Joseph Vogl

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Literaturwissenschaftler Joseph Vogl. Für den Begründer der bayerischen Trachtenbewegung siehe Josef Vogl.
Joseph Vogl, 2012 in Frankfurt am Main

Joseph Vogl (* 5. Oktober 1957 in Eggenfelden, Niederbayern) ist ein deutscher Literatur-, Kultur- und Medienwissenschafter und Philosoph. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur: Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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Leben und Werk [Bearbeiten]

Nach seinem Abitur im Jahr 1977 studierte er Germanistik, Philosophie und Geschichte in München und Paris. 1984 erwarb er den akademischen Grad des Magister Artium an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 1990 im Fach Neuere deutsche Literatur promoviert wurde. Von 1992 bis 1994 erhielt er ein Postdoktorandenstipendium der DFG und von 1995 bis 1997 ein Habilitationsstipendium. Im Jahr 1999 wurde Vogl Professor für Geschichte und Theorie künstlicher Welten an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar.

2001 habilitierte er sich im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit dem 1. April 2006 hat er die Professur für Neuere deutsche Literatur: Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität Berlin inne.

2005/2006 war er Visiting Professor an der Princeton University, 2007 Visiting Professor an der University of California, Berkeley, und seit 2007 ist er Permanent Visiting Professor am Department of German der Princeton University.

Ein Forschungsschwerpunkt von Joseph Vogl liegt unter anderem auf den „Poetologien des Wissens“ – der Verschränkung von Wissen und Literatur. Er steht in der Tradition der poststrukturalistischen Philosophie. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte und Theorie des Wissens, die Geschichte von Gefahr und Gefährlichkeit in der Neuzeit sowie der Diskurs- und Medientheorie und die Literaturgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts.[1]

Er ist Übersetzer von Schlüsselwerken der neueren französischen Philosophie wie Gilles Deleuze: Differenz und Wiederholung, Jean-François Lyotard: Der Widerstreit.

Beim Diaphanes-Verlag Zürich/Berlin gibt er gemeinsam mit Claus Pias die medienwissenschaftliche und wissenschaftshistorische Buchreihe »sequenzia« heraus.

In seinem 2010 erschienenen Werk Das Gespenst des Kapitals prägte Vogl den Begriff der Oikodizee.

Preise und Stipendien [Bearbeiten]

  • 1979: Studienförderung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes.
  • 1987: Promotionsförderung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes.
  • 1988: Deutsch-französischer Übersetzerpreis der DVA-Stiftung.
  • 1991–1992: Fellow an der Maison des Sciences de l’Homme, Paris.
  • 1992–1994: Postdoktorandenstipendium der DFG.
  • 1995–1997: Habilitationsstipendium der DFG.
  • 2001–2002: Visiting Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK), Wien.

Schriften [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Joseph Vogl auf der Website des Instituts für deutsche Literatur