Jon Christensen

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Dieser Artikel befasst sich mit dem norwegischen Jazzschlagzeuger Jon Christensen. Für den US-amerikanischenPolitiker siehe Jon Lynn Christensen.

Jon Christensen (* 20. März 1943 in Oslo, Norwegen) ist ein norwegischer Jazzschlagzeuger.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Christensen begann mit dem Schlagzeugspiel 1959 als Autodidakt und gewann ein Jahr später einen Preis beim norwegischen Amateurfestival. Anfang 1964 spielte er mit Kenny Dorham in seiner Heimatstadt (wovon es eine Aufnahme gibt)[1] und noch im selben Jahr mit Karin Krog auf dem Festival in Antibes; er trat anschließend regelmäßig mit Jan Garbarek auf. 1967 arbeitete er mit Steve Kuhn und Monica Zetterlund. Über Projekte von George Russell wurde er international wahrgenommen (u.a. Auftritt 1970 auf dem Berliner Jazzfestival). Anfang der 1970er wurde er auch in Mitteleuropa einem breiteren Kreis durch seine Mitwirkung in den Gruppen von Garbarek und Terje Rypdal, ab 1974 dann auch mit dem europäischen Quartett von Keith Jarrett, mit Jan Garbarek und Palle Danielsson, bekannt. Er fungierte eine Zeit lang als eine Art Hausschlagzeuger für das Label ECM und ist so auf Einspielungen mit Eberhard Weber, Ralph Towner (Solstice, 1974), Barre Phillips, Enrico Rava, John Abercrombie, Michael Mantler, Miroslav Vitous, Rainer Brüninghaus, Charles Lloyd, Dino Saluzzi und Tomasz Stanko zu hören. 1977 gründete er erstmals eine eigene Gruppe. Er hat auch mit Sidsel Endresen gearbeitet und tritt regelmäßig mit dem Trio von Bobo Stenson und mit Terje Rypdal auf.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Bereits 1967 erhielt er den Buddyprisen des norwegischen Jazzforums. Für sein mit Knut Riisnas eingespieltes Album „Featuring John Scofield and Palle Danielsson“ erhielt er 1992 den norwegischen Schallplattenpreis. Von der Vereinigung norwegischer Jazzmusiker wurde er 1993 zum „Jazzmusiker des Jahres“ erklärt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Dorham Diskographie bei jazzdisco.org