Josef Zeitler

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Selbstbildnis Josef Zeitlers
auf seinem Grabmal.

Josef Zeitler (* 24. September 1871 in Fürth; † 24. März 1958 in Stuttgart) war ein deutscher Bildhauer in Stuttgart, der vor allem durch die bildhauerische Ausschmückung von Bauwerken in Stuttgart und Württemberg bekannt wurde.

Nach seiner Schulzeit in Fürth und einer vierjährigen Lehrzeit als Bildhauer und Schreiner in Gütersloh begab sich Josef Zeitler neun Jahre lang “auf die Walz“ quer durch Deutschland und Europa. 1897 ließ er sich in Stuttgart nieder, wo er vor allem als Architekturbildhauer mit volkstümlichen, oft humorvollen und genrehaften Kleinplastiken, aber auch mit Arbeiten für Kirchen bis zum Zweiten Weltkrieg sehr erfolgreich war. Von 1923 bis 1937 wirkte er als Professor an der Höheren Bauschule in Stuttgart. Nach dem Krieg schuf der bejahrte Künstler nur noch wenige Werke.

Leben[Bearbeiten]

Über Zeitlers Leben gibt es keine zusammenfassende Darstellung, sondern nur versprengte Anmerkungen in Zeitungsartikeln und Zeitschriftenaufsätzen. 1941 plante Zeitler eine „Selbstbiographie, die er zu seinem 70. Geburtstag als Rückschau und Rechenschaft über ein tätig bewegtes Künstlerleben veröffentlichen“ wollte.[1] Es ist nicht bekannt, ob Zeitler diese Autobiographie geschrieben hat, desgleichen ist auch nichts bekannt über den Verbleib seines Nachlasses.

Kindheit[Bearbeiten]

Josef[2] Zeitler wurde am 24. September 1871[3] im fränkischen Fürth in der Heiligen Gasse (heute Heiligenstraße) geboren, später wohnte die Familie hauptsächlich in der Schützenstraße (heute Wilhelm-Löhe-Straße). Von seiner Geburt erzählte Zeitler in seiner humorvollen Art: „Mein Vater behauptete, dass ich in einen Maßkrug hineingegangen wäre, so klein war ich und eine lange Lebendsdauer hätte mir keiner versprochen.“ Josefs Vater war der Schreinermeister A. P. Zeitler, der seinen Sohn schon früh „zu strenger beruflicher Mitarbeit“ anhielt. Das Hauptgeschäft des Vaters bestand in der Anfertigung kunstvoller Schmuckkästchen.

Zeitler besuchte bis zu seinem 13. Lebensjahr die Volksschule. Seine Mutter (1840–1880), die erste Frau seines Vaters, war „eine fromme und kunstliebende Frau“, die aus ihrem Sohn gern einen Maler gemacht hätte. Seine Lieblingsfächer waren Zeichnen, Singen, Turnen und Geographie. Ein Verwandter seiner Mutter, Vetter Kriegbaum, ein Maler und Fotograf, erteilte ihm ab seinem sechsten Lebensjahr Zeichenunterricht. Später äußerte Zeitler über ihn: „Dieser Mann mit seinem vornehmen Wesen hatte den größten Einfluß auf meine ganze Kindheit.“ Mit neun Jahren eröffnete der kleine Zeitler eine Zeichenschule für Kinder, in der „meistens ... Jumpos (Elefanten) gezeichnet“ wurden. In der kargen Freizeit, die zum Spielen übrigblieb, beschäftigte er sich am liebsten mit Zirkusspielen, Kasperletheater und Theaterspielen. Die zweite Frau seines Vaters war die jüngere Tochter von Theodor von Muncker, der von 1863 bis zu seinem Tod 1900 Bürgermeister von Bayreuth war und maßgeblich die Realisierung von Richard Wagners Festspielidee in Bayreuth vorantrieb.[4] Durch seine Stiefmutter kam Zeitler des öftern nach Bayreuth. „Der Vater dieser zweiten Frau war mit Richard Wagner eng befreundet und so kam ich fast täglich in das Haus »Wahnfried« und wurde Siegfrieds[5] guter Freund und Spielkamerad.“[6]

Lehrzeit[Bearbeiten]

Nach Beendigung der Schulzeit wurde Zeitler um 1884 mit dreizehn Jahren nach Gütersloh in Westfalen zu seinem Onkel Johann Zeitler in die Lehre geschickt, der eine gutgehende Werkstätte für Christliche Kunst betrieb. „Nach vierjähriger harter, aber auch sehr fruchtbringender Lehrzeit ... rückte er bei Nacht und Nebel von dort aus; der junge Geselle, im Bewußtsein seiner Tüchtigkeit als Steinmetz, Bildhauer, Schreiner und Drechsler mochte sich eben nicht länger als Kindermädchen, Hausknecht und Viehfütterer gebrauchen lassen.“ Bei einem Hafnermeister in Aschaffenburg lernte „in einigen Wochen auch die Technik der Keramik“.[7]

München[Bearbeiten]

Danach kam er um 1888 für einige Wochen zurück nach Fürth, um nach einem unersprießlichen Intermezzo als Schnitzer von Spiegelrahmen die „Flucht“ nach München anzutreten.[8] Hier setzte der siebzehnjährige Zeitler seine Ausbildung bei dem Bildhauer Josef Flossmann fort und kam auch in Berührung mit den renommierten Architekten Gabriel von Seidl, Emanuel von Seidl, Theodor Fischer, Friedrich von Thiersch, Georg von Hauberrisser und Hans Grässel,[9] durch die er unter anderem auch Arbeit bei der Ausschmückung des Bayerischen Nationalmuseums, des Rathauses, des Justizpalastes und der Kirche St. Anna im Lehel fand.[10]

In der bayrischen Hauptstadt arbeitet Zeitler auch in einem Atelier für Christliche Kunst. Dort lernte er den gleichaltrigen Ignatius Taschner kennen, der dort von 1889 bis 1895 an der Akademie der Bildenden Künste studierte. Taschner war ein lebenslustiger Franke wie Zeitler, und beide waren in vielerlei Hinsicht einander geistesverwandt. Beide arbeiteten in den verschiedensten Materialien, beide liebten das Kleinplastische und die volkstümlichen Genre- und Märchenmotive. Von Sebastian Kneipp erhielten sie den Auftrag, einen Altar für Bad Wörishofen zu schaffen, für beide der erste größere Auftrag. Während Zeitler auch später in seinem Kunststil der Tradition verhaftet blieb, entwickelte sich der vielseitige Taschner zum Jugendstil hin, ohne seine Neigung für volkstümliche Kunst aufzugeben.[11]

Wanderjahre[Bearbeiten]

Es ist nicht bekannt, wann Zeitler München verließ, jedenfalls begann er anschließend seine Wanderjahre, die ihn „ohne jegliche Barmittel als fahrender Geselle“[12] zu Fuß quer durch Deutschland und nach Italien, Frankreich, Holland, Belgien, Schweiz, Österreich, Ungarn, Dalmatien, England, Dänemark und Schweden führten.[13] Unterwegs verdingte er sich als Bildhauer, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und sich in seinem Beruf zu vervollkommnen. Im Zusammenhang mit der Arbeit an der Innenausstattung des Berliner Stadtschlosses hielt er sich zu Studienzwecken ein Jahr lang in Paris auf, um im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. ein Zimmer in Schloss Fontainebleau zu kopieren.[14] In Paris besuchte er die Académie Julian[15] und traf den berühmten Bildhauer Auguste Rodin, der ihn „zu seinen beiden ersten Arbeiten: figürliche Holzschnitzereien, denen eine intime humoristische Note eignete“ beglückwünschte.[16] In Brüssel arbeitete er an der künstlerischen Ausschmückung von Joseph Poelaerts Justizpalast mit und in Lüttich an der Ausgestaltung der Rathaustreppe.[17]

Auch in Deutschland arbeitete Zeitler an der Ausschmückung vieler Gebäude in vielen Städten mit, unter anderem in Berlin, wo er unter den Architekten Paul Wallot, Alfred Messel und Ludwig Hoffmann am Reichstagsgebäude und an der Staatsbibliothek sowie an der Innenausstattung des Berliner Stadtschlosses mitarbeitete. Seine Arbeit in Berlin trug ihm eine Essenseinladung ein, bei der er neben Bismarck saß, der anerkennend bemerkte: „Nun, Sie kleiner Mann haben schon Großes geleistet“.[18] Des Weiteren war er am Hamburger Rathaus beschäftigt, an den Synagogen in Mainz und Frankfurt am Main, in den Stadten Köln und Münster sowie an einer von Heinrich Jassoy erbauten Kirche in Düsseldorf. Jassoy, der auch das Stuttgarter Rathaus erbaute, empfahl ihn nach Stuttgart, wo er zusammen mit 140 anderen Bildhauern mit Arbeiten für das neue Rathaus betraut wurde.[19] Er schuf unter anderem 14 Reliefs, die heute im Depot des Stadtarchivs vor sich hin dümpeln und dem Anblick des Publikums entzogen sind.

Auf seinen Reisen lernte er wohl auch seine erste Frau kennen, die ihm zwei Töchter gebar, die ältere wurde 1893 in Köln geboren und die jüngere 1895 in Düsseldorf. Im gleichen Jahr weilte Zeitler vorübergehend in Stuttgart, wo er den Bildhauerschmuck des Hauses Mörikestraße 21 schuf.[20]

1932 zog Zeitler die Summe seiner Wanderjahre: Nachdem er sich nach München begeben hatte, begann „ein Leben voller Entbehrungen, Enttäuschungen aber auch voll reicher Erfolge. Meinem Vater kostete ich vom 14. Lebensjahr an keinen Pfennig mehr, denn ich habe weder eine Kunstakademie noch eine Kunstschule besucht, dafür jedoch bei unseren bekanntesten Meistern in deren Atelier des In- und Auslandes gearbeitet und an Bauten von Bedeutung mitgeschafft, auch alle Länder Europas bereist und sehr viel gesehen und gelernt.“[21]

Haus Reginenstraße 38, in dem Zeitler nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu seinem Tod wohnte.

Stuttgart[Bearbeiten]

1897 ließ sich Zeitler mit seiner Familie in Stuttgart nieder, wo er die ersten drei Jahre in der Alexanderstraße 170 wohnte. Bis zu seiner Evakuierung im Zweiten Weltkrieg lebte er mit seiner Familie in verschiedenen Mietwohnungen in der Innenstadt (Heusteigstraße 103, Seestraße 97, 102, 32, Jägerstraße 34, Alleenstraße 36).

1903 mietete er ein Atelier in der Roten Straße 7 (heute Theodor-Heuss-Straße), später in der Marienstraße 9, von 1911 bis 1927 drei Stockwerke im Haus Marienstraße 48a, wo auch seine Hilfsbildhauer unterkamen, die er zur Bewältigung seiner vielen Aufträge anstellte.[22] Seit 1928 bis zu seiner Emeritierung unterhielt er ein Atelier an der Höheren Bauschule und von 1941–1943 und nach dem Krieg in der Weißenburgstraße 35.[23] In den ersten Jahren ließ sich Zeitler im Adressbuch als Modelleur eintragen, später als Bildhauer, dann als Kunstbildhauermeister.[24]

In Stuttgart wurde Zeitler „mit Aufträgen überhäuft“.[25] Ab 1901 bis weit in die zwanziger Jahre wurde er oftmals mit der bildhauerischen Ausstattung von Kirchen und öffentlichen Bauwerken in Stuttgart, aber auch anderswo in Württemberg betraut (Elisabethenkirche, St. Fideliskirche, Heilandskirche, Schlachthof, Hans-Sachs-Haus, Heusteigschule, Graf-Eberhard-Bau, Salamanderbau, Markthalle, Rathaus, Kunstgebäude, Hans-im-Glück-Brunnen, Waldfriedhof, Hauptfriedhof). Bei der Stuttgarter Altstadtsanierung 1906–1909 lieferte er den Bildhauerschmuck für sämtliche neuerbauten Gebäude. Er arbeitete mit allen namhaften Architekten zusammen, unter anderem mit Theodor Fischer, Karl Hengerer, Paul Bonatz, Paul Schmohl, Albert Eitel, Martin Elsaesser, Albert Pantle und Clemens Hummel.

