Jona (Fluss)

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Jona
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Jona zwischen Rüti ZH und Rapperswil-Jona

Jona zwischen Rüti ZH und Rapperswil-Jona

Daten
Gewässerkennzahl CH: 571
Lage Kanton Zürich, Kanton St. Gallen, Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Limmat → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle Bachtel, Gibswil (Fischenthal)
47° 19′ 19″ N, 8° 53′ 34″ O47.321868.89265950
Quellhöhe 950 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Rapperswil-Jona in den Obersee (Zürichsee)47.2154718.843883406Koordinaten: 47° 12′ 56″ N, 8° 50′ 38″ O; CH1903: 706444 / 230346
47° 12′ 56″ N, 8° 50′ 38″ O47.2154718.843883406
Mündungshöhe 406 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 544 m
Länge 18,8 km[1]
Einzugsgebiet 65 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einwohner im Einzugsgebiet ca. 50'000

Die Jona ist ein Fluss in den Schweizer Kantonen Zürich und St. Gallen, nach dem die gleichnamige Ortschaft Jona in der Gemeinde Rapperswil-Jona benannt ist.[2]

Von der Quelle bis zur Mündung[Bearbeiten]

Die Quelle der Jona befindet sich am Osthang des Bachtels oberhalb von Gibswil, auf Gemeindegebiet von Fischenthal. Nach einem beeindruckenden Wasserfall fliesst die Jona durch ein Tobel ostwärts nach Wald und ändert seine Richtung nach Süden durch eine steilwandige Schlucht (das Grundtal), welche die Tösstalbahn (S26 der S-Bahn Zürich) mit einem Viadukt überbrückt.

Danach fliesst die Jona nach Westen und bildet die Grenze zwischen Dürnten und Rüti, durchfliesst Tann und Rüti, wo die beiden Dorfbäche Joweid und Schwarz in das Flüsslein münden. Nochmals ändert der Fluss seine Richtung, fliesst südlich (und leicht mäandernd) durch Rüti, wo ihm bis zur Grenze von Jona, durch den sogenannten Joner Wald, weitgehend die Bahnstrecke (S5 und S15) folgt. Das Flussbett nimmt hier nochmals mehrere Richtungsänderungen vor und quert u.a. die Oberlandautobahn (A53). Nun auf Gemeindegebiet von Rapperswil-Jona, strebt die Jona nach der S-Bahn Zürich Haltestelle Jona auf relativ direktem Weg durch das Joner Gemeindegebiet, bildet ein kleines Flussdelta und mündet bei Busskirch (Jona SG, beim Seebad Stampf) in den oberen Zürichsee.

Gemeinden entlang der Jona[Bearbeiten]

Die Jona als Quelle von Energie und Wohlstand[Bearbeiten]

Bereits im Mittelalter wurde mit Mühlen die Wasserkraft des kleinen Flusses genutzt. Als erneuerbare Energiequelle hat die Jona im 19. Jahrhundert zur Industrialisierung, insbesondere der Anliegergemeinden Wald und Rüti, und zum Wohlstand der Region und deren Textilindustrie wesentlich beigetragen.

Bedeutung des Namens[Bearbeiten]

Der Flussname Jona ist seit 834 belegt, die gleichnamige Ortschaft wird erst viel später erwähnt. Es wird angenommen, dass der Name entweder vom keltischen Jauna, die Kalte (die Jona verläuft auch heute noch weitgehend durch Waldgebiet), oder abgeleitet wird von der indogermanischen Form yamam (Gang, Lauf), in der Bedeutung von Wasserlauf. Die neusten Deutungen gehen aber davon aus, dass der Name vom indogermanischen Wort jeu stamme, was in etwa bewegen bedeutet, d.h. der althochdeutsche Flussname Jouna wurde als Jona ins Deutsche entlehnt.[3]

Kulturraum[Bearbeiten]

Bereits 812 soll ein Vorgängerbau der Pfarrkirche Jona auf einem Hügel direkt an der Jona, in deren Überschwemmungsgebiet zwischen dem Aspwald und dem Mündungsdelta am Obersee, erwähnt sein. 1259 wurden die Gebäude Wydenklösterli an einer Flussbiegung der Jona im Rütiwald, im damaligen Herrschaftsgebiet der Grafen von Rapperswil, auf Gemeindegebiet des Ortsteils Jona, unweit der Grenze zum benachbarten Rüti erbaut. Erhalten hat sich das Wissen um das einstige Kloster durch die Flurbezeichnung Klösterli, dessen Ruinen per Zufall 1953 wiederentdeckt wurden. Fragmente eines Kachelofens beispielsweise, ausgestellt im Stadtmuseum Rapperswil-Jona, erlauben einen Einblick in das Leben der Klostergemeinschaft.[4]

Hochwasser und Gefahren[Bearbeiten]

Der Fluss wurde im Zentrum des Ortsteils Jona kanalisiert. Dadurch ergeben sich sehr schnell Unterschiede betreffend dem Wasserstand. Nach einem Gewitter ist es sehr eindrücklich, die Wassermassen bei der Bühlstrasse anzusehen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jona (Fluss) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hydrologischer Atlas der Schweiz .
  2. Die Angaben basieren weitgehend auf der alamannischsprachigen Wikipedia, mit einigen Ergänzungen.
  3. Quelle: Website detten.ch, Geschichte von Jona: Die Jona sowie Bildergalerie
  4. Hexenprozess um letzte Oberin vom Wydenklösterli, Ausstellung Rütner Klosterschatz: Nach 484 Jahren 'Exil' - erstmals 'Heimaturlaub, Ortsmuseum und Chronik der Gemeinde Rüti.