Joseph E. Stiglitz
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Joseph E. Stiglitz (Joseph Eugene „Joe“ Stiglitz; * 9. Februar 1943 in Gary, Indiana) ist ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler. Für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten erhielt er 2001 zusammen mit George A. Akerlof und Michael Spence den Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel.
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Leben [Bearbeiten]
Stiglitz stammt aus einer jüdischen Familie; sein Vater war Versicherungsvertreter, seine Mutter Lehrerin. Zunächst studierte er Mathematik, dann Wirtschaftswissenschaften. 1964 graduierte er am Amherst College zum B. A., dann promovierte er am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er auf Robert M. Solow und Paul A. Samuelson traf. Bei einem Forschungsaufenthalt an der University of Cambridge freundete er sich mit Joan Robinson und Nicholas Kaldor an. Ein weiterer Forschungsaufenthalt in Nairobi machte ihn mit den wirtschaftlichen Problemen in Entwicklungsländern vertraut.[1]
An der Yale University war er von 1970 bis 1974 Professor für Wirtschaftswissenschaft, danach an der Stanford University (1974–1976, 1988–2001), der University of Oxford (1976–1979) und der Princeton University (1979–1988). Er wurde Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste.[2] Derzeit ist er Professor an der Columbia University im Norden Manhattans[3] und unterrichtet ebenso an den französischen Elitehochschulen École polytechnique und Sciences Po Paris.
1993 wurde er Mitglied im Rat der Wirtschaftsberater von US-Präsident Bill Clinton, dessen Ratsvorsitz er von 1995 bis 1997 innehatte. 1997 wechselte er als Chefökonom zur Weltbank.[3] Meinungsverschiedenheiten über deren Kurs führten 2000 zu seinem Rücktritt.[1]
Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er durch sein Buch Die Schatten der Globalisierung, eine scharfe Kritik an der Politik der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds und des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten.[4] Stiglitz ist auch als Kritiker der Wirtschaftspolitik und anderer Maßnahmen der US-Regierung unter George W. Bush hervorgetreten.
Stiglitz leitet das Brooks World Poverty Institute der University of Manchester,[5] ist Vorsitzender des Committee on Global Thought[6] an der School of International and Public Affairs der Columbia University und gründete die Initiative for Policy Dialogue im Juli 2000.[7]
Als ein führender Forscher in der Mikroökonomie wurde er auch bekannt als Autor des Buches Whither Socialism? („Wohin Sozialismus?“), in dem er Theorien zum Fehlschlagen des Sozialismus in Osteuropa, zur Rolle der asymmetrischen Information in den Märkten sowie zu Fehlannahmen über die Bedeutung des freien Marktes in einer kapitalistischen Marktwirtschaft darlegt.
In seinem Werk Die Roaring Nineties, in welchem sich Stiglitz fast ausschließlich auf eine Bestandsaufnahme und kritische Auseinandersetzung mit der US-Wirtschaft (z.B. Enron) beschränkt, empfiehlt er staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen. Stiglitz hat sich aber auch auf die deutsche Volkswirtschaft bezogen und eine staatliche Nachfragepolitik, ein keynesianisches Konzept, nahegelegt.
2008/2009 leitete Stiglitz die von Miguel d’Escoto Brockmann, dem Präsidenten der Generalversammlung der Vereinten Nationen, einberufene Commission of Experts on Reforms of the International Monetary and Financial System (kurz: Commission on Financial Reforms), die 2009 ihre Empfehlungen zu einer Reform des internationalen Finanzsystems vorlegte.[8]
2008 übernahm Stiglitz den Vorsitz einer Arbeitsgruppe zur Verbesserung der Messung wirtschaftlicher Leistung und gesellschaftlichen Fortschritts.[9] Diese Arbeitsgruppe war eine Initiative von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Der Abschlussbericht der Stiglitz-Sen-Fitoussi-Kommission wurde im September 2009 vorgelegt und soll Impulse auf den Gebieten Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Umweltindikatoren sowie Messung von Lebensqualität und Nachhaltige Entwicklung geben.
