Joseph Sheridan Le Fanu

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Joseph Sheridan Le Fanu.

Joseph Thomas Sheridan Le Fanu (* 28. August 1814 in Dublin; † 10. Februar 1873 ebenda) war ein irischer Schriftsteller und gehört zu den bekanntesten Autoren klassischer Gruselgeschichten.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Joseph Sheridan Le Fanu wurde 1814 in Dublin als Sohn von Thomas Philip Le Fanu und Emma Lucretia Dobbin geboren. Nach seiner Ausbildung an der Universität von Dublin erscheint 1838 seine erste Erzählung, The Ghost and the Bonesetter, im Dublin University Magazine. Nach dem Tod seiner Schwester (1841) schrieb er Spalatro.

Er heiratete am 18. Dezember 1844 Susanna Bennett, Tochter eines Rechtsanwalts. Sie hatten vier Kinder: Eleanor (1845), Emma (1846), Thomas (1847) und George (1854). Sie wohnten in No. 18 Merrion Square (jetzt No. 70). Das Haus gehörte der Familie seiner Frau - er hat es für £22 pro Jahr gemietet.

Danach schrieb er The Mysterious Lodger (1850, anonym) und Ghost Stories of Chapelizod (1851).

1858 starb seine Frau und 1861 seine Mutter. Erst nach dem Tod seiner Mutter fing er wieder an zu schreiben.

Das Familienhaus von Le Fanu in Merrion Square, Dublin.

1861 kaufte er das Dublin University Magazine und war bis 1869 dessen Redakteur. Er starb zuhause in Merrion Square und wurde im Friedhof Mount Jerome in Dublin beigesetzt.

In seinen zahlreichen Erzählungen geht es oft um Geister oder andere unheimliche Erscheinungen. Am bekanntesten ist wohl Carmilla, eine Geschichte einer lesbischen Vampirin. Die Erzählung spielt in der Steiermark. Sie erschien in der Sammlung In a Glass Darkly (1872). Die Novelle bildete die Grundlage für zahlreiche Verfilmungen. Allein die britische Filmproduktionsgesellschaft Hammer-Films verarbeitete die Erzählung Anfang der 1970er Jahre drei mal: Die sogenannte Karnstein-Trilogie umfasst die Filme: Gruft der Vampire, Nur Vampire küssen blutig und Draculas Hexenjagd.

[Bearbeiten] Werke

  • 1838-1840 "The Purcell Papers"
  • 1845 "The Cock and Anchor"
  • 1847 "The Fortunes of Colonel Torlogh O'Brien"
  • 1863 "The House by the Churchyard"
  • 1864 "Uncle Silas" und "Wylder's Hand"
  • 1865 "Guy Deverell"
  • 1867 "The Tenants of Malory"
  • 1868 "Haunted Lives"
  • 1869 "The Wyvern Mystery"
  • 1871 "Chronicles of Golden Friars and The Rose and the Key"
  • 1872 "In a Glass Darkly"
  • 2008 "Das Zimmer im ›Fliegenden Drachen‹", dt. Giessen 2008

[Bearbeiten] Verfilmungen

Der deutsche Regisseur Wilhelm Semmelroth verfilmte 1977 den Roman "Uncle Silas" für den WDR als Zweiteiler unter dem Titel "Onkel Silas". Das Drehbuch stammte von Herbert Asmodi; die Musik komponierte Hans Jönsson. In der Hauptrolle war Hannes Messemer zu sehen.

englischsprachige Bibliografie: [1]

[Bearbeiten] Noten

  1. McCormack, W. J. Sheridan Le Fanu (3. Vorlage, 1997)

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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