Joist Grolle
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Joist Grolle (* 5. August 1932 in Rhoden) ist ein deutscher Historiker, Hochschullehrer und Politiker (SPD).
[Bearbeiten] Leben und Beruf
Joist Grolle legte 1951 das Abitur ab und studierte Geschichte und Germanistik an den Universitäten in Berlin und Göttingen. Das Studium beendet er mit dem Staatsexamen für das Lehramt sowie 1958 mit der Promotion zum Dr. phil.. Anschließend trat er in den Schuldienst ein und arbeitete als Lehrer für Geschichte. Daneben hatte er sich der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angeschlossen.
Grolle wechselte erneut zur Hochschule und war als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Göttingen tätig, wo er 1968 habilitierte. Ein Jahr später folgte er dem Ruf der Universität Oldenburg (Pädagogische Hochschule Niedersachsen) an den Lehrstuhl für Geschichte und Didaktik, den er bis 1978 innehatte. Von 1987 bis 1998 lehrte er dann Bildungsgeschichte an der Universität Hamburg. 1999 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg verliehen. Grolle ist erster Vorsitzender des Vereins für Hamburgische Geschichte
Grolle ist seit 1965 Mitglied der SPD. Von 1970 bis 1974 war er Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Grolle war seit September 1972 Beamteter Staatssekretär im niedersächsischen Kultusministerium. Nachdem das Ministerium am 10. Juli 1974 in zwei verschiedene Ressorts gesplittet wurde, erhielt er seine Berufung in die von Ministerpräsident Alfred Kubel geführte Regierung des Landes Niedersachsen und wurde zum Minister für Wissenschaft und Kunst ernannt. Nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition, der Wahl Ernst Albrechts zum Ministerpräsidenten und der Bildung einer CDU-Alleinregierung schied er am 6. Februar 1976 aus der Regierung aus und wurde als Wissenschaftsminister von Werner Remmers abgelöst.
Nachdem die SPD bei der Hamburgischen Bürgerschaftswahl 1978 die absolute Mehrheit errungen hatte, wählte die Bürgerschaft Grolle am 28. Juni 1978 zum Senator sowie zum Präses der Behörde für Schule Jugend und Berufsbildung in den vom Ersten Bürgermeister Hans-Ulrich Klose geleiteten Senat der Freien und Hansestadt Hamburg. Seit dem 1. März 1980 war er dann Präses der Behörde für Schule und Berufsbildung und in dieser Funktion 1983 Vorsitzender der Konferenz der Kultusminister der Länder. Grolle gehörte auch dem vom Ersten Bürgermeister Klaus von Dohnanyi geführten Senat an, schied aber am 3. September 1987 auf eigenen Wunsch aus der Landesregierung aus und wurde in seiner Funktion durch Rosemarie Raab ersetzt.
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Joist Grolle im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Foto beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur
- Kurzeintrag auf der Seite des Vereins für Hamburgische Geschichte
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grolle, Joist |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker, Hochschullehrer und Politiker (SPD) |
| GEBURTSDATUM | 5. August 1932 |
| GEBURTSORT | Rhoden |