Lehrtätigkeit[Bearbeiten]

Egle-Bau, ehemalige Höhere Bauschule, 1876.

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg hatte Zeitler Rufe an Kunstgewerbeschulen in Köln und Berlin erhalten, die er jedoch auch auf Drängen einflussreicher Persönlichkeiten ablehnte.[26] Am 1. Juli 1923[27] oder schon 1922[28] wurde Zeitler als Professor an die Staatliche Höhere Bauschule in Stuttgart berufen, die im historischen Egle-Bau in der Schellingstraße 24 residierte, dem Bau 1 der heutigen Hochschule für Technik, der Nachfolgerin der Bauschule. Er unterrichtete an der Schule 15 Jahre lang in den Fächern Freihandzeichnen und Modellieren sowie im perspektivischen Zeichnen. Entsprechend dem Auftrag der Schule, eine praktische Ausbildung in den Bauberufen zu bieten, zog Zeitler durch seinen praxisbezogenen Unterricht den „Nachwuchs junger Architekturbildhauer zu besten Kunsthandwerkern heran“.[29] Ab 1928 unterhielt Zeitler auch sein Atelier in der Bauschule. Im Frühjahr 1937 wurde Zeitler wegen Erreichung der Altersgrenze von seinen Pflichten entbunden.[30]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Zeitler war bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 68 Jahre alt. Während des Kriegs, spätestens 1943, evakuierte Zeitler mit seiner Frau nach Kiefersfelden in Oberbayern, wo er bei dem Stuttgarter Bildhauer Emil Hipp unterkam. Hipp hatte 1933 einen Wettbewerb der Stadt Leipzig für ein monumentales Richard-Wagner-Denkmal gewonnen, das in dem neu anzulegenden Richard-Wagner-Hain errichtet werden sollte. Es ist anzunehmen, dass Zeitler, der in seiner Kindheit mit Siegfried Wagner befreundet war, an der Ausführung des Denkmals mitarbeitete, zumal Hipps Hilfskräfte zum Kriegsdienst eingezogen worden waren. Das Denkmal wurde 1944 fertiggestellt, aber nie aufgestellt.[31]

Von Kiefersfelden aus versuchte Zeitler, das Projekt eines Brunnens „Schöne Lau und Stuttgarter Hutzelmännlein“ in Stuttgart unter Dach und Fach zu bringen. Die schriftlichen Verhandlungen zogen sich hin, und nach den verheerenden Luftangriffen 1944 hatte Stuttgart andere Sorgen.[32]

Seit sich Zeitler um die Jahrhundertwende in Stuttgart niedergelassen hatte, war er über drei Jahrzehnte bestens mit Aufträgen versorgt (siehe Werkliste). Trotz seines guten Einkommens erwarb Zeitler keinen Immobilienbesitz, sondern legte mit großer Leidenschaft eine kostspielige und wertvolle Kunstsammlung an („eine der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Württembergs“),[33] die auch als Altersvorsorge gedacht war. Der Wert der Sammlung belief sich nach Zeitlers Angaben auf 80.000 Reichsmark, für einige Einzelstücke (Tilman Riemenschneider, Veit Stoß, Syrlin) soll ihm ein amerikanisches Museum sogar eine Million Reichsmark geboten haben. Zeitler übergab 1943 seine Sammlung der Stadt Stuttgart zur Verwahrung in den Salzbergwerken in Kochendorf. Der größere, wertvollere Teil wurde jedoch entgegen der Absprache in Schloss Löwenstein gelagert. Dieses wurde „zwei Tage vor Kriegsschluß in Brand geschossen“, und Zeitlers Kunstsammlung wurde vernichtet.[34]

Alter[Bearbeiten]

Nach Kriegsende kehrte Zeitler mit seiner Frau nach Stuttgart zurück, wo er bis zu seinem Tod in Degerloch in der Reginenstraße 38 wohnte.[35] Anders als nach dem Ersten Weltkrieg wurde der 74 Jahre alte Zeitler nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch mit wenigen Aufträgen betraut. Das Haus seiner Frau in der Seestraße 32 war ausgebombt worden, und er erhielt für seine 15-jährige Tätigkeit an der Höheren Bauschule eine Pension von etwa 500 DM, was immerhin etwa dem Anderthalbfachen des Durchschnittseinkommens entsprach.[36] Zeitler empfand die Höhe seines Einkommens als prekär, zumal er auch noch die Miete für sein Atelier in der Weißenburgstraße 35 aufbringen musste. Die einzigen bekannten öffentlichen Aufträge nach dem Krieg waren der Bienenbrunnen (1945) und das Burgbrünnele (1949), beide in Stuttgart-Wangen. Außerdem erhielt Zeitler 1949 von der Stadt den Auftrag, eine Erinnerungsplakette zu entwerfen, die ihm netto 155 DM einbrachte.[37]

Zeitler versuchte von 1949 bis 1955 vergeblich, der Stadt seinen Schöne-Lau-Brunnen anzudienen. Diese hielt Zeitlers Kunst für überlebt und glaubte auch, den geforderten hohen Preis nicht erschwingen zu können. Die Idee, ihm einen bescheidenen „Ehrensold“ zu gewähren, wurde abgelehnt, weil sein Einkommen als zu hoch eingeschätzt wurde. Zeitler wies im Schriftverkehr mit der Stadt immer wieder auf den Verlust seiner Kunstsammlung hin, den nach seiner Meinung die Stadt zu vertreten hatte. Die Stadt lehnte es jedoch ab, Zeitler für seine Kriegsverluste zu entschädigen. Daraufhin versuchte Zeitler 1954, auf dem Rechtsweg einen Schadenersatz zu erlangen. Auch dieser Versuch blieb erfolglos.[38]

Bronzebüste „Meine liebe Frau“ von Josef Zeitler, Porträt seiner ersten Frau, 1913.

Familie[Bearbeiten]

Über Zeitlers erste Frau ist nichts Näheres bekannt. Nach den Geburtsjahren der Töchter zu schließen, fand die Heirat 1893 oder früher statt. 1913 fertigte Zeitler eine Bronzebüste von ihr an, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Aus der ersten Ehe gingen zwei Töchter hervor. Die ältere Tochter Magdalene Giessenhoffer-Zeitler (1893-?) wurde in Köln geboren und wohnte mit ihrem Ehemann, dem Rechtsanwalt Robert Giessenhoffer (1890–?), in Stuttgart. Sie arbeitete vorwiegend als abstrakte Malerin, schuf aber auch ein gegenständiches Fresko zum Leben des heiligen Fidelis von Sigmaringen für die St. Fideliskirche in Stuttgart, für die Zeitler eine Figurengruppe und zwei Friese geschaffen hatte (das Fresko wurde 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört).[39] Die jüngere Tochter Anny Pötzelberger (1895–?) wurde in Düsseldorf geboren und heiratete den Maler Oswald Pötzelberger, mit dem sie in München und nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Insel Reichenau wohnte. Zeitlers Sohn Paul H. Zeitler lebte in Richmond. Über ihn ist nichts Näheres bekannt.[40]

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Zeitler die Witwe Emmy Löble geb. Lehrenkrauss (1886–1968), eine Tochter des Stuttgarter Bäckers Adolf Lehrenkrauss. Sie erbte durch ihren verstorbenen Mann nach dem Tod von dessen Eltern um 1935 das Haus Seestraße 32, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.[41]

Tod[Bearbeiten]

In seinen letzten Lebensjahren litt Zeitler unter einem schweren Augenleiden, das fast zur Erblindung führte. Seine letzten Werke waren der Altar für die St. Fideliskirche in Stuttgart,[42] für die er 1925 eine Figurengruppe über dem Hauptportal und zwei Engelsfriese geschaffen hatte, und das Modell einer Figur von „Walter von der Vogelweide“.[43]

Josef Zeitler starb am 24. März 1958 im Alter von 87 Jahren. Seine Frau zog aus Degerloch in die Stöckachstraße 23 in Stuttgart-Ost[44] und starb ein Jahrzehnt später 1968 im Alter von 84 Jahren. Beide sind in einem Grab auf dem Stuttgarter Waldfriedhof in Abteilung 10n bestattet (siehe Grabmal).

Werk[Bearbeiten]

Zeitler wird hauptsächlich als Architekturbildhauer wahrgenommen, weil der größte Teil seines Werks aus plastischem Schmuck für öffentliche Bauten, Privatbauten und Kirchen sowie für Brunnen, Kriegerdenkmäler und Grabmälern besteht. Er liebte Kleinplastik, scheute aber auch vor größeren Formaten nicht zurück, wenn sie auch eher die Ausnahme bilden. Außer bei sakralen Werken und Denkmälern lebte er seine Freude aus, mit viel Phantasie humorvolle Gestalten und Szenen zu schaffen, die er aus dem Volksleben und dem Märchenschatz schöpfte. Von der Holzschnitzerei herkommend, betätigte er sich hauptsächlich als Steinbildhauer, seltener arbeitete er in Bronze, Eisen, Keramik und Stuck oder auch als Goldschmied.[45]

Zeitlers Werk wurde vor allem bekannt durch seinen volkstümlichen Hans-im-Glück-Brunnen von 1909 am Geißplatz in Stuttgart und viele Kleinplastiken und Reliefs mit Märchenszenen und Genrefiguren zur Stuttgarter Altstadtsanierung 1906–1909. Im Ersten Weltkrieg schuf er die Nagelfigur „Der Wackere Schwabe in Eisen“ aus Lindenholz, die zwangsläufig in breiten Bevölkerungskreisen bekannt wurde. Gegen eine Spende zur Unterstützung von Kriegsopfern konnte man Nägel erwerben, die man in die Nagelfigur einschlug, und der Ehrgeiz bestand darin, die Figur völlig mit Nägeln zu bedecken, siehe auch: Kriegsnagelungen..

Werkliste[Bearbeiten]

Die folgende Werkliste enthält die Werke von Josef Zeitler, über die durch Veröffentlichungen Näheres bekannt geworden ist. Er hat ungleich viel mehr Werke geschaffen, die nicht öffentlich bekannt wurden, besonders Kleinplastiken in Privatbesitz und Grabdenkmäler.[46]

In Zeitlers eigenhändiger Werkliste[47] und bei #Schuster 1937, Seite 59, werden darüber hinaus ohne nähere Spezifikation viele Bauwerke angegeben, zu denen Zeitler bildhauerische Beiträge geliefert hat, über die jedoch meist keine weiteren Details ermittelt werden können. In einer Reihe von Fällen wird Zeitler auch nicht in einschlägigen Monographien von Bauwerken erwähnt,[48] obwohl andere Bildhauer namentlich angeführt werden. Dies mag damit zusammenhängen, dass Zeitler auch Aufträge bearbeitete, die von anderen Künstlern (Architekten und Bildhauern) entworfen wurden und an deren Ausführung er beteiligt war. Ein dokumentiertes Beispiel dafür ist die Martinskirche in Ebingen, deren Bildhauerschmuck von anderen entworfen und von Zeitler und anderen ausgeführt wurde.[49]

In anderen Fällen ist nicht genau bekannt, welcher Anteil am Bildhauerschmuck eines Gebäudes auf Zeitler zurückgeht:

  • Altstadtsanierung: Für einige der hier aufgeführten Bildhauerwerke, die bei der Altstadtsanierung von 1909 entstanden, gibt es keine Quellen, die diese Werke ausdrücklich Josef Zeitler zuschreiben. In diesen Fällen wird als Beleg die allgemeine Zuschreibung von Julius Baum aus dem Jahr 1909 herangezogen:[50] Der Hans-im-Glück-Brunnen „ist das Werk des talentvollen Bildhauers J. Zeitler, ebenso die ganze übrige dekorative Skulptur der Bauten“ der Altstadtsanierung von 1909.
  • Markthalle: Den Bildhauerschmuck der Markthalle in Stuttgart besorgten nach #Fülscher 2014 Josef Zeitler und Jakob Brüllmann. Aus #Schuster 1937, Seite 59-60, geht hervor, dass Zeitler die fünf Reliefs an der Hauptfassade erstellt hat. Die Hauptportale schuf Jakob Brüllmann.[51] Im übrigen ist über die Arbeitsaufteilung zwischen den beiden Bildhauern nichts bekannt.

