José Luis Cuerda

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José Luis Cuerda (* 18. Februar 1947 in Albacete, Spanien) ist ein spanischer Regisseur und Drehbuchautor.

Leben[Bearbeiten]

Er begann ein Jurastudium in Madrid, brach es aber nach drei Jahren ab und wurde Rundfunktechniker. Mit dieser Ausbildung fing er 1969 an, beim öffentlichen spanischen Fernsehen zu arbeiten, wo er fünf Jahre lang über 500 Dokumentarfilme für den Nachrichtendienst drehte. Zwischen 1985 und 1987 arbeitete er als Assistent an der Fakultät für bildende Künste der Universität Salamanca. Nach einigen Kurzfilmen gelingt es ihm 1982, Finanzierung für seinen ersten Film Pares y nones zu bekommen. Mit diesem Film wurde er einer der wichtigsten Vertreter der sogenannten Madrider Komödie (comedia madrileña), die sich großer Beliebtheit im Spanien der 80er Jahre erfreute. Sein nächster Film, El bosque animado (1987), setzte eine neue Schaffensphase Cuerdas an, die sich durch den Rekurs auf einen surrealistischen Humor kennzeichnet. Ein Jahr später, 1988, kam der Film in die Kinos, der ihn als kompetenten Filmemacher konsolidieren würde (Amanece que no es poco). Mit Así en la tierra como en el cielo (1995) rundete er eine Art Triptychon ab, dessen Grundlage ein skurriler Humor ist.

Mit Die Zeit der Schmetterlinge (1999) schuf er eine Geschichte über die Beziehung eines Kindes zu seinem Lehrer, die politisch durch den Beginn des spanischen Bürgerkrieges überschattet wird.

Er ist auch als Entdecker und Mäzen von Alejandro Amenábar bekannt. So produzierte Cuerda beispielsweise Amenábars Filme Tesis – Der Snuff-Film, The Others und Virtual Nightmare – Open Your Eyes. 2008 wurde sein Spielfilm Los girasoles ciegos als offizieller spanischer Beitrag für eine Nominierung um den besten fremdsprachigen Film bei der Oscarverleihung 2009 ausgewählt.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1977: Mala racha
  • 1982: Pares y nones
  • 1985: Total
  • 1987: El Bosque Animado
  • 1988: Amanece, que no es poco
  • 1991: La viuda del Capitán Estrada
  • 1993: Tocando fondo
  • 1995: Así en el cielo como en la tierra
  • 1999: Die Zeit der Schmetterlinge (La lengua de las mariposas)
  • 2000: Primer amor
  • 2004: ¡Hay motivo! (Segment Por el mar corre la liebre)
  • 2006: La educación de las hadas
  • 2008: Los girasoles ciegos (Die blinden Sonnenblumen)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Offizielle Auswahlliste der fremdsprachigen Spielfilme mit englischen Titeln (englisch; aufgerufen am 22. Oktober 2008)