Im März 2009 kritisierte Stiglitz die Regierung von Barack Obama für ihren Plan zur Behebung der Banken- und Finanzkrise. Er sei viel schlimmer als eine Verstaatlichung des Bankensystems, nämlich „Ersatzkapitalismus – die Privatisierung der Gewinne und die Verstaatlichung der Verluste“.[10]
Er ist Mitbegründer des Ende Oktober 2009 gegründeten Institute for New Economic Thinking (INET) um neue Denkansätze für die Volkswirtschaftslehre zu entwickeln.[11]
Die Chancen der Globalisierung [Bearbeiten]
In Die Chancen der Globalisierung beurteilt Stiglitz die augenblickliche Form der Globalisierung wie schon in Die Schatten der Globalisierung als negativ. Im Unterschied zu manchen anderen Globalisierungskritikern sieht er jedoch nicht die Globalisierung an sich als schlecht an, denn er hofft, „dass wir die Globalisierung so organisieren können, dass sie ihren Versprechen eher gerecht wird“.[12] Dazu gehört für ihn vorrangig die Bekämpfung der Armut in den Entwicklungsländern.
In dem Buch widmet sich Stiglitz vor allem den ökonomischen Aspekten der Globalisierung und erst im abschließenden Kapitel ihren zentralen politischen Aspekten. Er stellt eine Liste der „wichtigsten Elemente eines Reformpakets auf“.[13]
- Die Hauptforderung von Stiglitz ist eine Stimmrechtsänderung beim Internationalen Währungsfonds und der Weltbank, da die Entwicklungsländer unterrepräsentiert seien und die USA beim IWF als einziges Mitglied faktisch ein Vetorecht hätten. Außerdem muss die Repräsentation verändert werden, damit nicht nur die Finanz- und Handelsminister die Entscheidungen in den Gremien bestimmten. Zudem müssen bei Verhandlungen Vertreter „der am wenigsten entwickelten Länder, der kleinen Agrarexporteure und so weiter“[14] vertreten sein.
- Eine weitere Forderung ist die Reformierung des Systems der Weltwährungsreserven, das mit seiner Fokussierung auf den US-Dollar in Form der Schatzwechsel (t-bills) zum Scheitern verurteilt sei. Die zunehmende Verschuldung werde dazu führen, dass der US-Dollar seine Funktion als Weltreservewährung auf Dauer verlieren muss. Andere Währungen, wahrscheinlich der Euro, würden diese Funktion ersetzen, das Problem des Konsumdefizites damit aber immer nur bis zum eigenen Zusammenbruch lösen.
- Der Hebel dieser Problematik sei die „Unwiderstehlichkeit günstiger Kredite für Politiker“ in Form von Schatzbriefen. Die Lösung bestehe in der Einführung eines „Weltdollars“, der von einer „Institution unter der Federführung der Staatengemeinschaft“ nach sozialen Maßstäben ausgegeben werden müsse. „Diese eine Initiative könnte mehr als jede andere dazu beitragen, die Globalisierung zu einer echten Erfolgsgeschichte zu machen.“[15] Einen ähnlichen Gedankengang findet man, wie Stiglitz anmerkt, auch schon bei John Maynard Keynes.[16]
- Auch die Arbeitsweise der internationalen Institutionen müsse verbessert werden. Er fordert unter anderem mehr Offenheit, da diese „Institutionen weniger transparent sind als die demokratischen Regierungen ihrer Mitgliedstaaten.“[17]
- Weitere Forderungen sind „verbesserte Regeln für die Lösung von Interessenkonflikten“, „breitere Mitspracherechte“, den „Ausbau der Fähigkeit von Entwicklungsländern zur echten Teilhabe an der Entscheidungsfindung“ und den „Ausbau der Rechenschaftspflicht“[17] der internationalen Institutionen. Er kritisiert hier, dass zwar evaluiert wird, dies aber von Mitarbeitern des IWF oder der Weltbank durchgeführt wird. „Diese Aufgabe sollte vielmehr den Vereinten Nationen übertragen werden.“[18] Des Weiteren fordert Stiglitz ein unabhängiges globales Gericht und eine bessere Durchsetzung internationaler Rechtsnormen.
