Der letzte Detektiv

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Produktionsdaten
Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Produktionsjahr: 1984–2001, 2008
Genre: Science-Fiction / Krimi
Folgen: 42
Verlag/Label: Bayerischer Rundfunk (Folgen 1–40), Kanzlei Dr. Bahr (Folgen 41–42)
Mitwirkende
Autor: Michael Koser
Bearbeitung: Michael Koser
Regie: Heiner Schmidt † (Folgen 1–4), Alexander Malachovsky † (Folgen 5–16), Werner Klein (Folgen 17–42)
Musik: Frank Duval
Sprecher

Der letzte Detektiv (auch bekannt als: Jonas. Nur Jonas. Und Sam.) ist eine Science-Fiction-Krimi-Hörspielserie von Michael Koser, die insgesamt 42 Folgen umfasst und vom Bayerischen Rundfunk als Radiohörspiel produziert worden ist. 2008 wurde die Serie im Auftrag der Kanzlei Dr. Bahr mit den Folgen 41 und 42 abgeschlossen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entstehung

Nachdem der Autor Michael Koser 1978 anfing die Krimi-Hörspielserie Professor van Dusen fürs den Radiosender RIAS zu schreiben, wollte er im Frühjahr 1982 noch eine zweite Krimireihe am Markt etablieren. Diese sollte sich deutlich von seiner ersten Krimireihe abheben und nicht in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts spielen, sondern in den Anfangsjahren des 21. Jahrhunderts. Ihm kam die Idee vom letzten Detektiven Jonas, der in der Metropole Babylon mit seinem treuen Weggefährten Sam, einem sprechenden Computer lebt und Fälle löst (Sam nahm erst später konkrete Gestalt an). Dabei bevorzugte er es eine düstere Zunftsvision des 21. Jahrhunderts zu skizzieren, die „[…] nicht licht und utopisch sein würde, vielmehr finster und bedrohlich, chaotisch, absurd.“[1] Koser reichte ein erstes Exposé beim damaligen Hörspiel-Verantwortlichen des SFB Ulrich Gerhardt ein. Dieser war von der Idee überhaupt nicht begeistert, sodass sich Koser an den Bayerischen Rundfunk wandt und Erfolg hatte. Die Verantwortlichen Dieter Hasselblatt und Erwin Weigel waren von der Serienidee überzeugt und gaben die ersten Hörspielskripte in Auftrag. Im Sommer 1983 schrieb Koser die erste Folge Testmarkt und ein Jahr später waren die ersten vier Skripte verfasst. Im Oktober und November 1984 wurden schließlich die ersten Folgen ausgestrahlt.

[Bearbeiten] Handlung

Die Handlung spielt in einer zukunftsgezeichneten, fiktiven Welt der Jahre 2009 bis 2017, in der von Korruption und Verbrechen zerfressenen Metropole Babylon inmitten der Vereinigten Staaten von Europa. Dort lebt Jonas, nur Jonas, der letzte Detektiv seiner Art, ein unverbesserliche Nostalgiker zusammen mit seinem hilfsbereiten, wie enervierender und höchst sprachbegabten Computer Sam. Dabei lösen sie Fälle, aus den Bereichen der Wirtschaftskriminalität und Korruption, Umweltverschmutzung und der skrupellosen Ausbeutung der Unterschicht (z. B. durch Organhandel und Snuff-Filme).

Schon damals in den 1980er Jahren, den Anfangsjahren der Serie, hat der Autor Michael Koser den Euro als Währungseinheit eingeführt (damals noch als ECU bezeichnet). In Folge 2 Safari wird auch der Cent als Untereinheit erwähnt.

[Bearbeiten] Produktion

Der letzte Detektiv ist die erfolgreichste Hörspielserie des Bayerischen Rundfunks seit Dickie Dick Dickens in den 1950er-Jahren.

Zwei neue Folgen sind im Oktober und November 2008 erschienen. Diese wurden im Gegensatz zu den früheren öffentlich-rechtlichen Produktionen des Bayerischen Rundfunks aus privater Hand finanziert und als kostenloser Download ins Internet gestellt. [2]

[Bearbeiten] Literarische Einordnung und filmische Anmerkungen

Die Krimireihe zeichnet sich durch ihren schwarzen Humor aus. Dem Hörer wird vor Augen geführt, was unter dem Begriff Endzeitstimmung zu verstehen ist. Es werden Motive aus Filmen mit Humphrey Bogart, wie Casablanca und Film-Noir-Titeln wie Die Spur des Falken aufgegriffen.

Parallelen lassen sich zudem beispielsweise ziehen zu

  • Cyberpunk- bzw. Cyberspace-Romanen, welche ausgehend von den Umwälzungen in Wirtschaft und Computertechnik eine Welt beschreiben, die der von Jonas nicht ganz unähnlich ist.

[Bearbeiten] Folgenindex

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Michael Koser: Jonas - Der letzte Detektiv. In: www.profvandusen.com, Mai 2006. Abgerufen am 4. März 2012.
  2. Pressemitteilung der Kanzlei Dr. Bahr
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