Wenn in der Werkliste nicht ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass Zeitler nach einem fremden Entwurf arbeitete, lässt sich grundsätzlich dann auf seine Urheberschaft schließen, wenn typische Zeitler-Motive wie Putten- und Genreszenen dargestellt sind.

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Spaltenlegende[Bearbeiten]

  • Spalte 1: b = Brunnen, d = Denkmal, g = Grabmal
  • Spalte 2: r = Relief, s = Skulptur
  • Spalte Jahr: 1958– = 1958 oder früher, 1958+ = 1958 oder später

Liste[Bearbeiten]

Bild 1 2 Jahr Titel, Material, Maße / Literatur Objekt Standort
s 1895 Ritterfigur auf Säulenpostament unter Baldachin, Fassade im ersten Obergeschoss des Hauses Mörikestraße 21 in Stuttgart.
#Schriftverkehr, 25. Juli 1949, 20. April 1953, #Zimdars 1993.
Mörikestraße 21 Stuttgart, Mörikestraße 21
r 1895 Dekorreliefs und Rundmedaillon mit Kopf eines Nachtwächters mit Horn und Schlüsselbund, Portal des Hauses Mörikestraße 21 in Stuttgart.
#Schriftverkehr, 25. Juli 1949, 20. April 1953, #Zimdars 1993.
Mörikestraße 21 Stuttgart, Mörikestraße 21
r 1895 Drei Tierreliefs, Erkerbrüstung im zweiten Obergeschoss des Hauses Mörikestraße 21 in Stuttgart.
#Schriftverkehr, 25. Juli 1949, 20. April 1953, #Zimdars 1993.
Mörikestraße 21 Stuttgart, Mörikestraße 21
r 1895 Kartusche mit Baujahr 1895 und Initial S des Bauherrn Landgerichtsrat Richard Sieber, Bekrönung des Stufengiebels des Hauses Mörikestraße 21 in Stuttgart.
#Schriftverkehr, 25. Juli 1949, 20. April 1953, #Zimdars 1993.
Mörikestraße 21 Stuttgart, Mörikestraße 21
s 1901 Bildhauerschmuck am Westportal der Elisabethenkirche in Stuttgart, Giebelfigur der heiligen Elisabeth von Thüringen, Schmuckkapitelle, ornamentales Gewänderelief.
#Schuster 1937, Seite 59.
Elisabethenkirche Stuttgart, Elisabethenstraße 21
r 1902 Bildhauerischer Fassadenschmuck des Verwaltungsgebäudes des ehemaligen Schlachthofs in Stuttgart, heute Schweinemuseum und Gasthaus: zwei girlandengeschmückte Rinderschädel, zwei kleine Medaillons mit dem Stuttgarter Rössle, zwei versenkte Reliefs mit einem girlandengeschmückten Schlachttier. – Nicht abgebildet: vier versenkte Reliefs mit Schlachttierträgern als Kapitellschmuck der Eingangsarkaden, Widder und Schwein als Bekrönung der flankierenden Blendpfeiler.
#Schuster 1937, Seite 59.
Schlachthof Stuttgart, Schlachthofstraße 2, Schlachthof
r 1903
Josef Zeitler, 079.jpg

Wanduhren mit bildhauerischem Schmuck von Josef Zeitler im Sitzungssaal und in der Kassenhalle der ehemaligen Allgemeinen Rentenanstalt in der Tübinger Straße 26 (heute Württembergische & Wüstenrot). Gebäude 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört. Fotos: 1905, rechts: Sitzungssaal.
#Rundschau 1905, Seite 75, Tafel 74.

Allgemeine Rentenanstalt Kriegsverlust
r 1903
Josef Zeitler, 080.jpg

Ornamentaler Schmuck von Josef Zeitler am Giebeldreieck der ehemaligen Allgemeinen Rentenanstalt in der Tübinger Straße 26 (heute Württembergische & Wüstenrot). Gebäude 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört. Merkurstatue an der Giebelspitze von Gustav Adolf Bredow (1875–1950). Fotos: 1905, rechts: Straßenfassade.
#Rundschau 1905, Seite 75-76.

Allgemeine Rentenanstalt Kriegsverlust
r 1903 Fries über dem Haupteingang der ehemaligen Allgemeinen Rentenanstalt in der Tübinger Straße 26 (heute Württembergische & Wüstenrot). Gebäude 1944 im Zweiten Weltkrieg zerstört.
#Rundschau 1905, Seite 76.
Allgemeine Rentenanstalt Kriegsverlust
sr 1904–1905 Bildhauerschmuck des Hans-Sachs-Hauses in Stuttgart. Die vier Spitzbogenfenster im ersten Stock zeigen je eine Kleinplastik bekannter Baukünstler des 15. Jahrhunderts (der Zeit von Hans Sachs). Kleinfiguren kauernder Männer dienen als Konsolen der Spitzbögen.
Außerdem: Relief mit Porträt von Hans Sachs beim Eingangsportal, figürliche Schmuckkapitelle am Gewände des Eingangsportals, ornamentale Schmuckkapitelle im ersten Stock des Portalanbaus. Signatur JZ am ersten Strebepfeiler links vom Eingangsportal.
Hans-Sachs-Haus Stuttgart, Hauptstätter Straße 142
r 1905 14 Reliefs mit Genreszenen, Teil der Innendekoration des Alten Rathauses von 1905, nach dem Zweiten Weltkrieg im Städtischen Lapidarium, Inventarnummer 193-206, heute unzugänglich im Depot des Stadtarchivs/Stadtmuseums.
#Wais 1954.1, Seite 126-127.
Altes Stuttgarter Rathaus von 1905 Kriegsverlust
s 1905 Geschnitzter Treppenabschluss im Ratskeller Stuttgart, signiert: [???]. E. Suter, JZ. Rathaus im Zweiten Weltkrieg zerstört.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 51 (Foto).
Altes Stuttgarter Rathaus von 1905 Kriegsverlust
s 1905 Modell der Stuttgarter Altstadtsanierung von 1906–1909 im Maßstab 1:100 nach den Plänen von Karl Hengerer.
#Baum 1909, Tafel 85, #Langner 1994, Seite 168.
Altstadtsanierung Verbleib unbekannt
b s 1905/1906 Puttenbrunnen mit reigentanzenden Putten auf einer Weltkugel im Vorhof der Heusteigschule in Stuttgart. Foto: 1906.
#Breuer 2001, Seite 151-152, #Rundschau 1906, Seite 96.
Heusteigschule Stuttgart, Heusteigstraße 97
r 1905/1906 Stuttgarter Rössle, zwei Fassadenreliefs an den seitlichen Pavillons der Heusteigschule in Stuttgart.
#Breuer 2001, Seite 151.
Heusteigschule Stuttgart, Heusteigstraße 97
r 1905/1906 Puttenrelief, an der Fassade der Heusteigschule in Stuttgart, Erdgeschoss links.
#Breuer 2001, Seite 151.
Heusteigschule Stuttgart, Heusteigstraße 97
r 1905/1906 Puttenrelief, an der Fassade der Heusteigschule in Stuttgart, Erdgeschoss rechts.
#Breuer 2001, Seite 151.
Heusteigschule Stuttgart, Heusteigstraße 97
r 1905/1906 Linke Portalumrahmung der Heusteigschule in Stuttgart, Relief mit, rankenden, traubenbehangenen Weinstöcken und der säugenden Stute des früheren Stuttgarter Stadtwappens. Foto: 1906.
#Breuer 2001, Seite 151, #Rundschau 1906, Seite 95.
Heusteigschule Stuttgart, Heusteigstraße 97
r 1905/1906 Rechte Portalumrahmung der Heusteigschule in Stuttgart, Relief mit musizierenden Putten, rankendem Efeu und der säugenden Stute des früheren Stuttgarter Stadtwappens. Foto: 1906.
#Breuer 2001, Seite 151, #Rundschau 1906, Seite 95.
Heusteigschule Stuttgart, Heusteigstraße 97
r 1905/1906 Brüstungsgitter mit den Silhouetten musizierender Putten. Foto: 1906.
#Rundschau 1906, Seite 95.
Heusteigschule Stuttgart, Heusteigstraße 97
r 1906 Zwei Portalreliefs der Bartholomäuskirche in Ilsfeld. Foto: Südliches Seitenportal.
#Schuster 1932, Seite 128.
Bartholomäuskirche Ilsfeld, Bartholomäuskirche
rs 1906–1909 Zweistöckiger Erker in der Eberhardstraße 12 in Stuttgart. Die zwei Fenster in beiden Stockwerken werden durch drei Blendpfeiler mit vorgesetzten Karyatiden oder Atlanten gerahmt. Die Brüstungen sind mit je zwei Relieftafeln geschmückt, im ersten Stock mit figürlichen Szenen, im zweiten Stock mit ornamentalen Motiven. Foto: 1909 (durch die Bäume vor dem Gebäude kann der Erker heute nicht mehr komplett fotografiert werden).
#Baum 1909, Tafel 92.
Altstadtsanierung Stuttgart, Eberhardstraße 12
s 1906–1909 Eckfigur im ersten Stock des Hauses Eberhardstraße 12 in Stuttgart. Ein athletischer Mann biegt einen dürren Baum auseinander. Zu seinen Füßen kauert eine Putte, die ein Pflänzchen hält. An der Stirnseite der Konsole, die den Mann und die Putte trägt, zeigt ein Wappenschild die Losung: „Das Alte stürzt und neues Leben blüht aus den Ruinen“ (Friedrich Schiller: Wilhelm Tell), eine Anspielung auf die Altstadtsanierung.
#Baum 1909, Seite 92, #Kienzle 2009, Seite 44, über Zeitler und die Altstadtsanierung: siehe Altstadtsanierung.
Altstadtsanierung Stuttgart, Eberhardstraße 12
rs 1906–1909 Eulenskulptur und zwei Reliefmedaillons mit Szenen aus dem Leben von Till Eulenspiegel an einer Ecke des Hauses Geißstraße 3 in Stuttgart. Altstadtsanierung Stuttgart, Geißstraße 3
s 1906–1909 Zwei Geißböcke und ein Storchennest mit Froschkönig aus Kupfer als Giebelbekrönung des Hauses Geißstraße 7 in Stuttgart. Altstadtsanierung Stuttgart, Geißstraße 7
s 1906–1909 Zwei fischschwänzige Halbfiguren an den Ecken des Hauses Geißstraße 7 in Stuttgart.
Linke Figur: Karl Hengerer (Architekt der Altstadtsanierung einschließlich dieses Hauses) mit Zeichendreieck und Zirkel und einem Vogel auf jeder Schulter.
Rechte Figur: Josef Zeitler (Bildhauer der Altstadtsanierung) mit Knüpfel und einer Maus auf jeder Schulter.
Altstadtsanierung Stuttgart, Geißstraße 7
r 1906–1909 Vier Reliefschlusssteine des Hauses Geißstraße 7 in Stuttgart. Altstadtsanierung Stuttgart, Geißstraße 7
r 1906–1909 Renaissance-Portal des ehemaligen Weinhauses Geißstraße 12, Giebelverdachung mit Muschelrelief, Türumrahmung mit Rebengirlanden, Puttenatlanten, zwei Zwickelreliefs und Schlussstein mit Frauenkopf.
#Langner 1994, Seite 171.
Altstadtsanierung Stuttgart, Geißstraße 12
r 1906–1909 Erker im ersten Stock des Bäckerhauses Geißstraße 15 in Stuttgart. Die Relieftafel an der Brüstung stellt eine Szene aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ dar (Hänsel und Gretel und die Hexe beim Lebkuchenhaus). Die Fensterlaibung zeigt Ritzzeichnungen mit Märchenfiguren. Den Fenstergiebel schmückt ein versenktes Relief mit zwei kentaurartigen Mischwesen, die eine Brezel halten. Foto: 1909.
#Baum 1909, Tafel 912, #Kienzle 2009, Seite 33.
Altstadtsanierung Stuttgart, Geißstraße 15
r 1906–1909 Zweistöckiger Erker in der Nadlerstraße 10 (früher 5) in Stuttgart. Die Brüstung ist im ersten Stock mit fünf Relieftafeln geschmückt. Sie zeigen Szenen aus Eduard Mörikes Stuttgarter Hutzelmännlein. Szene 1 (von links nach rechts): am Stadttor (halb zerstört), 2: das Hutzelmännlein erscheint dem Schustergesellen Seppe, 3: Die schöne Lau, 4: Seppe trifft seine spätere Verlobte Vrone auf dem Hochseil, 5: der Rathausbrunnen. Der übrige Teil des Erkers war mit Ritzzeichnungen verziert, die später überputzt wurden. Foto: 1909.
Die Umrahmung der rundbogigen Eingangstür ist mit ornamentalen Reliefs von Zeitler geschmückt.
#Baum 1909, Tafel 92, #Kienzle 2009, Seite 34.
Altstadtsanierung Stuttgart, Nadlerstraße 10
s 1906–1909
Skulpturen in Stuttgart, 0106.jpg

Orgeldreher mit Äffchen, Eckfigur an dem Haus Steinstraße 7 in Stuttgart. Eine Holzschnitz-Version des Orgeldrehers („Jugendarbeit“) befand sich 1941 noch im Besitz von Zeitler. Foto rechts: Ansicht 1909.
#Baum 1909, Seite 91, #Bareis 1941.1.