Damit die Globalisierung einen Wohlstand für alle schaffen kann, fordert Stiglitz einen neuen globalen Gesellschaftsvertrag, der unter anderem eine faire Handelsordnung beinhaltet. Die Entwicklungsländer sollen „Zugang zu Wissen“ und zu preiswerten lebensrettenden Medikamenten erhalten. Auch müsse „ihr traditionelles Wissen berücksichtigt“[19] werden. Die Industrieländer müssten auch ihre Zusage, 0,7 % des Bruttoinlandsprodukts in die Entwicklungshilfe zu geben, einhalten.
Anfang 2012 bilanzierte er die Situation so: „2011 wird als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem viele der sonst so optimistischen Amerikaner begannen, die Hoffnung zu verlieren. (…) Die Ersparnisse derer, die 2008 oder 2009 ihre Arbeit verloren hatten, waren bis 2011 aufgezehrt. Auch mit dem Arbeitslosengeld war Schluss. Die Firmen stellen nicht schnell genug wieder ein, um Schritt zu halten mit der Zahl derjenigen, die normalerweise auf den Arbeitsmarkt drängen würden. Und die 50-Jährigen haben ohnehin kaum Hoffnung, je wieder einen Job zu bekommen. (…) Über sieben Millionen amerikanische Familien haben ihr Heim verloren.“
Er prognostizierte für 2012: „dieses Jahr wird voraussichtlich noch schlimmer. Natürlich ist es möglich, dass die USA ihre politischen Probleme lösen und endlich die Arbeitslosigkeit mithilfe von Konjunkturmaßnahmen auf sechs oder sieben Prozent drücken (…). Aber das ist ebenso unwahrscheinlich wie die Möglichkeit, dass Europa erkennt, dass Sparen allein die Probleme nicht lösen wird. Das Gegenteil trifft zu: Sparsamkeit wird die Wirtschaft nur noch schneller abkühlen. Bleibt das Wachstum aus, wird sich die Schuldenkrise – und die Euro-Krise – nur verschlimmern. Und die langwierige Krise, die mit dem Platzen der Immobilienblase 2007 einsetzte, und die nachfolgende Rezession werden fortdauern.“
Er fordert „eine progressivere Besteuerung (unter dem Strich eine Umverteilung der Einkommen von der Spitze in die unteren Schichten)“, um gleichzeitig Ungerechtigkeiten abzubauen, die Gesamtnachfrage und die Beschäftigung zu erhöhen; befürchtet aber, dass Politik und Ideologie nichts davon zulassen werden.[20]
Persönliches [Bearbeiten]
Stiglitz ist Vater dreier Kinder. Seit 2004 ist er in dritter Ehe verheiratet mit Anya Schiffrin, die an der Columbia-Universität das Journalismus-Programm leitet.[1]
Veröffentlichungen [Bearbeiten]
- Economics of the Public Sector. W. W. Norton, New York 1986; 2. Auflage. ebd. 1988; 3. Auflage. ebd. 2000, ISBN 0-393-96651-8.
- Finanzwissenschaft. Ins Deutsche übertragen und teilweise auf Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland eingerichtet von Bruno Schönfelder. Oldenbourg, München/ Wien 1989, ISBN 3-486-21224-9.
- Economics. W. W. Norton, New York 1993; 2. Auflage. ebd. 1997. Mit Carl E. Walsh: 3. Auflage. ebd. 2002; 4. Auflage. 2005, ISBN 0-393-92622-2.
- Volkswirtschaftslehre. Oldenbourg, München/ Wien 1999, ISBN 3-486-23379-3.
- Whither Socialism? MIT Press, Cambridge 1996, ISBN 0-262-69182-5.
- Rezension von Steve Laniel, 24. März 2009
- mit Gerald M. Meier (Hrsg.): Frontiers of Development Economics. The Future in Perspective. Oxford University Press, 2000, ISBN 0-19-521592-3.
- mit Robert Holzmann (Hrsg.): New Ideas About Old Age Security. Toward Sustainable Pension Systems in the 21st Century. World Bank, Washington 2001, ISBN 0-8213-4822-1.
