José Luis Bustamante y Rivero

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José Luis Bustamante y Rivero (* 15. Januar 1894 in Arequipa; † 11. Januar 1989 in Lima) war ein peruanischer Politiker, Rechtsanwalt und Schriftsteller. Peruanischer Präsident war er von 1945 bis 1948.

José Luis Bustamante y Rivero studierte in Lima Jura. Von 1921 bis 1934 war er Professor in Arequipa. Neben anderen bedeutenden öffentlichen Ämtern übernahm er 1930 die des Erziehungsministers in der Regierung von Luis Miguel Sánchez Cerro. Außerdem war er Botschafter in Bolivien und bevollmächtigter Minister in Uruguay.

1945 gewann José Luis Bustamante y Rivero die Präsidentschaftswahl als Kandidat des Frente Democrático Nacional (mit Unterstützung der linksgerichteten APRA). Er regierte mit einer in der peruanischen Geschichte seltenen Rechtstreue, worauf seine Regierung 1947 die Unterstützung des APRA verlor und unter den Druck des Militärs geriet. 1948 wurde er in einem Staatsstreich vom damaligen Minister Manuel A. Odría gestürzt und ins Exil geschickt.

1956, nachdem die acht Jahre währende Regierungszeit von Odría geendet und Manuel Prado y Ugarteche die Regierung übernommen hatte, kehrte er nach Peru zurück. Von da an übernahm er wieder öffentliche Ämter wie 1960 das des Außenministers. Von 1961 bis 1970 war er Richter am Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, darunter in den Jahren von 1967 bis 1970 als Präsident des Gerichts.

José Luis Bustamante y Rivero war entfernt mit dem Schriftsteller und späteren Präsidentschaftskandidaten Mario Vargas Llosa verwandt.