José Gaspar Rodríguez de Francia

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José Gaspar Rodríguez de Francia, "El Supremo"
José Gaspar Rodríguez de Francia, "El Supremo"

José Gaspar Tomás Rodríguez de Francia (* 1766 in Asunción; † 1840) war Diktator von Paraguay (1814-1840).

Rodríguez de Francia studierte in Argentinien an der Universidad Nacional de Córdoba Theologie und war anschließend als Anwalt in Asunción tätig. Er war eine der führenden Persönlichkeiten im Kampf Paraguays um die Unabhängigkeit von Spanien (1811). Nach Erlangung der Unabhängigkeit wurde er in den Verwaltungsrat gewählt. Rodríguez de Francia regierte von 1814 bis zu seinem Tod 1840 als Diktator in Paraguay. Er zwang die spanische Oberschicht bei Strafe der Verbannung zu Mischehen mit Guaranís, Mulatten oder Schwarzen und führte sein Land in einen radikalen Autarkismus - es wurde nichts importiert und lediglich Mate-Tee exportiert, Ausländer durften das Land nicht betreten. Diese Politik führte dazu, dass es in Paraguay kaum Armut gab - allerdings auch keinen Reichtum - und soetwas wie ein lateinamerikanischer Sonderweg eingeschlagen wurde, der eine Abkehrung vom von Großbritannien in Lateinamerika geförderten Marktliberalismus darstellte. Doch stellte das persönliche Regiment Francias auch einen verheerenden Präzedenzfall für die Zukunft dar, denn erstens hinterliess er quasi keinen existierenden Verwaltungsapparat, wodurch in der Folge nur persönliche Diktaturen starker Militärherrscher möglich waren, und außerdem glaubte man noch lange in Paraguay, dass die Diktatur die einzig mögliche und sinnvolle Regierungsform sei.

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