Altstadtsanierung Stuttgart, Steinstraße 7
s 1906–1909 Türrahmenrelief, heute nicht mehr vorhanden.
#Baum 1909, Seite 90.
Altstadtsanierung Stuttgart, Steinstraße 7
r 1906–1909
Skulpturen in Stuttgart, 0110.jpg

Hauseingang des Bäckerhauses Steinstraße 9, Relief mit Brotlaib und zwei schwebenden Putten, die eine Brezel tragen. Foto rechts: Ansicht 1909.
#Baum 1909, Seite 90, Tafel 89.

Altstadtsanierung Stuttgart, Steinstraße 9
r 1906–1909 Zwei Schlusssteine vom Bäckerhaus Steinstraße 9, Reliefs mit Händler mit Esel und Sämann, Foto von 1909, nicht mehr vorhanden.
#Baum 1909, Tafel 89.
Altstadtsanierung Stuttgart, Steinstraße 9
r 1906–1909 Zwei Fensterschlusssteine mit Vogelrelief am Haus Töpferstraße 3 in Stuttgart. Altstadtsanierung Stuttgart, Töpferstraße 3
s 1907 St. Martin, signiert: 1907 JZ. Foto: 1912.
#Rundschau 1912, Heft 1, Tafel 14.
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
g s 1907 Grabmal von Ludoviga Zeitler (1866–1907) auf dem Pragfriedhof in Stuttgart. Denkstein mit lateinischem Kreuz, zwei geflügelten Putten und einem Bienenkorb, Grab 1985 aufgelassen.
#Schuster 1937, Seite 66.
Pragfriedhof Stuttgart, Friedhofstraße 48
rs 1908–1909
Josef Zeitler, 011.jpg

Portalschmuck des Graf-Eberhard-Baus in Stuttgart, Reliefries und zwei Frauenstandbilder, nur der Relieffries ist noch vorhanden, Foto rechts: Portal mit Relief und zwei Frauenstandbildern, 1909.
#Langner 1994, Seite 191.

Altstadtsanierung Stuttgart, Eberhardstraße 10
b s 1909 Hans-im-Glück-Brunnen am Geißplatz in Stuttgart.
#Böhm 2004, Seite 16-18, #Kienzle 2009, Seite 36-37, #Langner 1994, Seite 174, #Petzold 1989, Seite 86.
Hans-im-Glück-Brunnen Stuttgart, Geißplatz
s 1909
Josef Zeitler, 008.jpg

Bärenführer, Dudelsackspieler mit Tanzbär, Sandstein, Metall, ursprünglich an einem Haus in der Geißstraße, dann im Städtischen Lapidarium, Inventarnummer 307, der Bär wurde gestohlen. Foto rechts: Bärenführer im ursprünglichen Zustand an einem Eckhaus in der Geißstraße, 1909.
#Baum 1913, Seite 207, 209, #Kienzle 2009, Seite 33, #Schmid 2006, Seite 107.

Altstadtsanierung Stuttgart, Städtisches Lapidarium
rs 1910 Türflügel des Hauptportals der Stiftskirche St. Vitus in Ellwangen, Bronze. Entwurf: August Koch, Ausführung: Josef Zeitler.
#Schuster 1932, Seite 128, #Schuster 1937, Seite 59.
Ellwangen Ellwangen, Stiftskirche St. Vitus
s 1910–1911 Bildhauerschmuck an der Westfassade der Villa Gemmingen in Stuttgart.
#Baer 1913.
Villa Gemmingen Stuttgart, Mörikestraße 12
s 1910–1911 Bronzegitter in der Villa Gemmingen in Stuttgart.
#Schuster 1937, Seite 62 (Foto).
Villa Gemmingen Stuttgart, Mörikestraße 12
b s 1911– Brunnen. Foto: 1911.
#Rundschau 1911, Heft 2, Seite 16.
Verbleib unbekannt
r 1911 Bildhauerischer Schmuck am Hauptportal des ehemaligen Salamanderbaus in Stuttgart, Gebäude durch Neubau ersetzt, Verbleib des Portalschmucks unbekannt.
#Moderne Bauformen 1911, Seite 556.
Salamanderbau Stuttgart, Königstraße 19 A, Salamanderbau
r 1911/1912 Drei Portalreliefs: Apostel Petrus mit fränkischer Bauernfrau und -büblein, Apostel Paulus mit fränkischem Bauern, „Kommet her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“, an der Peter- und Paulkirche in Brettheim, Muschelkalk.
#Kappler 1915, Seite 77-79 (mit Fotos), #Schuster 1932, Seite 128.
Peter- und Paulkirche Brettheim, Peter- und Paulkirche
r 1911–1914 Fünf Reliefs zwischen den Fensterreihen des ersten und zweiten Obergeschosses an der Hauptfassade der Stuttgarter Markthalle.
#Schuster 1937, Seite 59-60 (mit Fotos).

Legende (Nummerierung von links nach rechts):
1/5. Vase mit Früchten (zweimal)
2. Ente, Vase mit Blumen, Hahn
3. fischschwänzige, nackte Nixe mit zwei Füllhörnern
4. zwei schwanzbeißende Fische, Vase mit Blumen, Eichhörnchen mit Riesennuss.
Markthalle Stuttgart, Dorotheenstraße 4
r 1911–1914
Josef Zeitler, 033.jpg

Relief mit Stute und Fohlen über dem Ceresbrunnen in der Stuttgarter Markthalle, stark beschädigt. Nach #Fülscher 2014 von Josef Zeitler oder Jakob Brüllmann. Foto links: Zustand 2014, rechts: 1914.
#Neudeutsche Bauzeitung 1915, Seite 89 (Foto), #Straumer 1914, Seite 50 (Foto).

Markthalle Stuttgart, Dorotheenstraße 4
s 1911–1914 Eine von vier gleichen Echsenfiguren auf den Eckpfeilern der beiden Hauptportale der Stuttgarter Markthalle. Nach #Fülscher 2014 von Josef Zeitler oder Jakob Brüllmann.
#Fülscher 2014.
Markthalle Stuttgart, Dorotheenstraße 4
rs 1912– Taufbecken der Stiftskirche St. Vitus in Ellwangen, Bronze. Entwurf: August Koch, Modelle: Josef Zeitler, Ausführung: J. Ballmann, Stuttgart. Foto: 1912.
#Rundschau 1912, Heft 2, Seite III, #Schuster 1932, Seite 128, #Schuster 1937, Seite 59.
Ellwangen Ellwangen, Stiftskirche St. Vitus
b s 1913 Faunbrunnen, Rundbrunnen aus Majolika mit zwei Faunfiguren und vier wasserspeienden Löwenmasken auf dem als Vase ausgebildeten Brunnenstock. Der Brunnen „stand 1913 im plastischen Garten der Großen Stuttgarter Kunstausstellung“ und wurde dann im Wandelgang der Falkertschule in Stuttgart aufgestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Brunnen zerstört.
#Häuselmann 1919, Seite 201-202, 204 (Foto), #Wasmuth 1914.2, Seite 453 (Foto).
Faunbrunnen Kriegsverlust
r 1913 Reliefs der Archivolten an dem Rundbogenportal der Heilandskirche in Stuttgart.
Außen: Zierband, abwechselnd mit einer Frucht und einem ährenpickenden Vogelpaar besetzt.
Mitte: Rundmedaillons mit Sonne, Blüten und den Tierkreiszeichen.
Innen: Zickzackband mit Blüten.
#Personenkartei, #Schuster 1937, Seite 59.
Heilandskirche Stuttgart, Sickstraße 37
r 1913 Schmuckkapitelle der flankierenden Säulen des Rundbogenportals der Heilandskirche in Stuttgart.
#Personenkartei, #Schuster 1937, Seite 59.
Heilandskirche Stuttgart, Sickstraße 37
r 1913 Schlusssteine der sieben Arkaden des Kunstgebäudes Stuttgart, drei verschiedene Relieftypen nach Entwürfen von Theodor Fischer, dem Architekten des Kunstgebäudes, die Bestandteile des württembergischen Wappens zeigen: Hirschstange, Jagdhorn mit Federbusch, Bruststück eines Löwen mit herausgestreckter Zunge.
#Freytag 1989, Seite 57-58.
Kunstgebäude Stuttgart, Schlossplatz 2
r 1913 Ornamente der Kapitelle des Kunstgebäudes Stuttgart nach Entwürfen von Theodor Fischer, dem Architekten des Kunstgebäudes. Die Säulenkapitelle wurden nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs nicht wiederhergestellt, die mit liegenden Figuren verzierten Reliefs der Eckpfeilerkapitelle sind erhalten (Kapitell des rechten Eckpfeilers an einer Seite zerstört). Foto: eine Seite des linken Eckpfeilerkapitells.
#Freytag 1989, Seite 57-58, #Keyßner 1913, Seite 26, #Nerdinger 1988, Seite 259.
Kunstgebäude Stuttgart, Schlossplatz 2
r 1913
Josef Zeitler, 040.jpg

Umrahmungen der Türen und Bögen des Kunstgebäudes Stuttgart nach Entwürfen von Theodor Fischer, dem Architekten des Kunstgebäudes, nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs nicht wiederhergestellt. Foto links: Teil einer Bogenlaibung von Josef Zeitler (das Reliefmedaillon ist von Jakob Brüllmann), 1913, rechts: Türumrahmung (die Reliefmedaillons der Türflügel sind von Wilhelm Nida-Rümelin), 1913.
#Freytag 1989, Seite 57-58, #Häuselmann 1913.1, Seite XII, #Keyßner 1913, Seite 26.

Kunstgebäude Stuttgart, Schlossplatz 2
r 1913 Terrakottareliefs an den Pfeilern der Ostwand des großen Hofes des Kunstgebäudes Stuttgart, im Zweiten Weltkrieg zerstört. Foto: 1914.
#Daiber 1914, Seite 24.
Kunstgebäude Kriegsverlust
s 1913
Waldfriedhof Stuttgart, 066.jpg

Zwei kauernde Figuren (nach #Wais 1954.1 nur die linke) von Trauernden als Bekrönung von zwei Pfosten des Haupteingangs zum Waldfriedhof in Stuttgart, nicht erhalten. Die Reliefs von Trauernden, die heute diese Pfosten zieren, sind wahrscheinlich nicht von Josef Zeitler. Foto links: Portalpfosten 1913, rechts: 2014.
#Schuster 1937, Seite 59, #Wais 1954.1, Seite 80, #Wasmuth 1914.1 .

