José Manuel de la Sota

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José Manuel de la Sota (2007)

José Manuel de la Sota (* 28. November 1949 in Córdoba) ist ein argentinischer Politiker des Partido Justicialista (PJ). Er ist seit Dezember 2011 Gouverneur der Provinz Córdoba; das Amt hatte er ebenfalls zwischen 1999 und 2007 inne.

Leben[Bearbeiten]

Frühe politische Aktivitäten[Bearbeiten]

De la Sota studierte Jura an der Universidad Nacional de Córdoba. Als junger Anwalt widmete er sich besonders dem Verteidigen politischer Gefangener, die während des Verbots der Peronistischen Partei zwischen 1955 und 1972 wegen ihrer peronistischen Ideologie inhaftiert waren. Zwischen 1973 und dem Militärputsch 1976 war er Sekretär im Bürgermeisteramt von Córdoba.

Erneuerungsbewegung und Wahlniederlagen[Bearbeiten]

Nachdem 1983 die Demokratie wiederhergestellt war, kandidierte De la Sota für das Amt des Bürgermeisters von Córdoba, scheiterte jedoch gegen Ramón Bautista Mestre (UCR). 1985 wurde er in die Abgeordnetenkammer des Nationalkongresses gewählt. Während dieser Zeit spaltete sich die PJ; De la Sota schloss sich dem Flügel der Erneuerer (Renovación Peronista) an, die mit der Christdemokratischen Partei kooperierte und zeitweise die Traditionalisten verdrängte. 1987 kandidierte er für diese Allianz für das Amt des Gouverneurs von Córdoba. Er scheiterte nur knapp gegen Eduardo Angeloz (UCR).

Mit der Präsidentschaftswahl 1989 und der Machtübernahme von Carlos Menem, der keinem der Flügel angehörte aber von zahlreichen Traditionalisten unterstützt worden war, zerfiel die peronistische Erneuerungsbewegung, als sich mehrere ihrer führenden Mitglieder hinter Menem stellten. De la Sota wurde zwar erneut für die PJ ins Abgeordnetenhaus gewählt, nahm aber ab 1990 den Posten des Botschafters in Brasilien an. 1991 scheiterte er erneut in der Wahl zum Gouverneur von Córdoba, wieder gegen Angeloz. Er erhielt wegen des erneuten Scheiterns in einer Wahl den Beinahmen Ewiger Verlierer und verglich sich in einer später berühmt gewordenen Reaktion auf die Niederlage mit Abraham Lincoln, der ebenfalls vor seinem Amtsantritt mehrere Wahlen verloren hatte.[1] Zwischen 1995 und 1999 war De la Sota Senator im argentinischen Kongress.

Gouverneur von Córdoba[Bearbeiten]

Am 20. Dezember 1998 gewann De la Sota die Gouverneurswahlen von Córdoba mit fast 50 % der Stimmen und schlug damit Ramón Bautista Mestre (UCR), gegen den er 1983 den Kürzeren gezogen hatte.[2] Sein Vizegouverneur Germán Kammerath (UCeDe) kündigte den Posten schon ein Jahr später und wurde zum Bürgermeister der Stadt Córdoba gewählt.

2003 erlangte er die Wiederwahl als Gouverneur von Córdoba mit 51,6 %.[3] Ab 2002 kam es zu einem Streit mit dem PJ-Politiker Luis Juez, der von ihm als Anti-Korruptionsanwalt eingesetzt worden war und Personen in De la Sotas Regierung und seinem persönlichen Umfeld der Korruption beschuldigte. De la Sota entließ daraufhin Juez.[4] Dieser gründete daraufhin die Regionalpartei Partido Nuevo und profilierte sich als Bürgermeister der Stadt Córdoba zum zeitweise wichtigsten Oppositionsführer gegen die Regierung des PJ unter De la Sota.

Zur nächsten Gouverneurswahl 2007 konnte De la Sota wegen der Beschränkung auf zwei Amtszeiten hintereinander nicht antreten. Der Vizegouverneur ab 2003, Juan Schiaretti, gewann die Wahl knapp gegen Luis Juez, der daraufhin das Wahlergebnis erfolglos anzufechten versuchte.[5] Zwischen 2007 und 2011 war De la Sota erneut Botschafter Argentiniens in Brasilien.

2011 wurde er erneut zum Gouverneur von Córdoba gewählt, diesmal mit 42 % der Stimmen. Sein Widersacher Juez rutschte in der Wählergunst ab und erhielt 29 %.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Un aliado de todos los peronismos, La Nación, 8. August 2011
  2. El PJ logró un triunfo resonante en Córdoba, La Nación, 21. Dezember 1998
  3. De la Sota reelecto, Telediario Digital, 9. August 2003
  4. El Gobierno sacó de su cargo al fiscal Anticorrupción, La Voz del Interior, 10. Oktober 2002
  5. La Justicia ratificó el triunfo de Schiaretti, La Voz del Interior, 18. Oktober 2007
  6. De la Sota, gobernador por tercera vez, La Voz del Interior, 8. August 2011

Weblinks[Bearbeiten]