Jojachin

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Jojachin (hebräischיהויכין‎; babylonisch Ya'ukin šar matYaudaya; auch: Jechonjah, Kurzform: Konja, Konjahu[1]; * um 616 v. Chr.; † nach 560 v. Chr.) war König von Juda als Nachfolger seines Vaters Jojakim. Der Name Jojachin bedeutet auf hebräisch: JHWH (hat) befestigt.

Leben[Bearbeiten]

Jojachins Vater Jojakim war König von Juda. Ein Heer Babylons unter König Nebukadnezar II. unterwarf Juda mit der Hauptstadt Jerusalem und machte Juda tributpflichtig. Da sich Jojakim dagegen auflehnte, kam es zu einem erneuten Angriff einer Armee Babylons. Während dieses Angriffs wurde Jojakims Sohn Jojachin mit 18 Jahren zum König ernannt. Seine Herrschaft währte nur drei Monate und zehn Tage, danach ergab er sich Babylons König Nebukadnezar[2][3][4]

Nachdem er mit weiteren Beamten, Handwerkern und Soldaten nach Babylon verbannt wurde, war er etwa 37 Jahre dort in Gefangenschaft. Durch Nebukadnezars Nachfolger Ewil-Merodach (Amel-Marduk) erhielt er die Freiheit zurück und blieb in Babylon. Er gilt als Begründer des Exilarchats.

Während der Ausgrabungen um 1900 fand Robert Koldewey in der Südburg Babylons Verwaltungsurkunden, die Lebensmittelrationen für Jojachin und fünf seiner sieben Söhne (1. Buch der Chronik 3,16-18) beschreiben.[5] 1933 gelang es erstmals die Keilschrift auf solch einer Tafel zu entziffern. Es wurde genau dokumentiert, was Jojachin damals verspeiste. Insgesamt sind vier unterschiedliche Quittungen erhalten, in denen König Jojachin erwähnt ist. Eine solche Keilschrifttafel ist im Vorderasiatischen Museum zu Berlin öffentlich ausgestellt.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. vgl. Esther 2,6; Jeremia 28,4; 37,1.
  2. A. K. Grayson: Assyrian and Babylonian Chronicles. Augustin, Locust Valley NY 1975, ISSN 0082-3759, Seite 102.
  3. 2. Buch der Könige 24,11.12.
  4. 2. Buch der Chronik 36,9.
  5. Georg Stadtmüller: Saeculum: Jahrbuch für Universalgeschichte, Band 19, K. Alber, 1968, Seite 146.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Jojakim König von Juda
598 bis 597 v. Chr.
Zedekia