Josip Uhač

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Josip Uhač (* 20. Juni 1924 in Brseč, Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen; † 18. Januar 1998 in Rom) war ein Erzbischof der römisch-katholischen Kirche und Diplomat des Vatikans.

Leben[Bearbeiten]

Josip Uhač erhielt seine theologische und philosophische Ausbildung in Fiume, Venedig, Gorizia und Rom. Er promovierte sowohl in Katholischer Theologie als auch in Kanonischem Recht und absolvierte eine Sonderausbildung zur Vorbereitung auf den diplomatischen Dienst. Am 16. April 1949 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Anschließend arbeitete er als Seelsorger in verschiedenen Gemeinden Roms und setzte seine Hochschulstudien fort. Zwischen 1954 und 1970 war er als Sekretär und Berater für die Apostolischen Nuntiaturen in Panama, Ägypten, Deutschland und Spanien tätig.

Papst Paul VI. ernannte Josip Uhač 1970 zum Titularerzbischof von Tharros und bestellte ihn zum Apostolischen Pro-Nuntius in Pakistan. Die Bischofsweihe spendete ihm der kroatische Erzbischof von Rijeka, Viktor Burić, am 5. September 1970.

1976 wurde Josip Uhač Pro-Nuntius in Kamerun und Apostolischer Delegat in Äquatorial-Guinea, 1981 Pro-Nuntius in Zaire. 1984 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Apostolischen Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland, 1991 zum Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker. Von 1991 bis 1995 leitete er die Päpstliche Kommission für Missionsfragen. Josip Uhač sollte im feierlichen Konsistorium am 21. Februar 1998 in das Kardinalskollegium aufgenommen werden, starb aber wenige Stunden vor der Verkündigung durch Papst Johannes Paul II. am 18. Januar 1998 in Rom. Er wurde in seinem Geburtsort Brseč (Istrien) bestattet.

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Guido del Mestri Apostolischer Nuntius in Deutschland
1984–1991
Lajos Kada