Waldfriedhof Kriegsverlust
s 1913 Meine liebe Frau, Bronzebüste von Josef Zeitlers erster Frau, im Zweiten Weltkrieg verloren.
#Kunst für alle 1913, Seite 514, 518, #Schriftverkehr, Meine Verluste auf Schloß Löwenstein.
Kriegsverlust
rs 1913/1914
hockant

Bildhauerschmuck am Konzerthaus Heidenheim. Zweimal zwei gleiche musizierende Puttenpaare über der Terrasse des Eingangsvorbaus (1-2). Je zwei Terrakottaplaketten (3-4) über den fünf Portalen des Eingangsvorbaus.
#Hornung 1989 (mit 4 Fotos), #Schuster 1937, Seite 60 (mit 2 Fotos).

Legende
1 Flötenspieler und Trommler mit Vogel
2 Lauten- und Cellospieler mit Eule
3 Pegasus springt über eine Lyra
4 aulosspielender Faun mit Riesenmaske und Ziegenbock

Konzerthaus Heidenheim Heidenheim an der Brenz, Alfred-Bentz-Straße 6
r 1914 Konsolenreliefs an den Gurtgesimsen des Wagenburg-Gymnasiums in Stuttgart, 4 Typen: ABC-Bübchen, zwei Eichhörnchen, zwei Vögel, traubenfressender Fuchs.
#Schuster 1937, Seite 59.
Wagenburg-Gymnasium Stuttgart, Wagenburgstraße 30
r 1914 Orpheus betört mit seinem Gesang die wilden Tiere, Arkadenrelief an der Ostfassade des Wagenburg-Gymnasiums in Stuttgart.
#Fiechter 1918, Seite 40, #Schmidt 1998, #Schuster 1937, Seite 59.
Wagenburg-Gymnasium Stuttgart, Wagenburgstraße 30
b s 1914 Jungfrau mit den Tränenschalen, Brunnenskulptur an der Rückseite der Feierhalle des Stuttgarter Waldfriedhofs, Kupfer, lebensgroß.
#Brunnen 2014.
Waldfriedhof Waldfriedhof, Feierhalle
s 1914 Der Wackere Schwabe, pferdeführender Kreuzritter auf einem Postament mit der Inschrift „Der wackre Schwabe forcht sich nit“, Eiche.
#Schuster 1932, Seite 127-128.
Altes Schloss Stuttgart, Altes Schloss
g s 1914 Grabmal von Albert Pantle, dem Architekten des Waldfriedhofs. Denkstein mit zwei Putten mit einer Rosengirlande, Muschelkalk. 1914 in der Ausstellung für Friedhofkunst auf dem Hoppenlaufriedhof ausgestellt, 1921 als Grabstein für Albert Pantle umgearbeitet.
#Pantle 1914, Tafel 80 .
Waldfriedhof Stuttgart, Waldfriedhof
r 1915 Der Wackere Schwabe in Eisen, stehender Kreuzritter mit Schwert und Schild auf einem Postament mit der Inschrift „Der wackre Schwabe forcht sich nit“, Linde, Höhe 300 cm, Nagelfigur.
#Kohlhaas 1967, #Munzel-Everling 2012 (Foto), #Schuster 1932, Seite 127-128, #Schuster 1937, Seite 56 (Foto), 60.
Altes Schloss Stuttgart, Altes Schloss
r 1916 Relief am Haus der ehemaligen Oberamtssparkasse und Oberamtspflege, heller Sandstein, 130 x 100 cm. Ein als römischer Soldat verkleideter Junge mit einem Eichenlaubbüschel und ein Mädchen im Kleidchen mit Ährenbündel werfen je eine Münze in eine bienenkorbähnliche Sparbüchse. Dahinter eine lodernde Fackel mit der Jahreszahl 1916.
#Bergan 2009.
Ludwigsburg Ludwigsburg, Gartenstraße 15
s 1918 Zehn Schmuckkapitelle, davon drei unterschiedlich, an dem Säulengang der Feierhalle des Hauptfriedhofs (früher Steinhaldenfriedhof) in Stuttgart.
#Schriftverkehr, 7. Juli 1951.
Hauptfriedhof Stuttgart, Steinhaldenstraße 52
d r 1918+ Denkmäler im Bereich des nach den Plänen von Paul Bonatz angelegten Ehrenmals für die gefallenen Teilnehmer des Ersten Weltkriegs in Abteilung 3 des Waldfriedhofs in Stuttgart.
12 Gruppendenkmäler für einzelne Waffengattungen oder Truppeneinheiten mit Reliefschmuck, 6 Obelisken, viele Gedenktafeln, teilweise mit Reliefs.
Foto: Gruppendenkmal mit Vogelrelief für Soldaten der Luftwaffe.
#Schriftverkehr, 7. Juli 1951 („sämtliche Kriegerdenkmäler auf dem Waldfriedhof“).
Waldfriedhof Stuttgart, Waldfriedhof, Abteilung 3
r 1919– Zwei Reliefs: Poseidon mit Delphin, Mädchen mit Hirsch und Blumengirlande. Ehemals am Stadtgartengebäude in Stuttgart, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
#Schuster 1937, Seite 64 (mit 2 Fotos).
Stadtgartengebäude Kriegsverlust
b s 1919– Brunnen mit einer Hutzelmännleinfigur „in der Hofmitte eines Waldgenesungsheims bei Stuttgart“.
#Häuselmann 1919, Seite 201.
Standort unbekannt Standort unbekannt
s 1919– Wahrsager, Lindenholz, eine „Jugendarbeit“, 1941 noch im Besitz von Zeitler.
#Bareis 1941.1, #Häuselmann 1919, Seite 202 (mit 2 Fotos).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
b s 1921 Gerberbrunnen am Nikolaiplatz in Reutlingen, etwa 4 Meter hoher Brunnenstock mit Skulptur eines Färbers (Foto: links) und eines Gerbers (rechts), achteckiger Brunnentrog aus Muschelkalk. Gerberbrunnen Reutlingen, Nikolaiplatz
d s 1922 Ehrentafel für die gefallenen jüdischen Soldaten nach dem Entwurf des Architekten Willi von Graf, Sandstein, Höhe 250 cm. Drei durch Säulen getrennte Platten mit den Namen der Gefallenen, von zwei Löwen flankierte Davidskrone und Davidsstern als Bekrönung.
#Plate 2014, Seite 137-138.
Synagoge Stuttgart, Synagoge, Hospitalstraße 36
s 1924/1925 Figurengruppe über dem Hauptportal der St. Fideliskirche in Stuttgart, Skulpturen Christi, des heiligen Fidelis von Sigmaringen und des heiligen Franz von Assisi, Kunststein.
Quellen: siehe St. Fideliskirche.
Fideliskirche Stuttgart, St. Fideliskirche
r 1924/1925 Engelsfries, Hochrelief mit musizierenden Engeln, links vom Hauptportal der St. Fideliskirche in Stuttgart, gelber Schilfsandstein.
Quellen: siehe St. Fideliskirche.
Fideliskirche Stuttgart, St. Fideliskirche
r 1924/1925 Engelsfries, Hochrelief mit musizierenden Engeln rechts vom Hauptportal der St. Fideliskirche in Stuttgart, gelber Schilfsandstein.
Quellen: siehe St. Fideliskirche.
Fideliskirche Stuttgart, St. Fideliskirche
d r 1925–[52] Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges im Vorraum der St. Martinskirche.
#Hillegaart 2009, #Schuster 1937, Seite 59.
Oberlenningen Oberlenningen, Marktstraße 21, St. Martinskirche
s 1925– Liegender, flötenspielender Faun, Stein, am Garteneingang des ehemaligen Wohnhauses von Heinrich Scheufelen in Oberlenningen. Zustand und Verbleib: unbekannt. Vergleiche: Burgbrünnele in Stuttgart von 1949.
#Kunst 1925 (Foto).
Oberlenningen Oberlenningen, Adolf-Scheufelen-Straße
s 1925– Treppenpfostenfigur, Holz, im ehemaligen Wohnhaus von Heinrich Scheufelen in Oberlenningen. Zustand und Verbleib: unbekannt.
#Kunst 1925 (Foto).
Oberlenningen Oberlenningen, Adolf-Scheufelen-Straße
s 1925–1926[53] Hund und Katz, Sandstein, auf der Gartenmauerecke zum Heinrich-Scheufelen-Platz hin.
#Hillegaart 2009.
Oberlenningen Oberlenningen, Buchsstraße 2, Heinrich-Scheufelen-Platz
r 1926 Sandsteinreliefs über dem Eingangsportal des ehemaligen Gemeindehauses (heute Kindergarten) in Oberlenningen, Wappenschild mit der Widmung „Der Gemeinde 1926 AS“,[54] eine Putte, die Flöte spielt, eine Putte, die einer Maske die Zunge/Hand rausstreckt, Zierleiste mit Kleingetier, teigrührendes Mädchen und lesender Junge.
#Hillegaart 2009, #May 1926, Seite 1-3.
Oberlenningen Oberlenningen, Tobelstraße 8, Kindergarten
b s 1927 Marktbrunnen oder Schwätzweiberbrunnen in Sindelfingen mit dem Standbild der „Schwätzweiber“, Ausführung: R. F. Schäfer.
#Schuster 1932, Seite 127, #Steinbrenner 1941, Seite 10 (Foto).
Schwätzweiberbrunnen Sindelfingen, Corbeil-Essonnes-Platz 10
b s 1927 Orpheusbrunnen, halbovaler Trog aus Kalkstein mit niedrigem, säulenartigen Brunnenstock, der eine Bronzefigur des Orpheus trägt. Der gelockte, nackte Orpheus hält eine Lyra und setzt einen Fuß auf eine wasserspeiende Schildkröte. Ehemals im Garten des Kunstgebäudes Stuttgart, heute im Städtischen Lapidarium Stuttgart, Inventarnummern 159-160. Lapidarium Stuttgart, Städtisches Lapidarium
bd s 1928 Kriegergedächtnisbrunnen für Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg, achteckiger Brunnentrog, Pfeiler als Brunnenstock mit Reiterskulptur eines Soldaten als Drachentöter, vier Löwenkopfspeier, Relief mit Schwert mit Eichenlaub, Relief eines Eisernen Kreuzes.
#Schicketanz 1984 (mit Foto).
Erkenbrechtsweiler Erkenbrechtsweiler, Uracherstraße 2, Rathaus
s 1931 Fassadenfigur eines schwäbischen Bauern, Wappen von Württemberg, am ehemaligen Hotel Ketterer in Stuttgart in der Marienstraße 3, von Josef Zeitler und Gustav Adolf Bredow, bei Umbau 2012 entfernt.
#Skrentny 2011, Seite 320.
Verbleib unbekannt Stuttgart, Marienstraße 3 (ehemals)
s 1932– Heiliger Martin am Portal der Klosterkirche in Beuron
#Schuster 1932, Seite 128.
Beuron Beuron, Klosterkirche.
s 1937– Ludwig Thoma als Kentaur, Kleinskulptur.
#Schuster 1937, Seite 57 (mit Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1937– Wilhelm Raabe als Rabe, Kleinskulptur.
#Schuster 1937, Seite 57 (mit Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1937– Scherenschleifer, Eiche, Kleinskulptur.
#Schuster 1937, Seite 65 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1937– Wandernder Zimmergeselle, Eiche, Kleinskulptur.
#Schuster 1937, Seite 65 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1937– Stuttgarter Original „Der Pfeifer“ oder „Bettelmusikant“, Holz, Kleinskulptur.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 58 (Foto), #Schuster 1937, Seite 65 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1937– Stuttgarter Hutzelmännlein, nach Eduard Mörikes Gedicht Das Stuttgarter Hutzelmännlein, Höhe 42 cm, signiert: JZ.
#Schuster 1937, Seite 65 (Foto).
Privatbesitz Stuttgart
d s 1937– Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Alten Friedhof in Dettingen unter Teck, torartiges Denkmal mit zwei Stahlhelmen als Bekrönung und mit einem Reitermedaillon, im Zweiten Weltkrieg zerstört.
#Schuster 1937, Seite 59, 63 (Foto).
Kriegerdenkmal Dettingen Kriegsverlust
b s 1928–1931 Zwei Brunnen im Hof der Neuen Aula Tübingen.
#Schuster 1937, Seite 59, #Zimdars 1997, Seite 726.
Neue Aula Tübingen Tübingen, Hölderlinstraße 5
s 1939 Hirschkuh mit Jungem oder Hirschkuh mit Kitz, Sandstein, ursprünglich im Höhenpark Killesberg, 1941 von der Stadt Stuttgart angekauft.
#Bareis 1941.1, #Küster 2006, Seite 20, #Wais 1954.1, Seite 29.
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1940~ Franziskus predigt den Vögeln, Holz, 14 x 12 cm.
#Nagel 1969, Nummer 477.
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
r 1941– Beleuchtungskörper für eine Kaserne mit dem Relief der Sieben Schwaben, Holz.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 52 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
r 1941– Beleuchtungskörper für eine Kaserne mit dem Relief der Schwäbischen Eisenbahn, Holz, signiert: JZ, IKL.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 53 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
r 1941– Beleuchtungskörper für eine Kaserne mit dem Relief des Weißen Hirschs nach dem Gedicht „Der weiße Hirsch“ von Ludwig Uhland, Holz.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 54 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
r 1941– Stuttgarter Weingärtner / Stuttgarter Hutzelmännlein, zwei Türfüllungen für den neuen Gästeempfangsraum im Stuttgarter Rathaus, Holz. Rathaus im Zweiten Weltkrieg zerstört.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 55 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
b s 1941– Brünnlein mit Schäferin, Eiche bemalt, ehemals Stadtpark Fürth.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 55 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1941– Riese findet im Wald ein Liebespärle, Holz.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 56 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1941– Der Humorist Grock „Nit mööglich“, Holz.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 56 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1941– Bärentreiber, Eiche.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 57 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
r 1941– Haustürfüllung für einen Architekten, Holz, signiert: JZ.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 57 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
r 1941– Luther – Goethe – Schiller – Der Alte Fritz, vier Figuren für einen Bibliotheksraum, Birnbaum.
#Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 58 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1941– Allegorien „Begeisterung“, „Kampf“, „Wiedergeburt der Nation“, „Sieg“, 1941 ausgestellt.
#Bareis 1941.1.
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1941– Falknerin, Halbfigur, Terrakotta, 1941 ausgestellt.
#Bareis 1941.1, #Steinbrenner 1941, Seite 10 (Foto).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
b s 1945 Bienenbrunnen (Genossenschaftsbrünnele, Bienenkorbbrünnele) aus Travertin am Rennweg in Stuttgart-Wangen. Rechtwinklige Eckmauer mit bienenkorbförmigem Brunnentrog, Brunnenstock mit Bienenkorb als Brunnenskulptur. Die früher den Bienenkorb umschwärmenden Bienen aus Bronze sind verschwunden.
#Böhm 2004, Seite 81, #Petzold 1989, Seite 73, #Hofmeister 1987, Seite 205.
Bienenbrunnen Stuttgart-Wangen, Rennweg[55]
s 1947 St. Christophorus, Bronze, Höhe 29 cm, signiert Prof. Zeitler, datiert 1947.
#Nagel 1969, Nummer 474 (Abbildung).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
s 1947 Madonna mit Kind auf Mondsichel, Bronze, Höhe 29 cm, signiert Prof. Zeitler, datiert 1947, dazu: Holzmodell, als Lampe montiert, Höhe 70 cm.
#Nagel 1969, Nummer 475-476 (Abbildung).
Verbleib unbekannt Verbleib unbekannt
b s 1949 Burgbrünnele (auch Faunbrünnele) am Ende des Rennweges in Stuttgart-Wangen am westlichen Rand der ehemaligen Burg Hedelfingen. Konkav geschwungene Mauer mit quaderförmigem Brunnenstock und halbkugelförmigem Brunnentrog, Bekrönung des Brunnenstocks ist ein liegender, flötenspielender Faun. Vergleiche: Liegender, flötenspielender Faun in Oberlenningen von 1925–.
#Böhm 2004, Seite 81, #Hofmeister 1987, Seite 204, #Schriftverkehr, 25. August 1949.
Burgbrünnele Stuttgart-Wangen, Rennweg[56]
r 1949 Erinnerungsplakette aus Kupferresten der Rathausruine.
Vorderseite: Rathaus, zwei Arbeiter beim Wiederaufbau, Umschrift „Geprägt aus Kupfer der Ruine des Stuttgarter Rathauses 1949“, signiert JZ.
Rückseite: Stuttgarter Rössle, Inschrift „Nach Bomben Wucht / und wilder Feuerglut / werd ich jetzt noch / zum Preis und Dank / für alle die zu dienen / die mitgewirkt am / Aufstieg aus Ruinen“.
#Schriftverkehr, zwei Fotos der Plakette, Kostenaufstellung „Auslagen 1949“.
Plakette
s 1950 Hochaltarumrahmung der St. Fideliskirche in Stuttgart, bestehend aus einer Kreuzigungsgruppe, zwei Säulen mit einem Spitzbogen und zwei flankierenden Engelfiguren am Chorbogen, weißer Marmor, im Rahmen der Modernisierung 1964 entfernt.
#Fidelis 1975, Seite 50 (Abbildung), #Kirchliche Mitteilungen 1950.
Fideliskirche Verbleib unbekannt
g r 1958– Bronzelief auf dem Grabmal von Josef Zeitler auf dem Stuttgarter Waldfriedhof, siehe Grabmal. Waldfriedhof Stuttgart, Waldfriedhof, Abteilung 10n

