José Albrecht

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José Albrecht
Rafael Albrecht.jpg

José Albrecht (1968)

Spielerinformationen
Voller Name José Rafael Albrecht
Geburtstag 23. August 1941
Geburtsort San Miguel de TucumánArgentinien
Position Abwehrspieler
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1960–1962
1963–1970
1971–1974
1974–1975
Estudiantes de La Plata
CA San Lorenzo
Club León
CF Atlas
70 0(0)
229 (56)
145 (36)
62 0(3)
Nationalmannschaft
1961–1969 Argentinien 39 0(3)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

José Rafael Albrecht (* 23. August 1941 in San Miguel de Tucumán) ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler, der mit der Nationalmannschaft seines Heimatlandes an den Fußball-Weltmeisterschaften 1962 und 1966 teilnahm.

Karriere[Bearbeiten]

Vereinskarriere[Bearbeiten]

José Albrecht, geboren 1941 in San Miguel de Tucumán, der Hauptstadt der argentinischen Provinz Tucumán, begann seine fußballerische Laufbahn im Jahre 1960 bei Estudiantes de La Plata. Er spielte zwei Jahre lang bei dem Anfang der Sechzigerjahre wenig erfolgreichen Provinzverein, bevor er nach siebzig Spielen und keinem Tor für den späteren viermaligen Sieger der Copa Libertadores zu CA San Lorenzo de Almagro in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires wechselte. Bei San Lorenzo verbrachte er die längste Zeit seiner Laufbahn und machte 229 Spiele im Ligabetrieb für den Verein aus dem Viertel Almagro. Mit CA San Lorenzo de Almagro, wo er unter Anderem zusammen spielte mit anderen argentinischen Fußballgrößen der damaligen Zeit wie etwa Roberto Telch, Rubén Ayala oder Rodolfo Fischer, gewann Albrecht im Jahre 1968 die argentinische Fußballmeisterschaft, nachdem im Campionato Metropolitano Estudiantes de La Plata im Endspiel mit 2:1 bezwungen wurde. Bei diesem Meisterschaftsgewinn gelang es CA San Lorenzo de Almagro, kein einziges Ligaspiel zu verlieren. Die Meisterschaft von 1968 blieb die Einzige für José Albrecht, er verließ San Lorenzo zwei Jahre darauf nach 229 Spielen und 56 Toren, einer für einen Abwehrspieler beachtlichen Quote, den Verein und schloss sich dem Club León aus Mexiko an. Mit dem Verein aus León gewann er in den Jahren 1971 und 1972 zweimal die Copa Mexiko sowie 1971 den mexikanischen Supercup. Er spielte insgesamt 293 Spiele im mexikanischen Ligabetrieb für den Verein, für den er von 1970 bis 1974 aktiv war. Im letztgenannten Jahr ging Albrecht zu CF Atlas, wo er von 1974 bis 1975 seine Karriere ausklingen ließ.

Während seiner gesamten Karriere machte José Albrecht 506 Ligaspiele in Argentinien und Mexiko und erzielte 95 Tore, was ihm den siebten Platz in der Liste der torgefährlichsten Abwehrspieler, geführt von der International Federation of Football History & Statistics, einbrachte.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

José Albrecht wurde zwischen 1961 und 1969 39 Mal in der argentinischen Fußballnationalmannschaft eingesetzt. Ihm gelangen dabei drei Tore. Von Nationaltrainer Juan Carlos Lorenzo wurde er ins Aufgebot der Argentinier für die Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile berufen. Allerdings wurde er bei der Endrunde nicht eingesetzt, während die argentinische Mannschaft bereits nach der Vorrunde scheiterte. Vier Jahre darauf stand er erneut im Kader für eine Fußball-Weltmeisterschaft und diesmal war José Albrecht auch Stammspieler. Er wurde von Lorenzo in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Spanien (2:1) und Deutschland (0:0) eingesetzt. Das dritte Vorrundenspiel gegen die Schweiz verpasste er nur aufgrund eines in der Partie gegen Deutschland erhaltenen Platzverweises.[1] Nach Ablauf der Sperre war er für das Viertelfinale gegen Gastgeber England wieder spielberechtigt und machte, bedingt durch das Ausscheiden seiner Mannschaft nach dem 0:1, sein letztes WM-Spiel am 23. Juli 1966 im Villa Park von Birmingham. Eine dritte Weltmeisterschaftsteilnahme erreichte Albrecht nicht mehr, da Argentinien sich nicht für das Weltturnier in Mexiko 1970 qualifizieren konnte. Außerdem beendete er seine Nationalmannschaftslaufbahn bereits 1969.

Erfolge[Bearbeiten]

Metropolitano 1968 mit CA San Lorenzo

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Benjamin Knaack: Die großen WM-Duelle mit Argentinien: Als sich die Stollen in Wolfgang Webers Schenkel bohrten. in: Spiegel Online. 11. Juli 2014.

Weblinks[Bearbeiten]