- mit Raaj K. Sah: Peasants versus City-Dwellers. Taxation and the Burden of Economic Development. Oxford University Press, 2002, ISBN 0-19-925357-9.
- Globalization and Its Discontents. W. W. Norton, New York 2002, ISBN 0-393-05124-2.
- Die Schatten der Globalisierung. Siedler, Berlin 2002, ISBN 3-88680-753-3; Goldmann, München 2004, ISBN 3-442-15284-4.
- mit Bruce Greenwald: Towards a New Paradigm in Monetary Economics. Cambridge University Press, London 2003, ISBN 0-521-81034-5.
- The Roaring Nineties. A New History of the World’s Most Prosperous Decade. W. W. Norton, Washington 2003, ISBN 0-393-05852-2.
- Die roaring nineties. Der entzauberte Boom. Siedler, Berlin 2004, ISBN 3-88680-807-6; Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-15341-7.
- Ökonomie: Nach dem Ende des Booms, Rezension von Reinhard Blomert, Die Zeit, 29. April 2004
- Soziale Gerechtigkeit, Rezension von Günther Schulz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. August 2005
- Die roaring nineties. Der entzauberte Boom. Siedler, Berlin 2004, ISBN 3-88680-807-6; Goldmann, München 2005, ISBN 3-442-15341-7.
- Ist globalisierte Ethik möglich? In: Hans Ruh & Klaus M. Leisinger (Hrsg.): Ethik im Management. Ethik und Erfolg verbünden sich. Orell Füssli, Zürich 2004, ISBN 3-280-05104-5, S. 79–110.
- mit Andrew Charlton: Fair Trade for All. How Trade Can Promote Development. Oxford University Press, New York 2005, ISBN 0-19-929090-3.
- Fair trade. Agenda für einen gerechten Welthandel. Murmann, Hamburg 2006, ISBN 3-938017-63-5.
- The Poor Get Poorer, Rezension von Robert B. Reich, The New York Times, 2. April 2006.
- Fair trade. Agenda für einen gerechten Welthandel. Murmann, Hamburg 2006, ISBN 3-938017-63-5.
- mit Carl E. Walsh: Principles of Microeconomics. 4. Auflage. W. W. Norton, New York 2005, ISBN 0-393-92623-0.
- mit Carl E. Walsh: Principles of Macroeconomics. 4. Auflage. W. W. Norton, New York 2005, ISBN 0-393-92624-9.
- mit José Antonio Ocampo, Shari Spiegel, Ricardo Ffrench-Davis & Deepak Nayyar: Stability with Growth. Macroeconomics, Liberalization and Development. Oxford University Press, 2006, ISBN 0-19-928814-3.
- Making Globalization Work. W. W. Norton, New York 2006, ISBN 0-393-06122-1.
- Die Chancen der Globalisierung. Siedler, Berlin 2006, ISBN 3-88680-841-6; Bpb, Bonn 2006, ISBN 3-89331-735-X; Pantheon, München 2008, ISBN 978-3-570-55048-9.
- Erhebliches Ungleichgewicht, Rezension von Wilfried von Bredow, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. November 2006.
- Nichts für Träumer und Trottel, Rezension von Ulrike Winkelmann, die tageszeitung, 18. November 2006
- Weitere Links zu Rezensionen, Vorträgen und Interviews auf der Website des Verlags
- Die Chancen der Globalisierung. Siedler, Berlin 2006, ISBN 3-88680-841-6; Bpb, Bonn 2006, ISBN 3-89331-735-X; Pantheon, München 2008, ISBN 978-3-570-55048-9.
- mit Stephany Griffith-Jones: Growth with responsibility in a globalized world. Findings of the Shadow G-8. Friedrich-Ebert-Stiftung New York, Mai 2007 (PDF; 412 KB)
- mit Linda J. Bilmes: The Three Trillion Dollar War. The True Cost of the War in Iraq. W. W. Norton, New York 2008, ISBN 978-0-393-06701-9.
