Jon Carin

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Jon Carin bei einem Konzert mit Roger Waters, in Toronto (2007)

Jon Carin (* 21. Oktober 1964 in New York) ist ein US-amerikanischer Musiker, Songwriter und Musikproduzent. Bekannt wurde Carin durch die Zusammenarbeit mit der britischen Rockband Pink Floyd, sowie mit deren Gitarristen David Gilmour, als Solist und dem Gründungsmitglied der Band Roger Waters, während seiner Solokarriere.

Leben[Bearbeiten]

Jon Carin startete seine Musikkarriere in den frühen Achtzigern, als Leadsänger, Keyboarder und Gitarrist der Band Industry. Der Durchbruch gelang der Band 1983, mit der Single „State of the Nation“ in den USA, Großbritannien und Neuseeland. Nachdem sich die Band 1984 auflöste, wurde Carin von seinem ehemaligen Produzenten Rhett Davies gefragt, ob er bei der Produktion des Albums „Boys and Girls“ von Bryan Ferry mitwirken wolle. Auf dem Album wurde Carin als Keyboarder eingesetzt. Im Juli 1985, trat Carin gemeinsam mit Bryan Ferry beim Live Aid Konzert in London auf, wo er David Gilmour kennenlernte. 1987 spielte er Keyboards auf dem Album "Midnight to Midnight" der Band Psychedelic Furs, so wie 1990 auf dem Album "Elizium" der Band Fields of the Nephilim.

Zusammenarbeit mit Pink Floyd[Bearbeiten]

In diesem Jahr begann die Zusammenarbeit mit Pink Floyd. Carin wirkte auf dem ersten Pink Floyd Album A Momentary Lapse of Reason, nachdem Roger Waters die Band verlassen hat, als Keyboarder und Songwriter. Er schrieb mit an dem Song „Learning to Fly“, dieser wurde als erste Single des Albums veröffentlicht. 1988 ging Carin zusammen mit Pink Floyd auf die A Momentary Lapse of Reason-Tour, auf der das Live-Doppel-Album Delicate Sound of Thunder aufgenommen wurde. Im Jahr 1992 nahm man gemeinsam den Soundtrack für La Carrera Panamericana auf. Für das Album The Division Bell, welches 1993 aufgenommen wurde, spielte Carin Keyboard und Synthesizer[1]. Auf der darauffolgenden The Division Bell-Tour entstand das Doppel-Live-Album Pulse.

Zusammenarbeit mit „The Who“[Bearbeiten]

Offiziell ohne den Namen The Who zu benutzen, wurde im Sommer 1996 Quadrophenia im Hyde Park live und mit zahlreichen Gästen aufgeführt, dabei auch Jon Carin. Man entschied sich für eine ausgedehnte Tournee durch die USA und im folgenden Jahr durch Europa. Es wurden neben dem kompletten Quadrophenia-Album nur wenige Greatest-Hits gespielt. Am Schlagzeug war Ringo Starrs Sohn Zak Starkey und an der zweiten Gitarre Pete Townshends Bruder Simon. Im August 1998 spielte Carin Keyboard und Schlagzeug, auf einem Benefizkonzert für die Maryville Academy, zusammen mit Pete Townshend. Die daraus entstandene CD, welche er auch produzierte, wurde 1999 veröffentlicht.

Ende 1999 bis heute[Bearbeiten]

Im Sommer 1999- bis Anfang 2000, war Carin zusammen mit dem Gründungsmitglied Pink Floyds Roger Waters auf dessen „In the Flesh“-Tour. Er ist damit einer der wenigen Musiker, die mit Pink Floyd und Roger Waters nach seinem Ausscheiden zusammen auftraten.

Am 20. Oktober 2001 spielte Carin zusammen mit The Who beim „Concert for New York City“, einem Benefizkonzert zugunsten der Opfer und Hinterbliebenen der Terroranschläge des 11. Septembers 2001. Im Januar 2002, wurde die CD sowie eine DVD des Konzertes veröffentlicht.

Im Juli 2005, war Carin zusammen mit Pink Floyd auf der Bühne des Live 8 Konzertes in London. Das besondere an diesem Auftritt war das zeitgleiche Comeback von Roger Waters zu Pink Floyd. Damit spielte Pink Floyd erstmals seit 1981 wieder in der Originalbesetzung.

2006 ging Carin gemeinsam mit David Gilmour auf Tour, um Gilmours Album On an Island zu promoten. Im Juni des gleichen Jahres, war er mit Roger Waters auf dessen The Dark Side of the Moon-Tour. Diese ging von Juni 2006 bis Juni 2008. Gegenwärtig tourt er abermals mit Roger Waters, diesmal auf dessen The Wall-Tour 2010–2013.

Jon Carin spielte für Wohltätigkeitskonzerte von Amnesty International und Greenpeace (u.a. mit Seal, Elvis Costello, The Chieftains und Spinal Tap).

Diskografie[Bearbeiten]

Industry[Bearbeiten]

Pink Floyd[Bearbeiten]

Roger Waters[Bearbeiten]

David Gilmour[Bearbeiten]

The Who[Bearbeiten]

Pete Townshend[Bearbeiten]

Richard Butler[Bearbeiten]

Fields of the Nephilim[Bearbeiten]

  • Elizium

Psychedelic Furs[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1990 Grammy-Nominierung für Delicate Sound of Thunder. In der Kategorie: Bestes Musik-Langvideo (Best Long Form Music Video) mit Pink Floyd.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rocking the Classics: English Progressive Rock and the Counterculture. Von Edward Macan Edition: illustrated Veröffentlicht von Oxford University Press US, 1997 ISBN 0-19-509887-0, 9780195098877 Seite 226
  2. http://www.imdb.com/title/tt0097181/awards