José López Portillo

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López Portillo 1979

José López Portillo y Pacheco (* 16. Juni 1920 in Mexiko-Stadt; † 17. Februar 2004 in Mexiko-Stadt) war Präsident Mexikos (1. Dezember 1976 bis 30. November 1982).

Leben[Bearbeiten]

López Portillo war der Sohn von José López Portillo y Weber und dessen Ehefrau Rosario Pacheco. Er studierte Jura an der Universidad Nacional Autónoma de México und war dort ab 1954 Professor, zuerst für Staatstheorie, danach für politische Wissenschaft. 1959 wurde er Mitglied des PRI; 1973-1975 war er Finanzminister unter Luis Echeverría, 1976-1982 sein Nachfolger als Staatspräsident von Mexiko.

Durch eine Steigerung der Erdölexporte florierte anfänglich unter seiner Präsidentschaft die Wirtschaft; später kam es aber zu hohen Staatsschulden und sozialen Spannungen. Im letzten Jahr seiner Regierung wurde Mexiko, bedingt durch eine galoppierende Inflation und international stark fallende Erdölpreise, zahlungsunfähig. Am 1. September 1982 verstaatlichte er die mexikanischen Banken.

López Portillo wurde erhebliche Korruption vorgeworfen. So bezeichnete z. B. die New York Times es in ihrem Nachruf als ein Symbol der politischen Dekadenz, dass er seine Mätresse, Rosa Luz Alegría, nicht nur zur Tourismus-Ministerin gemacht, sondern ihr auch für zwei Millionen US-Dollar ein Haus gekauft hatte.

Familie[Bearbeiten]

José López Portillo war zweimal verheiratet, zuerst mit Carmen Romano, einer Nichte des Malers Francisco Romano Guillemín, mit der er drei gemeinsame Kinder namens José Ramón, Carmen und Paulina hatte, und danach mit der Schauspielerin Sasha Montenegro, mit der er weitere zwei Kinder hatte.

Seine Schwester war die Autorin Margarita López Portillo. Er machte sie zur Direktorin aller mexikanischen Filmstudios und Rundfunksender.

Ehrungen[Bearbeiten]

Durch den luxemburgischen Großherzog Jean wurde er am 19. September 1980 in den Nassauischen Hausorden vom Goldenen Löwen aufgenommen.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: José López Portillo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jean Schoos: Die Orden und Ehrenzeichen des Großherzogtums Luxemburg und des ehemaligen Herzogtums Nassau in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag der Sankt-Paulus Druckerei AG. Luxemburg 1990. ISBN 2-87963-048-7. S. 345.