Josef Bierbichler

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Josef Bierbichler bei der Präsentation seines Buches Mittelreich auf dem Blauen Sofa (Club Bertelsmann, 2011)

Josef „Sepp“ Bierbichler (* 26. April 1948 in Ambach, heute Gemeinde Münsing) ist ein deutscher Schauspieler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Josef Bierbichler stammt aus einer Landwirtsfamilie aus Ambach am Starnberger See. Bereits als Kleinkind besuchte er eine Theaterschule im Nachbarort Holzhausen. Nach seiner Zeit in der Volksschule und einem zehnjährigen Internatsaufenthalt absolvierte er die Hotelfachschule.

Sein erstes Engagement als Schauspieler hatte Bierbichler in Holzhausen am Starnberger See. Dort entdeckten ihn Pamela Wedekind und Rudolf Noelte, die ihn ans Münchner Residenztheater holten. Einen großen Publikumserfolg konnte er mit dem Stück Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben feiern, das 1975 auch für das Fernsehen inszeniert wurde. 1976 lernte Josef Bierbichler den Dramatiker und Regisseur Herbert Achternbusch kennen, mit dem er eine Wohngemeinschaft in Ambach gründete. Zusammen mit seiner Schwester Annamirl Bierbichler war er Darsteller in einigen Filmen von Achternbusch. 1980/81 ging er ans Mitbestimmungstheater am Schauspiel Frankfurt.

In der Verfilmung von sechs Geschichten aus Ferdinand von Schirachs Erzählband Verbrechen für das ZDF spielte Bierbichler die Hauptrolle des Anwalts Friedrich Leonhardt.[1]

2012 sprach er den Joe Hynes im Hörspiel Ulysses nach James Joyce, das mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden das bislang längste Hörspiel des Südwestrundfunks und eine der aufwendigsten Hörspielproduktionen der ARD ist.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1976: Herz aus Glas – Regie: Werner Herzog
  • 1976: Die Atlantikschwimmer – Regie: Herbert Achternbusch
  • 1977: Bierkampf – Regie: Herbert Achternbusch
  • 1977: Servus Bayern – Regie: Herbert Achternbusch
  • 1977: Tatort - Schüsse in der Schonzeit
  • 1979: Woyzeck – Regie: Werner Herzog
  • 1981: Mein Freund der Scheich (TV-Film)
  • 1981: Der Neger Erwin – Regie: Herbert Achternbusch
  • 1982: Das Gespenst – Regie: Herbert Achternbusch
  • 1983: Mitten ins Herz (TV-Film)
  • 1986: Heilt Hitler – Regie: Herbert Achternbusch
  • 1987: Triumph der Gerechten [auch Regie]
  • 1988: Wohin? – Regie: Herbert Achternbusch
  • 1991: Wildfeuer – Regie: Jo Baier
  • 1993: Die tödliche Maria – Regie: Tom Tykwer
  • 1995: Dicke Freunde (TV-Film)
  • 1997: Picasso in München
  • 1997: Winterschläfer – Regie: Tom Tykwer
  • 1998: Neue Freiheit - keine Jobs / Schönes München - Stillstand

Darüber hinaus wirkte Bierbichler in zahlreichen anderen Fernsehproduktionen und Theaterinszenierungen mit.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Filmporträt[Bearbeiten]

  • Bierbichler. Porträt, Deutschland, 2007, 44 Minuten, Buch und Regie: Regina Schilling, Produktion: zero one film, BR, SWR, Kinostart: 13. März 2008 (90 Min.), Erstsendung: 26. April 2008 beim BR, Besprechungen von nachtkritik.de.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Josef Bierbichler – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alexander Krei: ZDF: Schirachs "Verbrechen" wird neue Miniserie auf DWDL.de, abgerufen am 5. September 2011.
  2. DDP: Josef Bierbichler mit Theaterpreis Berlin 2008 ausgezeichnet, vom 18. Mai 2008, Abgerufen am 19. Mai 2008