Joost Swarte

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Joost Swarte (2015)
Toneelschuur in Haarlem

Joost Swarte (* 24. Dezember 1947 in Heemstede) ist ein niederländischer Illustrator, Comiczeichner und Designer. Er führte 1976 den Begriff Ligne claire für den Zeichenstil Hergés ein[1] und zählt mit seinen farbigen, deutlich konturierten Zeichnungen zu den Vertretern der Nouvelle ligne claire.[2]

Leben[Bearbeiten]

Joost Swarte studierte Industriedesign in Eindhoven, mit dem Zeichnen von Comics begann er Ende der 1960er Jahre, wobei er amerikanische Underground-Comics, europäische Kunstrichtungen wie Bauhaus, De Stijl und Art déco mit seinem Vorbild Hergé verknpfte.[3] Sein zeichnerisches Werk ist klein, da er auch in anderen Gebieten reüssierte. So gab er das Magazin Modern Papier heraus, das später in dem Comic-Magazin Tante Leny Presenteert aufging.

Er schuf nicht nur Comicserien wie Katoen en Pinbal, Jopo de Pojo, Anton Makassar, Dr Ben Cine und Niet Zo, Maar Zo, sondern auch Illustrationen, Poster, Platten- und Magazincover für Vrij Nederland, das belgische Magazin Humo und das italienische Architekturmagazin Abitare. Nach seiner Teilnahme am Festival International de la Bande Dessinée d'Angoulême 1980 erlangten seine Comics auch internationale Aufmerksamkeit und wurden ins Englische, Französische, Spanische, Italienische und Deutsche übersetzt. Die Werkübersicht Swarte, Hors Serie, wurde 1984 von Futuropolis veröffentlicht. Er arbeitete für das amerikanische Magazin RAW und zeichnete Titelblätter für The New Yorker. Swarte gehörte zu den Initiatoren des niederländischen Comicfestivals Stripdagen Haarlem.

Als Designer entwickelte Swarte überwiegend Möbel, er arbeitete auch an Glasfenstern und Wandmalereien. In Haarlem gestaltete er gemeinsam mit dem Architekturbüro Mecanoo das Theatergebäude De Toneelschuur. Zudem entwarf er das Design des 2009 in Louvain-la-Neuve eröffneten Hergé-Museums.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joost Swarte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andreas C. Knigge: Alles über Comics. Europa Verlag 2004. S. 227.
  2. Andreas C. Knigge: Comic-Lexikon. Ullstein 1988. S. 419.
  3. cg: Joost Swarte, Zeichner und Gestalter, in: NZZ, 14. Februar 2015, S. 22
  4. Kurztext zur Retrospektive in der städt. Galerie Erlangen 2004.
  5. Hans-Dieter Fronz, Badische Zeitung, 27. Januar 2015: Cartoonmuseum Basel zeigt Werke von Joost Swarte, [1]