- Die wahren Kosten des Krieges. Wirtschaftliche und politische Folgen des Irak-Konflikts. Pantheon, München 2008, ISBN 978-3-570-55072-4. (Vorwort als PDF)
- Website zum Buch (englisch)
- Umfassendes Scheitern, Rezension von Hans-Martin Lohmann, Die Zeit, 3. Juli 2008
- Das Billionenspiel, Rezension von Ulrich Teusch, SWR2, 14. August 2008 (RTF; 25 kB)
- So etwa drei Billionen Dollar, Rezension von Wilfried von Bredow, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. September 2008
- Die wahren Kosten des Krieges. Wirtschaftliche und politische Folgen des Irak-Konflikts. Pantheon, München 2008, ISBN 978-3-570-55072-4. (Vorwort als PDF)
- mit Amartya Sen und Jean-Paul Fitoussi: Mismeasuring Our Lives: Why GDP Doesn’t Add Up. The New Press, New York 2010, ISBN 978-1-59558-519-6.
- Freefall: America, Free Markets, and the Sinking of the World Economy. W. W. Norton, New York 2010, ISBN 978-0-393-07596-0.
- Im freien Fall. Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirtschaft. Siedler, München 2010, ISBN 978-3-88680-942-4.
- Wirtschaftskrise: Gier frisst Verantwortung, Rezension von Uwe Jean Heuser, Die Zeit, Nr. 20, 12. Mai 2010
- Im freien Fall. Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirtschaft. Siedler, München 2010, ISBN 978-3-88680-942-4.
- The Price of Inequality: How Today’s Divided Society Endangers Our Future. W. W. Norton, New York City 2012, ISBN 978-0-393-08869-4
- Der Preis der Ungleichheit. Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht. Siedler, München 2012, ISBN 978-3-8275-0019-9.
- Die Demokratie kommt auf den Hund, Rezension von Jürgen Kaube, Deutschlandradio Kultur, 15. Oktober 2012
- Nehmen, was man kriegen kann, Rezension von Lutz Lichtenberger, Berliner Zeitung, 3. Januar 2013
- Der Preis der Ungleichheit. Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht. Siedler, München 2012, ISBN 978-3-8275-0019-9.
- Sammelausgabe
- Selected Works of Joseph E. Stiglitz. Oxford University Press (auf sechs Bände angelegt)
- Volume I: Information and Economic Analysis. 2009, ISBN 978-0-19-953370-1.
- Essays
- Wie eine Bankensanierung funktionieren kann. In: Le Monde diplomatique. September 2009
- Interviews
- Thomas Fischermann & Uwe Jean Heuser: Globalisierung: „Und das nennt ihr einen Erfolg?“ In: Die Zeit. Nr. 43/2001.
- Katharina Koufen: „Die Welt ist keine Bilanz“. In: taz. 16. April 2002.
- Benedikt Strunz & Marianne Szulyovsky: Interview in Radio Dreyeckland. 12. Januar 2007 (Audio; 18:33 min; MP3; 17,8 MB)
- Stephan Kaufmann: „Krieg ist das schlechteste Konjunkturprogramm“. In: Berliner Zeitung. 5. April 2008.
- Karsten Stumm: „Banken haben total versagt“. In: manager magazin. 22. August 2008.
- Krise und Kritik. Joseph Stiglitz im Gespräch mit Roger de Weck. In: Sternstunde Philosophie (SF 1). 14. September 2008 (Video, 55:23 min)
- Michael Hesse: „Wie der Fall der Mauer“. In: Frankfurter Rundschau. 8. November 2008.
Literatur [Bearbeiten]
- Richard Arnott, Bruce Greenwald, Ravi Kanbur & Barry Nalebuff (Hrsg.): Economics for an Imperfect World. Essays in Honor of Joseph E. Stiglitz. The MIT Press, 2003, ISBN 0-262-01205-7.
- Chang Ha-joon (Hrsg.): The Rebel Within: Joseph Stiglitz and the World Bank. Anthem Press, 2002, ISBN 1-898855-53-6.
