Joseph-René Bellot

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Joseph-René Bellot, Stephen Pearce, 1851
Bellotdenkmal
Tafel zur Erinnerung an Lieutenant Joseph-René Bellot an der Belcher-Säule auf Beechey Island, dessen Scheingrab sich hier befindet

Joseph-René Bellot (* 18. März 1826 in Paris; † 18. August 1853 in der Arktis) war ein französischer Marineoffizier und Polarforscher.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bellot wurde als Sohn eines Hufschmieds geboren. 1831 zog die Familie von Paris nach Rochefort um. Ab dem 15. Lebensjahr besuchte er die Marineschule (Ecole Navale) in Brest.

1845 beteiligte er sich an einer englisch-französischen Expedition nach Madagaskar. Anschließend war er Mitglied einer englisch-französischen Expedition, die weitreichende Erkenntnisse über die Nutzbarkeit des Río Paraná für die kommerzielle Schifffahrt erbrachte.

1850/51 schloss er sich der Expedition William Kennedys an, die aufbrach, um den verschollenen John Franklin zu finden. Dieses Vorhaben konnte zwar nicht erreicht werden, stattdessen entdeckte man eine Wasserstraße, die Kennedy nach dem Franzosen Bellotstraße nannte. 1852/53 beteiligte sich der mittlerweile zum Leutnant beförderte Bellot erneut an einer Suchmission nach John Franklin, diesmal an der Seite Edward A. Inglefields. Die Suche nach Franklin verlief wieder erfolglos.

Während der Inglefield-Expedition wurde Bellot am 18. August 1853 von einer Sturmböe ins Wasser des Wellington-Kanals gerissen und ist seitdem verschollen.

Denkmale[Bearbeiten]

Zu Bellots Ehren wurde ein Denkmal im Old Royal Naval College in Greenwich, London errichtet. Ein weiteres Denkmal wurde in der Nähe seines Todesortes auf der Beechey-Insel errichtet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Kreuz der Ehrenlegion für die Verdienste bei der Madagaskar-Expedition (1845)

Schriften[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Nach Bellot wurde 1935 ein Mondkrater benannt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bellot. Krater mit individuellem Namen.

Weblinks[Bearbeiten]