Rezeption[Bearbeiten]

Josef Zeitler gehört zu den Künstlern, die sich in ihrem lokalen Wirkungskreis eines gewissen Bekanntheitsgrads erfreuten, aber darüber hinaus kaum Beachtung fanden. Die regionale Bedeutung Josef Zeitlers spiegelte sich meist nur in seinen populären Werken, während die Person des Künstlers unbekannt blieb. Für viele seiner Werke gilt, dass seine Urheberschaft nur in verstreuten Quellen ausfindig gemacht oder aus den kargen schriftlichen Äußerungen des Künstlers entnommen werden kann. Aus Anlass der Jubiläumsausstellung des Künstlerbunds Stuttgart erschien in der Illustrierten „Stuttgarter Leben“ 1941 ein Aufsatz über Josef Zeitler. Darin hieß es:[57]

„Wer, so wie er, seine Kunst vornehmlich als die schmückende Schwester in den Dienst der Architektur gestellt hat und von führenden Baumeistern auch immer wieder zur Mitarbeit berufen wird, dessen Werden und Wirken braucht man nicht auf Ausstellungen zu verfolgen; man begegnet seinen Werken gewissermaßen auf Schrift und Tritt, wenn auch der Name ihres Urhebers meist in bescheidener Verborgenheit bleibt.“

Der Architekturschriftsteller Johann Friedrich Häuselmann lobte 1919 Zeitlers lebendige Darstellungsweise, die sich erfrischend von dem bis dahin vorherrschenden starren klassizistischen Stil unterschied:[58]

„Schon sehr früh hat er mit handwerklichen Holzschnitzereien angefangen, die ihm zeitlebens eigentlich den Maßstab für seine Arbeiten gegeben haben. Zeitler ist, trotz gelegentlicher Versuche ins Große, Kleinplastiker, dem das barocke Münchener Leben den ersten Stil gegeben hat. ... Zeitlers Kunst gründet sich auf figürliche Kleinplastiken mit mehr oder weniger barockem Zierwerk. Gelegentlich findet er auch einen Anklang ans Gotische, Renaissancistische, je nachdem es die architektonische Umwelt verlangt. ... Er hat in dem ehedem rein klassisch-akademische Stuttgarter Plastik Fülle, Rundung, Weichheit, Lustigkeit gebracht; er war in der mit dem zwanzigsten Jahrhundert in Stuttgart einsetzenden Baukunst geradezu eine Notwendigkeit. Ohne ihn wäre diese wohl um vieles ärmer ausgefallen, und die gesamte Welt seiner Figuren, Tierlein und Menschlein, hätten keinen so ausgezeichneten Meister gehabt.“

Der Stuttgarter Architekt Felix Schuster (1876–1950),[59] ein Protagonist des württembergischen „Heimatschutzes“ und wie Zeitler Professor an der Höheren Bauschule in Stuttgart, widmete Zeitler 1937 im „Schwäbischen Heimatbuch“ einen Aufsatz, in dem er besonders den volkstümlichen Zug von Zeitlers Kunst hervorhob:[60]

„Ein besonderer Zug an Zeitlers Kunst ist sein Sinn für Humor und seine reiche Phantasie. ... Überall sieht aus seinen Arbeiten der Schalk heraus wie so vielfach bei seinen geistigen Ahnen, unseren altdeutschen Meistern. Man betrachte nur etwa die drolligen Tiergestalten an der Stuttgarter Markthalle oder seine Putten. Eine besondere Vorliebe zeigt der Künstler für holzgeschnitzte Kleinplastik und dabei für Typen aus dem Volksleben wie Scherenschleifer, Bärentreiber, wandernde Zimmergesellen, Musikanten u. dgl.“

Außer den beiden aufgeführten monographischen Aufsätzen befassten sich nach dem Zweiten Weltkrieg nur Zeitungsartikel zu runden Geburtstagen und Nachrufe mit dem Künstler Josef Zeitler. Eine zusammenfassende Würdigung von Zeitlers Leben und Werk gibt es nicht.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

  • Stuttgarter Künstlerbund: Josef Zeitler war Mitglied und Verwaltungsratsmitglied des Stuttgarter Künstlerbunds. 1941 wurde eine Jubiläumsausstellung der Künstlerbundmitglieder Julius Kurz, Josef Zeitler und August Köhler veranstaltet. In diesem Jahr war Zeitler auch 1. Vorsitzender des Künstlerbunds.[61]
  • Ausstellerverband des Künstlerbunds: 30 Jahre lang Vorstand.[62]
  • Württembergischer Kunstverein: 20 Jahre Mitglied der Vorstandschaft.[63]
  • Stuttgarter Galerieverein.[64]
  • Mitglied des Landesausschusses für Denkmalpflege.
  • Prüfungsmeister für Holz- und Steinbildhauer sowie Stukkateure.[65]

Grabmal[Bearbeiten]

Josef Zeitler ist zusammen mit seiner zweiten Frau Emmy Zeitler geb. Lehrenkrauss auf dem Stuttgarter Waldfriedhof in Abteilung 10n begraben. Zeitlers Grabstele ist zu beiden Seiten von Grabstelen befreundeter Künstlerbundmitglieder umgeben: links zwei Stelen für den „Kunstmaler, den schwäbischen Merian[66] Walter Rombach (1898–1973) und rechts die Grabstele des „Kunstmalers“[67] August Köhler (1881–1964).

In die steinerne Grabstele von Zeitler ist eine hochrechteckige Reliefplatte aus Bronze eingelassen, die er wahrscheinlich (bis auf die später hinzugefügte Inschrift des Geburts- und Todesjahrs) selbst anfertigte. Die Platte erfüllt die Funktion einer illustrierten Kurzbiographie. Das Zentrum des Reliefs nimmt ein rundes Porträtmedaillon mit dem Selbstbildnis Zeitlers ein, umgeben von der Umschrift „Ist das Leben schön gewesen, dann war es Mühe und Arbeit.“ Die Bildunterschrift lautet: „Josef Zeitler, Bildhauer u. Prof. a. d. höh. Bauschule 1922 1937 / 1871–1958“. Die Konturenzeichnung eines Hauses zwischen den Jahreszahlen 1922 und 1937 illustriert die Dauer von Zeitlers Lehrtätigkeit an der Höheren Bauschule in Stuttgart. Über dem Porträt ist ein fliegender Vogel dargestellt, ein Symbol der Seele, die nach dem Tod die Erde verlässt.

Vier Reliefs in den Ecken der Bronzetafel, die wie ein moderner Comic anmuten und sich durch Humor und einem Schuss Selbstironie auszeichnen, skizzieren wichtige Stationen im Leben des Künstlers. Der zeitliche Ablauf beginnt links oben mit der Geburt 1871 und setzt sich im Uhrzeigersinn fort mit seiner Lehrzeit in Gütersloh 1888, seinen Studienaufenthalten in Paris und Lüttich 1893 und 1897 und seiner Bildhauerarbeit in Stuttgart 1903.