- Marek Dabrowski, Stanislaw Gomulka, Jacek Rostowski: Whence Reform? A Critique of the Stiglitz Perspective. In: Journal of Policy Reform. Volume 4, Issue 4, 2001, S. 291–324. (PDF)
- Nikolaus Piper: Joseph Stiglitz wird 70 – Der kluge Populist. In: Süddeutsche Zeitung. 9. Februar 2013
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Joseph E. Stiglitz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Joseph E. Stiglitz
- Informationen der Nobelstiftung zur Preisverleihung 2001 an Joseph E. Stiglitz (englisch)
- Joseph E. Stiglitz, 1942-, Bibliografie und Weblinks, The History of Economic Thought Website von Gonçalo L. Fonseca an der New School (Internet Archive)
- Kommentare von Joseph E. Stiglitz beim Project Syndicate
- Joseph E. Stiglitz beim Perlentaucher
Fußnoten [Bearbeiten]
- ↑ a b c Philip Plickert: Joseph Stiglitz: Kassandra der Finanzkrise. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. Oktober 2008.
- ↑ European Academy of Sciences and Arts: Nobel Prize Winners
- ↑ a b Website von Joseph Stiglitz: Curriculum Vitae (PDF; 382 KB)
- ↑ Siehe hierzu Gregory Palast: The IMF’s Four Steps to Damnation. In: The Observer. 29. April 2001 (alternative Version: The Globalizer Who Came In From the Cold. 10. Oktober 2001; in deutscher Übersetzung: Von den Anklagen des früheren Chefökonomen der Weltbank bekommt man Stielaugen)
- ↑ Brooks World Poverty Institute: Joseph Stiglitz
- ↑ Committee on Global Thought: Committee Members
- ↑ Initiative for Policy Dialogue: IPD Key Individuals – Joseph Stiglitz. Siehe auch: Initiative for Policy Dialogue in der englischen Wikipedia
- ↑ United Nations Non-Governmental Liaison Service: NGO Consultation on the Commission of Experts on Reforms of the International Monetary and Financial System mit Final Report (PDF; 353 kB) und Summary (PDF; 286 kB)
- ↑ Commission on the Measurement Of Economic Performance and Social Progress: Members
- ↑ Joseph E. Stiglitz: Op-Ed Contributor – Obama’s Ersatz Capitalism. In: The New York Times. 31. März 2009. Deutsche Übersetzung: Wirtschaftskrise: Obamas Ersatzkapitalismus. In: Frankfurter Rundschau. 7. April 2009.
- ↑ Olaf Storbeck: George Soros: Millionen-Angriff auf etablierte VWL. In: Handelsblatt. 3. November 2009
- ↑ Die Chancen der Globalisierung. S. 335.
- ↑ Die Chancen der Globalisierung. S. 349.
- ↑ Die Chancen der Globalisierung. S. 350.
- ↑ Die Chancen der Globalisierung. S. 334.
- ↑ Die Chancen der Globalisierung. S. 307–334.
- ↑ a b Die Chancen der Globalisierung. S. 351.
- ↑ Die Chancen der Globalisierung. S. 352.
- ↑ Die Chancen der Globalisierung. S. 354.
- ↑ Joseph E. Stiglitz: 2012 könnte es noch schlimmer kommen. In: Financial Times Deutschland. 22. Januar 2012
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stiglitz, Joseph E. |
| ALTERNATIVNAMEN | Stiglitz, Joseph Eugene |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 9. Februar 1943 |
| GEBURTSORT | Gary, Indiana |
- Finanzwissenschaftler
- Globalisierungskritiker
- Sachbuchautor
- Hochschullehrer (Stanford)
- Hochschullehrer (Yale)
- Hochschullehrer (Oxford)
- Hochschullehrer (Princeton University)
- Hochschullehrer (Columbia University)
- Vorsitzender des Council of Economic Advisers
- Ökonom (20. Jahrhundert)
- Ökonom (21. Jahrhundert)
- Träger des Wirtschaftsnobelpreises
- Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste
- Ehrendoktor der Wirtschaftsuniversität Wien
- Ehrendoktor der Katholieke Universiteit Leuven (KUL)
- Ehrendoktor der Waseda-Universität
- Mitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften
- Mitglied der British Academy
- Auswärtiges Mitglied der Royal Society
- Person (Gary, Indiana)
- US-Amerikaner
- Geboren 1943
- Mann