Berliner) Zeitungsverlegers Franz Karl Maier und Exfrau des Schlagersängers Frank Forster,[40] in einer Beziehung. Nora Forsters 2010 verstorbene Tochter aus erster Ehe, Ariane, war Patenkind von Udo Jürgens[41] und Sängerin der Punkband The Slits. Zur Frage, ob das Paar verheiratet ist oder nicht, hat Lydon immer jeden Kommentar abgelehnt, Forsters Exmann hat dies in einem Interview mit dem Sunday Mirror[42] aber verneint.

Alben[Bearbeiten]

  • 1997: Psycho's Path

Filmografie[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der kanadische Sänger und Gitarrist Neil Young textete 1978 auf seinem Album Rust Never Sleeps über Lydon: “Hey hey, my my/Rock and Roll can never die / […] The King is gone but he’s not forgotten / This is the story of a Johnny Rotten / It’s better to burn out than it is to rust / […]”
  • John Lydon und Nora Forster entgingen nur dank eines Zufalls dem Lockerbie-Anschlag, bei dem 270 Menschen ums Leben kamen und der als bisher größter Terroranschlag in Europa gilt.
  • In dem Skateboardvideo Sorry vom Hersteller Flip spielt John Lydon den Kommentator und leitet die Parts der Skater ein.
  • Nach dem Ende seiner Band Public Image Ltd. gründete er 1993 mit seinem ehemaligen Schulfreund John „Rambo“ Stevens in Kalifornien die Produktionsfirma JRJL Productions Inc.,[43] die nach wie vor aktiv ist.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dave Thomas: Johnny Rotten In His Own Words. Omnibus Press, 1988.
  •  John Lydon: Johnny Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs: mein Leben mit den Sex Pistols. (Originaltitel: Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs) ISBN 978-3-85445-102-0 (Originalausgabe: Hodder & Stoughton (1994), ISBN 045060182X).
  • John Lydon: „Mr. Rotten's Scrapbook“ (Concert Live Ltd.,2010)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Lydon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 19)
  2. Interview mit Lydons Vater (Musician-Magazin USA 6/1986, Seite 70)
  3. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 43)
  4. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 17)
  5. Interview mit Lydons Mutter (in: Fred und Judy Vermorel: "Sex Pistols – The Inside Story" (Omnibus Press,UK-Ausgabe 1987), Seite 159)
  6. [1] Simon Hattenstone: „This Is My Britain. Our Britain. Not Some German Tourist's“ (The Guardian, 17. Mai 2002)
  7. [2] Leora Kornfeld: „John Lydon Interview“ (CBC Radio 2, RealTime-Show, 28. Juni 1997)
  8. a b [3] Scott Murphy: „John Lydon – What Makes Britain Great?“ (JohnLydon.com Webseite, 27. Oktober 2005)
  9. [4] Ian Harrison: „The Think Tank“ (Select-Magazin, Juli 1997)
  10. a b [5] Ben Wener: „Johnny Rotten Sounds Off On The Sex Pistols Return“ (The Orange County Register, Santa Ana, Kalifornien, 24. Oktober 2007)
  11. a b [6] Mike Karin: „What? You're Talking To Us?“ (Year Zero-Onlinemagazin, Oktober 2001)
  12. [7] Steve Baltin: „Johnny Rotten Judges Pop Stars and Politicians“ (Spinner.com-Webseite, 6. September 2007)
  13. a b c [8] David D'Arcy: „John Lydon – I'll Tell You What I Think“ (Greencine.com-Webseite, 4. Juli 2006)
  14. [9] Roger Morton: „One Man And His Gob“ (New Musical Express, 12. Juli 1997)
  15. [10] Ben Marshall: „John Lydon“ (Uncut-Magazin, August 2007)
  16. [11] Sex Pistols Pressekonferenz (Cobden Club, London, 16. Mai 2002)
  17. [12] Sean Hamilton: „Lock Up Your Grannies!“ (The Sun, 27. August 2005)
  18. [13] Scott Murphy: „The Public Image?“ (JohnLydon.com-Webseite, Juni 2004)
  19. [14] John Lydon: „Internet Chat“ (Film Four-Webseite, 30. Juni 2001)
  20. [15] Kevin Anderson: „The Rotten Side Of US Politics“ (BBC News, World Politics-Sendung, 16. August 2000)
  21. [16] Campbell Stevenson: „The Awkward Squad“ (The Observer, The Observer Music Monthly-Beilage, 19. Februar 2006)
  22. „Bloc Party And Sex Pistols' John Lydon In 'Racist Attack'“ (NME.com-Webseite, 21. Juli 2008)
  23. John Lydon Interview (The One Show, BBC1, 28. Juli 2008)
  24. „MI5 Bugged Mandelson (The Mail On Sunday, 24. August 1997)
  25. [17] Jim Mendiola: „Anarchy in S.A. (San Antonio Current, 2. Januar 2003)
  26. [18] Adrian Thrills: „Police News: Lydon Hassled“ (New Musical Express, 23. Februar 1980)
  27. [19] Patrick Clancy: „Punk Star Johnny Gets Three Months For Pub Punch-Up“ (The Daily Telegraph, 7. Oktober 1980)
  28. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 41)
  29. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 12)
  30. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 62)
  31. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 65)
  32. New Musical Express 17. Dezember 1977 (Seite 22)
  33. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 146)
  34. [20] Peter Martin: „I've Changed The World!“ (Smash Hits-Magazin, 19. Juli 1984)
  35. [21] Tom Hibbert: „The Man Who Invented Punk“ (Smash Hits-Magazin, 2. Februar 1986)
  36. [22] David James Smith: „Punky and Perky“ (The Sunday Times, 18. April 2004)
  37. [23] Eintrag "Prominente in Malibu" auf Fizber.com-Immobilienwebseite
  38. John Lydon: "Rotten – No Irish, No Blacks, No Dogs" (St.Martin's Press,US-Erstausgabe 1994, Seite 168)
  39. [24] Anonym: „Lydon Accused Of Being Insanely Jealous“ (Contactmusic.com-Webseite, Leeds, 8. Februar 2004)
  40. [25] Frank Forster Webseite
  41. [26] Ari Up-Interview/CD-Rezension (Falter 30/2005, 27. Juli 2005)
  42. Michael Woodhead: „Johnny's Rottenly Jealous“ (Sunday Mirror, 8. Februar 2004)
  43. JRJL Productions Inc. (registriert am 20. August 1993 unter der Handelsregisternummer C1864229 / 2850 Ocean Park Boulevard, Suite 300, Santa Monica CA 90405)