Nr. Bildunterschrift Bildbeschreibung
1 Fürth 26.9.1871
(Geburtsort und -datum)
Storch mit nacktem Kind im Schnabel, das ein Wappenschild mit einem Bienenkorb und drei Bienen hält, an der rechten oberen Ecke des Wappens ein dreiblättriges Kleeblatt, Wappenmotiv von Fürth. Das Bienenwappen spielt auf den Familiennamen Zeitler an: ein Zeidler war im Mittelalter ein gewerbsmäßiger Sammler von Honig wilder oder halbwilder Bienenvölker.
2 Gütersloh w. 1888“
(Lehre beim Onkel in Gütersloh in Westfalen)
Josef Zeitler auf der Wanderschaft, unterwegs mit Wanderstab und einem Rucksack mit den Initialen JZ, in dem ein Apfelzweig steckt.
3 Paris Lüttich 1893 1897 Josef Zeitler hält in einer Hand sein Saiteninstrument, in der anderen einen Rosenzweig (?), unterschrieben mit der Jahreszahl 1893. Auf seiner Wanderschaft kam er auch nach Paris, wo er den berühmten Bildhauer Auguste Rodin traf, und auch nach Lüttich.[68]
4 Stuttgart 1903 Der athletische, breitbeinig dastehende Josef Zeitler holt mit dem Klöpfel aus, um auf den Meißel zu schlagen, mit dem er die Skulptur eines storchähnlichen Vogels bearbeitet. Der Storch trinkt mit seinem Schnabel aus einem Weinglas, das in filigraner Durchsichtigkeit dargestellt ist.

Literatur[Bearbeiten]

Leben und Werk[Bearbeiten]

  • Erwin Bareis: Jubilare des Stuttgarter Künstlerbunds. In: Stuttgarter Neues Tagblatt April 1941.[69]
  • Erwin Bareis: Josef Zeitler. Zu seinem 70. Geburtstag. In: Stuttgarter Neues Tagblatt Nummer 263 vom 25. September 1941, Seite 2.
  • Wilhelm O. Dreßler: Dreßlers Kunsthandbuch, Band 2: Bildende Kunst. Das Buch der lebenden deutschen Künstler, Altertumsforscher, Kunstgelehrten und Kunstschriftsteller. Berlin 1930, Seite 1130.
  • Stuttgarter Galerieverein. Bericht über die Tätigkeit des Vereins von 1909–1911. Erstattet von dem Vereinsvorstand in der dritten Mitglieder-Versammlung. [Stuttgart 1911].
  • Heinrich Getzeny: Der malerische und plastische Fassadenschmuck der St. Fidelis-Kirche in Stuttgart. In: Die Christliche Kunst. Monatsschrift fur alle Gebiete der christlichen Kunst und Kunstwissenschaft Band 32, 1935, Seite 19, 21, 25 (Magdalene Giessenhoffer-Zeitler).
  • Georg Habich: Ignatius Taschner. In: Kunst und Handwerk. Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 Band 54, 1903–1904, Seite 1-18, online:.
  • Johann Friedrich Häuselmann: Josef Zeitler. In: Die Kunst. Monatshefte für freie und angewandte Kunst, Dekorative Kunst Band 32, 1918/19, Seite 201-204, online:.
  • Erika Hillegaart: „Hund und Katz“ bei Kindern sehr beliebt“. In: Der Teckbote. Kirchheimer Zeitung vom 27. Juli 2009, online:.
  • Werner Koch; Christopher Koch: Stuttgarter Friedhofsführer. Ein Wegweiser zu Gräbern bekannter Persönlichkeiten. Tübingen 2012, Seite 109, 111.
  • Franz Muncker: Theodor von, Bürgermeister von Bayreuth, 1823–1900. In: Lebensläufe aus Franken Band 1, 1919, 327-335 (Zeitlers Großvater).
  • NN: Zeitler, Josef. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 36, E. A. Seemann, Leipzig 1947, S. 444.
  • (r. d.): Ein reiches Künstlerleben. Zum Tode des Bildhauers Josef Zeitler. In: Stuttgarter Zeitung Nummer 71 vom 26. März 1958, Seite 13.
  • Felix Schuster: Zum sechzigsten Geburtstag [des Bundes für Heimatschutz]. In: Schwäbisches Heimatbuch 1932, Seite 127-130, hier: 127-128.
  • Felix Schuster: Der Bildhauer Josef Zeitler. In: Schwäbisches Heimatbuch 1937, Seite 56, 57-66.
  • Adolf Schwammberger: Fürth von A bis Z. Ein Geschichtslexikon. Neustadt an der Aisch 1984, Seite 402-403.
  • A. Steinbrenner: Der Bildhauer Professor Joseph Zeitler. In: Stuttgarter Leben Band 15, 1941, Heft 10, Seite 10-11, 35-37.
  • Hans Vollmer (Herausgeber): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts, Band 5, Leipzig 1961, Seite 201.
  • Josef Zeitler: Aus dem Leben meiner Vaterstadt. In: Bayerische Volkszeitung Nummer 296 vom 24. Dezember 1932 (mit Selbstporträt).

Werke[Bearbeiten]

Literatur über Zeitlers Arbeiten für die St. Fideliskirche: siehe St. Fideliskirche (Stuttgart).

  • Casimir Hermann Baer: Das Haus Fr. von Gemmingen in Stuttgart von den Architekten Eitel & Steigleder, Stuttgart. In: Moderne Bauformen, 12. Jahrgang 1913, Seite 43-64, hier: 46, 51 (Villa Gemmingen).
  • Julius Baum: Sanierung der Altstadt in Stuttgart. In: Architektonische Rundschau Band 25, 1909, Seite 85-92, Beilage, Tafel 81-92, online.
  • Julius Baum (Bearbeiter): Die Stuttgarter Kunst der Gegenwart. Stuttgart 1913, Seite 207, 209.
  • Günther Bergan; Klaus Hoffmann; Christian Rehmenklau: Ludwigsburger Kunstführer. Ludwigsburg 2009, Seite 46 (Relief Oberamtssparkasse).
  • Hans Böhm (Herausgeber); Ute Schmidt-Contag (Illustration): Brunnen in Stuttgart. Stuttgart 2004.
  • Judith Breuer: Ein kindgerechter Schulbau. Die Heusteigschule in Stuttgart. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg Band 30, 2001, Seite 150-152 (Reliefs, Puttenbrunnen), online:.
  • Brunnen und Staffeln in Stuttgart: Jungfrau mit den Tränenschalen. Stuttgart 2014, online:.
  • Chronik der Haupt- und Residenzstadt Stuttgart 1911. Stuttgart 1911, Seite 192 (Portalschmuck Salamanderbau).
  • Hans Daiber: Professor Theodor Fischer. Das königliche Kunstgebäude in Stuttgart. In: Der Profanbau 1914, Seite 233-256. Nachdruck: Stuttgart 1988, Seite 1-48, hier: Seite 5, 15, 24, 26.
  • Gemeinde St. Fidelis (Herausgeber): St. Fidelis 50 Jahre. Stuttgart 1975.
  • Ernst Fiechter: Bauten von Martin Elsaesser aus den Jahren 1910–1916. In: Moderne Bauformen Band 17, 1918, Seite 13-72, Wagenburgschule: 28-40, Josef Zeitler: 40.
  • Matthias Freytag: Theodor Fischers Stuttgarter Kunstgebäude am Schlossplatz. Entstehung und architektonische Form. Stuttgart 1989, Seite 57, 203.
  • Christiane Fülscher: Stuttgarter Markthalle 1910–1914. Martin Elsaesser Bauheft 04. Hamburg 2014, Seite 27 (Markthalle).
  • Johann Friedrich Häuselmann: Die Baukunst in Stuttgart . In: Architektonische Rundschau 29.1913, Heft 8, Seite 33-40, Tafel 114-129, Seite IX-XVI (6 Reliefs am Kunstgebäude), online:.
  • Julius Hartmann (Herausgeber): Geschichte der Stadt Stuttgart. Auf die Einweihung ihres neuen Rathauses. Stuttgart 1905 (Reliefs im Alten Rathaus von 1905).
  • Ilse Maria Hofmeister; Werner Schneider: Springbrunnen, Brunnen und Brünnele im Raum Stuttgart. Aufgesucht und fotografiert von Ilse Maria Hofmeister und Werner Schneider. Mit einem Grusswort von Manfred Rommel und einem Geleitwort von Peer-Uli Faerber. Ludwigsburg [1987].
  • Der Holz- und Steinbildhauer 1941, Seite 51-58.
  • Martin Hornung; Gerhard Schweier: Konzerthaus Heidenheim. Heidenheim [1989], Umschlag, Seite 9, 48.
  • M. Kappler: Heimatschutz beim Umbau einer fränkischen Dorfkirche. In: Schwäbisches Heimatbuch 1915, Seite 75-80, hier: 77-79 (Portalreliefs in Brettheim).
  • Gustav Keyßner: Das Stuttgarter Kunstgebäude. Stuttgart 1913, Seite 26, 28-29.
  • Michael Kienzle; Bernd Langner; Herbert Medek; Kai Loges (Fotografie): Inszeniertes Glück. Die erneuerte Stuttgarter Altstadt 1909. Stuttgart 2009, Seite 33 (Bärenführer), 36-37 (Hans-im-Glück-Brunnen).
  • [David Koch]: Der Stuttgarter Waldfriedhof von Oberbaurat Pantle. In: Christliches Kunstblatt für Kirche, Schule und Haus Band 59, 1917, Seite 210-215, 217-219, 221, hier: 212 (Jungfrau mit den Tränenschalen).
  • Wilhelm Kohlhaas: Chronik der Stadt Stuttgart 1913–1918. Stuttgart 1967, Seite 129-130 (Wackerer Schwabe).
  • Die Kunst. Monatshefte für freie und angewandte Kunst, Dekorative Kunst Band 28, 1924/25, Seite 12 (Zwei Plastiken, Haus Heinrich Scheufelen in Oberlenningen).
  • Die Kunst für alle. Malerei, Plastik, Graphik, Architektur Band 28, 1913, Seite 514, 518 (Bronzebüste „Meine liebe Frau“), online:.
  • Bärbel Küster (Herausgeberin); Wolfram Janzer (Fotos): Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Stuttgart, Heidelberg 2006, Seite 20, 21, 24.
  • Bernd Langner: Gemeinnütziger Wohnungsbau um 1900. Karl Hengerers Bauten für den Stuttgarter Verein für das Wohl der arbeitenden Klassen. Stuttgart 1994, Seite 148-212 (Altstadtsanierung).
  • Max Littmann: Die königlichen Hoftheater in Stuttgart. Darmstadt 1912, Seite 77-78 (beim Bau der Staatstheater Stuttgart beteiligte Bildhauer).
  • Bruno May: Gemeinnützige Bauten in Oberlenningen-Teck Württemberg. Errichtet im Auftrag der Papierfabrik Scheufelen. Sonderdruck aus „Moderne Bauformen“. Stuttgart 1926 (Oberlenningen, Gemeindehaus).
  • Moderne Bauformen Band 11, 1912, Seite 554-556 (Portal des Salamanderhauses).
  • Dietlinde Munzel-Everling: Kriegsnagelungen, A-Liste (ohne Schulnagelungen), Stand: August 2012. Ohne Ort 2012, Seite 143 (Wackerer Schwabe), online:.
  • Nagel-Auktionen, 225. Kunst-Auktion Stuttgart, 3. und 4. Juni 1969. Gemälde, Kunstgewerbe, Antiquitäten, Asiatika, Möbel, Orientteppiche, Schmuck u. a. aus dem Nachlaß Prof. Josef Zeitler, Bildhauer, Stuttgart., Stuttgart 1969, Nummer 147, 473-500, Tafel 24-26.
  • Winfried Nerdinger: Theodor Fischer, Architekt und Städtebauer. Berlin 1988, Seite 255-259, Nummer 168 (Kunstgebäude).
  • Neudeutsche Bauzeitung Band 11, 1915, Seite 87-91 (Markthalle, Wagenburgschule).
  • Rudolf Pantle: Friedhofkunst. Zur Ausstellung für Friedhofkunst im Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart. In: Zeitschrift für christliche Kunst Band 27, 1914, Seite 57-69, hier: 58, 65-67, (Grabmale), online:.
  • Rudolf Pantle: Grabmalplastik Zur Ausstellung für Friedhofkunst im Hoppenlaufriedhof zu Stuttgart. In: Die Plastik Band 4, 1914, Seite 60-62, hier: 61, Tafel 80 (späteres Grabmal von Albert Pantle und Säule mit auferstandenem Jesus).
  • Inge Petzold (Text); Christel Danzer (Fotos): Wasser zu Nutz und Zier. Stuttgarter Brunnen und Wasserspiele. Motive, Gestaltung, Geschichte, Geschicke. Stuttgart 1989.
  • Ulrike Plate: Zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Zwei Gedenkorte in Stuttgart für gefallene jüdische Soldaten. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg Band 43, 2014, Seite 137-139 (Ehrentafel in der Stuttgarter Synagoge), online:.
  • Architektonische Rundschau, Band 21, 1905, Seite 75-76, Tafel 74 (Allgemeine Rentenanstalt).
  • Architektonische Rundschau, Band 22, 1906, Seite 95-96 (Heusteigschule).
  • Architektonische Rundschau, Band 27, 1911, Heft 2, Seite 16 (Brunnen).
  • Architektonische Rundschau, Band 28, 1912, Heft 1, Tafel 14 (St. Martin), Seite III (Bronzetaufbecken Ellwangen).
  • Adolf Schicketanz: Die Chronik von Erkenbrechtsweiler. Nürtingen 1984, Seite 213, 218 (Brunnen in Erkenbrechtsweiler).
  • Erich Schlenker: Schwäbische Plastik der Gegenwart. Ihre Grundhaltung und ihre besonderen Äußerungen. In: Schwaben. Monatshefte für Volkstum und Kultur Band 12, 1940, Seite 593-615, hier: 614-615 (Schwatzbasen).
  • Manfred Schmid; Jutta Ronke: Städtisches Lapidarium, Museumsführer, Stuttgart [2006], Seite 107 (Nummer 307, Bärenführer).
  • Dietrich W. Schmidt (Herausgeber): Martin Elsaesser 1884 – 1957. Ein Architekt im Spannungsfeld zwischen Theodor Fischer und Ernst May. Seminarbericht. Stuttgart 1998, Seite 81 (Wagenburgschule).
  • Wilhelm Schussen; Gottfried Graf (Illustration): Die Wiederauffindung des Wackeren Schwaben nach dem Brande des Alten Schlosses in Stuttgart im Januar 1932. [Stuttgart 1932].
  • Heinrich Straumer: Die städtische Markthalle in Stuttgart. In: Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau Band 1, 1914/1915, Seite 47-55, hier: 50, 54, online:.
  • Landeshauptstadt Stuttgart, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, Untere Denkmalschutzbehörde (Hrsg.): Liste der Kulturdenkmale. Unbewegliche Bau- und Kunstdenkmale. Stuttgart 2008 (Steinstraße 7, 9), online:.
  • Gustav Wais: Stuttgarts Kunst- und Kulturdenkmale. 25 Bilder mit stadtgeschichtlichen, baugeschichtlichen und kunstgeschichtlichen Erläuterungen. Stuttgart [1954], Seite 29 (Hirschkuh mit Kitz), 121 (Nummer 160, Orpheus), 126-127 (Nummer 192-206, Reliefs im Alten Rathaus von 1905).
  • Der Waldfriedhof in Stuttgart. In: Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau Band 1, 1914/1915, Seite 442-443, 454-459, hier: 443, 455-458 (Waldfriedhof), online:.
  • Die Falkertschule in Stuttgart. In: Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau Band 1, 1914/1915, Seite 441, 450-453, hier: 453 (Faunbrunnen), online:.
  • Dagmar Zimdars (Redaktion): Baden-Württemberg I. Die Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. In: Georg Dehio (Herausgeber): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. München 1993, Seite 769 (Haus Mörikestraße 21 in Stuttgart).

