Jorma Rissanen

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Jorma Johannes Rissanen (* 20. Oktober 1932 in Pielisjärvi, Finnland)[1] ist ein US-amerikanischer Informationstheoretiker.

Rissanen studierte an der Technischen Universität Helsinki mit dem Abschluss als Diplomingenieur 1956, dem Techniker-Lizenziat 1960 und der Promotion in Kontrolltheorie und Mathematik 1965. Er forscht seit 1960 bei IBM. 1973/74 war er Professor für Kontrolltheorie an der Universität Linköping. Nach seiner Zeit bei IBM war er am Helsinki Institute of Science and Technology und an der Technischen Universität Tampere.

1978 führte er Minimum Description Length ein und er war Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre ein Pionier in Arithmetischer Kodierung.

1993 erhielt er die Richard-W.-Hamming-Medaille, 1998 den Golden Jubilee Award for Technological Innovation der IEEE Information Theory Society und 2009 den Claude E. Shannon Award. 2006 hielt er die Kolmogorov Lecture an der Universität London. 1992 wurde er Ehrendoktor der Technischen Universität von Tampere in Finnland. Er ist Fellow der IEEE.

Schriften[Bearbeiten]

  • Information theory and complexity in statistical modeling, Springer Verlag 2007
  • Generalized Kraft Inequality and Arithmetic Coding, IBM Journal of Research and Development 20, 1976, S. 198–203
  • mit G. G. Langdon Jr. Arithmetic coding, IBM Journal of Research and Development 23, 1979, S. 149–162
  • Modeling by shortest data description, Automatica, Band 14, 1978, S. 465–658 (Minimal Description Length)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebensdaten nach American Men and Women of Science, Thomson Gale 2004