Joseph Hillebrand

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Heinrich Joseph Hillebrand (* 24. August 1788 in Groß Düngen (bei Hildesheim); † 25. Januar 1871 in Bad Soden am Taunus) war ein deutscher Philosoph, Schriftsteller, Literaturhistoriker und Politiker im Großherzogtum Hessen.

Biografie[Bearbeiten]

Joseph Hillebrand war nach seinem Studium 1812 bis 1815 Lehrer am Josephinum Hildesheim, 1822 badischer Hofrat und später Direktor eines Gymnasiums in Gießen und danach Professor sowie Dekan an der dortigen Universität.

Er publizierte neben historischen Romanen und Erzählungen vor allem philosophische und literarische Schriften.

Joseph Hillebrand ist Vater von Karl Hillebrand.

Politik[Bearbeiten]

Joseph Hillebrand wurde 1847 für den Wahlbezirk Stadt Gießen in die zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen gewählt und war in der Kammer ab 1847 Präsident. Nach der Märzrevolution war er ab 1849 für zwei Landtagssessionen für den Wahlbezirk Oberhessen 14/Friedberg. In der folgenden Wahlperiode von 1851 bis 1956 vertrat er den Wahlbezirk Rheinhessen 2/Stadt Mainz im Parlament. 1862 bis 1865 war er erneut (diesmal für den Wahlbezirk der Stadt Offenbach) Mitglied der zweiten Kammer. Er vertrat im Landtag deutliche liberale Positionen.

Werke[Bearbeiten]

  • Germanikus, 1817
  • Über die Einheit der Zeit und den Zusammenhang der Ereignisse in derselben, 1818
  • Encyclopädie der Philosophie, 1819
  • Grundriss der Logik und philosophischen Vorkenntnislehre, 1820
  • Die Anthropologie als Wissenschaft, 1822
  • Astrologie und ihre Auswirkungen, 1823
  • Philosophie des Geistes oder Encyclopädie der gesammten Geisteslehre, 2 Bde., 1835-36
  • Die deutsche Nationalliteratur seit dem Anfange des achtzehnten Jahrhunderts, besonders seit Lessing, bis auf die Gegenwart. Historisch und ästhetisch - kritisch dargestellt, 1845

Quellen[Bearbeiten]

  • Hans Georg Ruppel / Birgit Groß: Hessische Abgeordnete 1820-1930, Darmstadt 1980, ISBN 3-922316-14X, Seite 135-136

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]