Josef Göppel

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Josef Göppel (2012)

Josef Göppel (* 16. August 1950 in Rauenzell) ist ein deutscher Politiker (CSU).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf [Bearbeiten]

Nach der Mittleren Reife 1966 begann Göppel eine Berufsausbildung in der Forstwirtschaft, die er 1969 mit der ersten und 1972 mit der zweiten Staatsprüfung für den gehobenen technischen Forstdienst beendete. Von 1973 bis 1994 war er dann als Förster im Revierdienst tätig.

Josef Göppel ist seit 1977 verheiratet und hat vier Töchter.

Partei [Bearbeiten]

Göppel trat 1970 in die CSU ein. Er engagiert sich vor allem in der Umweltpolitik und ist seit 1991 Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt und Landesentwicklung der CSU. Göppel gehört außerdem dem Beirat des überparteilichen Fördervereins Ökologische Steuerreform an.

Abgeordneter [Bearbeiten]

Von 1972 bis 2004 war Göppel Mitglied des Stadtrates seines Heimatortes Herrieden, wo er von 1984 bis 2002 Vorsitzender der CSU-Fraktion war. Daneben gehörte er von 1974 bis 1994 dem Bezirkstag von Mittelfranken an.

Von 1994 bis 2002 war Göppel Mitglied des Bayerischen Landtages.

Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier ist er Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Josef Göppel ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ansbach in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 54,3 % der Erststimmen.

Positionen [Bearbeiten]

In der Abstimmung am 28. Oktober 2010 über die Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke hat Josef Göppel als einer von fünf Abgeordneten der Union gegen die Verlängerung gestimmt. [1]

Josef Göppel ist Kritiker des Bahnhofsprojektes Stuttgart 21. In Zeiten knapper Haushalte hält er für wichtiger, dass kostengünstigere Alternativen geprüft und umgesetzt werden. Gleichzeitig setzt er sich für die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken in seinem Wahlkreis ein.

Göppel hält „Windstrom für die billigste neue Stromerzeugungsart“.

Josef Göppel stimmte im Deutschen Bundestag bei der Abstimmung über die Erweiterung des Europäischen-Rettungsfonds EFSF am 29.September 2011 gegen eine Erweiterung.

Im Juni 2012 wandte er sich in einem offenen Brief an seine Fraktion und argumentierte in der Debatte um Strompreiserhöhungen, dass die EEG-Umlage nur zu einem geringen Teil für die Strompreissteigerungen verantwortlich sei. So habe der durchschnittliche Haushaltsstrompreis im Jahr 2000 bei einer EEG-Umlage von 0,2 ct/kWh bei 14 ct/kWh gelegen, 2012 betrage der Haushaltsstrompreis 26 ct/kWh, während die EEG-Umlage auf 3,6 ct/kWh gestiegen sei. "Der Großteil der Strompreiserhöhung fand also unbeeinflusst von der EEG-Umlage statt." Zugleich sei zwischen 2011 und 2012 der Terminmarktpreis an der Strombörse EEX durch die Erneuerbaren Energien von 6,2 auf 5,0 Cent pro kWh gefallen. Dies würde aber nicht an die Kunden weitergeben.[2][3]

Ehrungen [Bearbeiten]

  • Josef Göppel erhielt 2003 den Herbert-Gruhl-Preis, der von der gleichnamigen Stiftung seit 2001 alle zwei Jahre vergeben wird.
  • Am 29. Juli 2010 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://www.goeppel.de/neuigkeiten/nachricht/article/342/goeppel-stimm-1.html
  2. Wird die Energiewende zurückgedreht?. Offener Brief von Josef Göppel. Abgerufen am 11. Juni 2012.
  3. Energie-Zoff in der Union. Göppel sieht "Strom-Kampagne". In: n-tv, 11. Juni 2012. Abgerufen am 11. Juni 2012.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Josef Göppel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien