Joseph Cades

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Architekten. Für den italienischen Maler siehe Giuseppe Cades.

Joseph Cades (* 15. September 1855 in Altheim, Oberamt Biberach, heute zu Schemmerhofen; † 31. Mai 1943 in Stuttgart), auch Josef Cades, war ein deutscher Architekt des Historismus. Er entwarf zahlreiche Kirchenbauten, darunter 39 Kirchen in der württembergischen Diözese Rottenburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Pfarrkirche St. Michael, Lauterbach

Joseph wurde in Altheim, heute ein Teilort von Schemmerhofen in Oberschwaben geboren. Sein Vater war von Beruf Schuhmacher. Nach Aufgabe des Handwerks war der Vater Landwirt und Gemeindepfleger. Schon früh wurde Joseph zu leichten landwirtschaftlichen Arbeiten herangezogen. Später studierte an der Baugewerkschule und der Technischen Hochschule Stuttgart. Einer seiner Lehrer war Joseph von Egle. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst bei der Fertigstellung des Ulmer Münsters mit, ab 1883 war er im erzbischöflichen Bauamt in Freiburg im Breisgau tätig. In diese Zeit fallen Studienreisen in Deutschland, Italien und Frankreich.

Ab 1886 war er selbständiger Architekt in Stuttgart und widmete sich vor allem dem katholischen Kirchenbau.

Cades’ Stil reicht von der Neugotik über die Neuromanik bis zum Neubarock.

Einige von Cades’ Kirchen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und teils vereinfacht wiederaufgebaut. Andere wurden im Zuge des architektonischen Geschmackswandels und aufgrund Änderungen in der katholischen Liturgie ab den 1950er Jahren verändert, purifiziert und ihrer oft opulenten Ausstattung beraubt. Die stadtbildprägende, zweitürmige neugotische Herz-Jesu-Kirche in Bregenz, die bei der Erbauung als „Kathedrale en miniature“ gerühmte Pfarrkirche in Hundersingen und die oft „Schussentaldom“ genannte Pfarrkirche in Mochenwangen blieben als Gesamtkunstwerke des Historismus mitsamt Ausstattung und Ausmalung erhalten und wurden im späten 20. Jh. behutsam renoviert. Ebenfalls nahezu in der Originalgestalt erhalten haben sich die Pfarrkirchen zu Dieterskirch und Heudorf.

[Bearbeiten] Werk (Auswahl)

[Bearbeiten] Mitgliedschaft

[Bearbeiten] Literatur

  • Baum: Cades, Joseph. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 5, E. A. Seemann, Leipzig 1911, S. 342f
  • Erich Endrich: Josef Cades. In: Heilige Kunst. Mitgliedsgabe des Kunstvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 24. Jg. 1988–1991, S. 135–136.
  • Johannes Lang: Josef Cades – ein Baumeister in Württemberg aus unserer Heimatregion. In: Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach, Heft 1/2004, S. 72–75.
  • Alfred Lutz: Der Architekt Joseph Cades (1855–1943). Seine Bauten in Ravensburg und Umgebung. In: Altstadt-Aspekte (Ravensburg), 7. Jg. 2001/2002, S. 54–59.
  • Rudolf Kautzsch: Mittelalterliche und Renaissance-Baukunst im Elsass. Verlag des Wissenschaftlichen Instituts der Elsass-Lothringer im Reich an der Universität Frankfurt 1929 - 106 Zeichnungen von J. Cades von 1882-1902.
  • Richard Strobel: Landkirchen in den Ortsteilen von Schwäbisch Gmünd um 1900. In: Nachrichtenblatt des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg 2005.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Joseph Cades – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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