Joseph Molitor von Mühlfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Joseph Freiherr Molitor von Mühlfeld (* 21. Juli 1855[1] auf Schloss Westheim bei Augsburg; † 24. Juni 1890 in München) war ein deutscher Kunstmaler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Über sein Leben ist nicht viel bekannt. Er stammte aus einem süddeutschen Offiziers- und Beamtengeschlecht und war der jüngste Sohn des königlich bayerischen Majors und Kämmerers Ernst Franz Freiherr Molitor von Mühlfeld (1808-1888) und seiner Frau Caroline (1812-1870), geb. von Weiß.[2] Er wuchs auf dem Schlossgut Westheim auf, einem ehemaligen Bistumsgut des Bistums Augsburg, das sein Vater von seinem Schwiegervater von Weiß erworben hatte.[3]

Ab 1873 studierte an der Akademie der Bildenden Künste München[4] und war hier Schüler von Wilhelm von Lindenschmit. Zeitgenossen galt er als eine schöne Begabung, der bei ebenso entschiedenem Talent als Fleiß ... große Erwartungen erregte, dann aber in extremen Naturalismus und auf die plein-air Malerei geriet.[5]

Bis zu seinem frühen Tod schuf er vor allem Genreszenen.

Er wurde in einer Familiengrabstätte auf dem Nördlichen Friedhof in München begraben.

Werke[Bearbeiten]

  • Ziegenhirte mit Zicklein
  • Wäsche aufhängendes Mädchen
  • Junges Mädchen (112 x 61 cm), München, Neue Pinakothek (Inv. Nr. 8785)
  • Inneres einer Kapelle mit Betern, auch Bei der Andacht, Morning Prayers (63.5 x 82.6 cm)[6]
  • Kleiner Angler = (?) Master of all he surveys (1888, 139.7 x 104.1 cm)[7]

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich Pecht: Geschichte der Münchener Kunst im neunzehnten Jahrhundert. München 1888 Digitalisat, S. 366
  • Thieme-Becker: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler, Band 25, Leipzig 1931, S. 39

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joseph Molitor von Mühlfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsdatum nach Davide von Retberg: Friedhof-Notizen. In: Monatsblatt des Heraldisch-Genealogischen Vereines "Adler" 3 (1895), S. 413-19, hier S. 415; so auch in Gothaisches genealogisches taschenbuch der freiherrlichen Häuser, das in der Literatur häufig anzutreffende Geburtsjahr 1856 ist also falsch
  2. Gothaisches genealogisches taschenbuch der freiherrlichen Häuser. 21 (1871), S. 459
  3. Anton von Steichele: Das Bistum Augsburg: historisch und statistisch beschrieben. Band 2, Augsburg:Schmid 1864, S. 65
  4. 02996 Joseph Fhr. von Molitor, Matrikelbuch 1841-1884, Zugriff vom 10. April 2012
  5. Pecht (Lit.)
  6. Versteigert bei Christie's New York am 8. September 2004 (Lot 259)
  7. Bis 1999 Teil der Kunstsammlung von Haussner's Restaurant in Baltimore, am 2. November 1999 bei Sotheby’s versteigert