José María Ruiz Mateos

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José María Ruiz Mateos (* 14. April 1931 in Rota) ist ein spanischer Unternehmer.

Während der Amtszeit Felipe González' wurde sein Firmenkonsortium Rumasa 1983 durch die spanische Regierung verstaatlicht. Seitdem hat Ruiz Mateos mehrere Klagen geführt, um die Enteignung anzufechten.

Biographie[Bearbeiten]

Ruiz Mateos studierte an der Escuela de Comercio de Jerez. Er begann seine unternehmerische Laufbahn sehr jung als Weinexporteur nach Großbritannien. Gemeinsam mit seinen Brüdern gründete er die Holding Rumasa. Zum Zeitpunkt der Enteignung 1983 bestand die Gruppe aus 700 Unternehmen, hatte ca. 65.000 Angestellte und einen jährlichen Umsatz von 350 Milliarden Peseten. Die Regierung begründete die Enteignung mit der Gefahr eines Zusammenbruchs der Unternehmensgruppe durch den ständigen unkontrollierbaren Zukauf von weiteren Unternehmen und die davon ausgehende Gefahr für die Gesamtwirtschaft Spaniens.

Ruiz Mateos verließ Spanien 1983, wurde aber 1985 von der BRD an Spanien ausgeliefert, wo er wegen Devisenvergehen, Betrugs und Unterschlagung angeklagt wurde.

Er war Mitglied bei Opus Dei.

Nach der Entlassung aus dem Gefängnis gründete er seine eigene Partei, mit der er 1989 in das Europa-Parlament gewählt wurde.

Es gab weiterhin verschiedene Gerichtsverfahren gegen Ruiz Mateos. 1995 verurteilte ihn die Audiencia Provincial de Madrid wegen "Verschleierung von Vermögenswerten" zu 3 Jahren Gefängnis.

Ruiz Mateos gründete eine neue Holding, die Nueva Romasa.

Am 17. Februar 2011 wurden die 10 größten Unternehmen der Nueva Rumasa Gruppe für zahlungsunfähig erklärt. Im Jahr 2012 läuft eine weitere Anklage gegen Ruiz Mateos. Ihm wird vorgeworfen, Geld aus Nueva Romasa abgezogen zu haben, um auf diese Weise den "hohen Lebensstandard" seiner Familie zu finanzieren.