Archive[Bearbeiten]

  • Ludwigsburg, Landesarchiv
    • F 201 Bü 510, 601; F 215 Bü 248, 317, 523, 539, 566 (Passakten Josef Zeitler und Familie)
  • Stuttgart, Stadtarchiv
    • Adressbücher
    • Familienregister, Band 25, Seite 756 (Christian Adolf Lehrenkrauss)
    • Personenkartei
    • Zeitungsausschnitte
    • 17/1-1562 (Schriftverkehr Zeitlers mit der Stadt Stuttgart)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Josef Zeitler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. #Steinbrenner 1941, Seite 36.
  2. In den Passakten wurde Josef Zeitler sowohl als Josef als auch als Joseph geführt (#Passakten).
  3. Als Geburtsdatum wird in den Passakten teilweise der 24., teilweise der 26. September 1871 angegeben (#Passakten). Auf Zeitlers Grabmal und in vielen Veröffentlichungen wird als Geburtsdatum fast immer der 26. September 1871 angegeben (zum Beispiel: #Schriftverkehr, 24. September 1949).
  4. #Muncker 1919, Seite 333-335.
  5. Sohn Richard Wagners.
  6. #Zeitler 1932.
  7. #Steinbrenner 1941, Seite 35.
  8. #Steinbrenner 1941, Seite 36.
  9. #Schriftverkehr, 16. August 1953, #Bareis 1941.2, Ansichtskarte von Josef Zeitler an „seinen hochverehrten Herrn Chef “ Hans Grässel, Immenstadt 12. August 1912, [1].
  10. #Schriftverkehr, Nummer 1.
  11. #Habich 1903, #r. d. 1958, #Steinbrenner 1941, Seite 36.
  12. #Bareis 1941.2.
  13. #Schuster 1937, Seite 58.
  14. #Schriftverkehr, Nummer 1, #Zeitungsausschnitte.
  15. #Dreßler 1930.
  16. #Zeitungsausschnitte, 25. September 1941.
  17. #Schriftverkehr, Nummer 1.
  18. #Zeitungsausschnitte. – Zeitler, dessen Gestalt in seinem Pass als „mittel“ beschrieben wird, erschien wohl dem 1,90 Meter großen Bismarck als verhältnismäßig klein.
  19. #Schriftverkehr, Nummer 1, 16. August 1953, 4. Mai 1954.
  20. #Schriftverkehr, 25. Juli 1949, 20. April 1953, #Zimdars 1993. – Siehe Werkliste.
  21. #Zeitler 1932.
  22. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs äußerte Zeitler: „Zwei meiner Bildhauer wurden von der Front zur Mitarbeit losgeeist.“ (Schuster 1937, Seite 62).
  23. Das Haus Weißenburgstraße 35 war ehemals das Haus der Kunstgießerfamilie Pelargus, siehe auch Wilhelm Pelargus. – Die meisten Stätten, wo Zeitler gewirkt und gewohnt hat, sind heute nicht mehr vorhanden. Noch vorhandene Stätten: Reginenstraße 38 (siehe Abbildung), Alexanderstraße 170, Heusteigstraße 103, Weißenburgstraße 35.
  24. #Adressbücher.
  25. #Hillegart 2009.
  26. #Schriftverkehr, 12. April 1950, 4. Mai 1954.
  27. #Personenkartei.
  28. Grabinschrift.
  29. #r. d. 1958.
  30. #Adressbücher, #r. d. 1958, #Schuster 1937, Seite 57.
  31. #Schriftverkehr, 2. Juni 1944, 6. September 1954, [2].
  32. #Schriftverkehr, 25. Juli 1949 (Entwurfszeichnung), Briefe von 1944.
  33. #Schriftverkehr, 13. September 1952.
  34. #Schriftverkehr, 13. September 1952, „Meine Verluste auf Schloß Löwenstein“.
  35. Mindestens ab 1948 (#Adressbücher).
  36. Die Pension betrug 1951 455 DM und 1953 550 DM (#Schriftverkehr, 27. November 1951, 15. August 1953). – Zum Durchschnittseinkommen siehe: Durchschnittsentgelt, Historische Werte.
  37. #Schriftverkehr, zwei Fotos der Plakette, Kostenaufstellung „Auslagen 1949“.
  38. #Schriftverkehr.
  39. #Getzeny 1935, Seite 19, 21, 25 (Abbildung), #Schriftverkehr, 6. September 1954.
  40. Todesanzeige in der Stuttgarter Zeitung Nummer 71 vom 26. März 1958.
  41. #Familienregister, #Adressbücher.
  42. Der Altar wurde 1964 bei der Modernisierung der Kirche durch einen schlichten, modernen Altar ersetzt (St. Fideliskirche, Modernisierung).
  43. #Schriftverkehr, 23. Dezember 1955, #r. d. 1958.
  44. #Adressbücher.
  45. #Schuster 1937, Seite 59, #Schriftverkehr, Nummer 1.
  46. #Schriftverkehr, Nummer 1.
  47. #Schriftverkehr, Nummer 1.
  48. Dies trifft beispielsweise zu für die Markuskirche, die Lukaskirche, die Gedächtniskirche, die Gaisburger Kirche und das Gustav-Siegle-Haus in Stuttgart, das Große und das Kleine Haus der Staatstheater Stuttgart (#Littmann 1912) sowie die Garnisonkirche Ulm (heute St. Georg).
  49. Heimatkundliche Blätter Balingen Band 26, 1979, Seite 239, online:.
  50. #Baum 1909, Seite 92.
  51. Laut Christiane Fülscher geht die Zuschreibung aus den Akten des Stadtarchivs Stuttgart hervor. Siehe auch Quellenangaben zum Stadtarchiv bei #Fülscher 2014, Seite 37.
  52. In #Hillegaart 2009 heißt es: „Einige Jahre zuvor [vor der Erbauung der Turn- und Festhalle und des Gemeindehauses in der Tobelstraße 1925–1926] hatte Zeitler die Gedenktafel für die Gefallenen des ersten Weltkrieges im Vorraum der Sankt-Martins-Kirche gestaltet.“
  53. In #Hillegaart 2009 heißt es: „Vor rund 75 Jahren wurde das denkmalwürdige Architekturensemble mit der Turn- und Festhalle, dem Gemeindehaus in der Tobelstraße und den Albert-Eitel-Häusern um den großzügig angelegten Platz mit dem Lehrerhaus erweitert. »Kunst am Bau« war dem Kunstkenner und Förderer Heinrich Scheufelen stets ein Anliegen. Er hatte den Stuttgarter Bildhauer Professor Josef Zeitler (1871 – 1958) gebeten, für die Eckmauer am Lehrerhaus eine Kleinplastik zu entwerfen.“ Die Turn- und Festhalle und das Gemeindehaus in der Tobelstraße wurden 1925–1926 (also nicht vor 75, sondern vor 85 Jahren) erbaut, siehe Albert Eitel, Werkverzeichnis.
  54. AS = Adolf Scheufelen.
  55. Karte mit dem genauen Standort: Datei:Stuttgart-Wangen, 0001.jpg. – Der Rennweg verläuft als rote, fast waagerechte Linie durch die Mitte der Karte, vom Eugen-Denneler-Brunnen über den Bienenbrunnen bis zum Burgbrünnele.
  56. Karte mit dem genauen Standort: Datei:Stuttgart-Wangen, 0001.jpg. – Der Rennweg verläuft als rote, fast waagerechte Linie durch die Mitte der Karte, vom Eugen-Denneler-Brunnen über den Bienenbrunnen bis zum Burgbrünnele.
  57. #Steinbrenner 1941, Seite 10.
  58. #Häuselmann 1919, Seite 201-202.
  59. Kurzbiographie auf LEO-BW: [3].
  60. #Schuster 1937, Seite 59.
  61. Siehe: Stuttgarter Künstlerbund.
  62. #Schriftverkehr, 7.Juli 1951.
  63. #Schriftverkehr, 12. April 1950.
  64. #Galerieverein 1911, Seite 15.
  65. #Schriftverkehr, Nummer 1.
  66. So die Inschriften der Grabstelen.
  67. So die Inschrift auf der Grabstele.
  68. #Hillegaart 2009.
  69. #Zeitungsausschnitte.