Joseph Laniel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Joseph Laniel (* 12. Oktober 1889 in Vimoutiers, Département Orne; † 8. April 1975 in Paris) war ein französischer Politiker (AD, PRL).

Biographie[Bearbeiten]

Als Industrieller war er von 1932 bis 1940 sowie von 1945 bis 1958 Abgeordneter des Départements Calvados in der Nationalversammlung. Sein erstes Regierungsamt bekleidete er 1940 in der Regierung von Paul Reynaud als Unterstaatssekretär im Finanzministerium.

Im Juli 1940 stimmte er der Übertragung außerordentlicher Vollmachten auf Marschall Philippe Pétain zu. Dennoch wurde er später Mitglied der Résistance und zählte zu den Gründern des Conseil National de la Résistance. Am 26. August 1944 nahm er an der Seite von Charles de Gaulle und Georges Bidault an der Befreiung von Paris teil. Er gründete 1945 eine Partei der gemäßigten Rechten, den Parti républicain de la liberté (PRL), der sich später mit den „Indépendants“ zusammenschloss.

Regierungsämter[Bearbeiten]

  • Staatssekretär für Finanzen und Wirtschaft in der Regierung André Marie (26. Juli 1948–5. September 1948)
  • Minister für Post und Fernmeldewesen in der Regierung René Pleven (11. August 1951–4. Oktober 1951)
  • Staatsminister in der Regierung René Pleven (4. Oktober 1951–20. Januar 1952)
  • Staatsminister in der Regierung Edgar Faure (20. Januar 1952–8. März 1952)
  • Ministerpräsident (27. Juni 1953–12. Juni 1954)

Regierungszeit[Bearbeiten]

Mit einer Amtszeit von fast einem Jahr gehörte die Regierung von Joseph Laniel zu den stabileren Regierungen der IV. Republik.

Sie sah sich mit sozialen Konflikten, der tiefen Spaltung der öffentlichen Meinung in der Frage der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und der Intensivierung des Indochina-Konflikts konfrontiert. Die militärische Niederlage von Dien Bien Phu führte zum Sturz der Regierung von Joseph Laniel.

Während seiner Amtszeit trat Laniel 1953 bei der Wahl zum Staatspräsidenten an, der in der IV. Republik von beiden Parlamentskammern gewählt wurde. Nach dem 11. Wahlgang zog er jedoch seine Kandidatur zurück; gewählt wurde im 13. Wahlgang René Coty, der wie Laniel dem Centre national des indépendants et paysans angehörte.

Literatur[Bearbeiten]

Joseph Laniel ist Autor von Le drame indochinois », Paris, Plon, 1957.

Vorgänger Amt Nachfolger
René Mayer Ministerpräsident der Vierten Republik
27. Juni 195312. Juni 1954
Pierre Mendès-France