Journey

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Dieser Artikel erläutert die US-amerikanische Rockband. Für ihr Debüt-Album siehe Journey (Album). Für die gleichnamigen Automodelle siehe Dodge Journey bzw. Isuzu Journey. Für das PlayStation-3-Spiel siehe Journey (Computerspiel).
Journey
Journey live, 2008
Journey live, 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Adult Orientated Rock, Hard Rock, Progressive Rock
Gründung 1973
Auflösung 1987
Neugründung 1996
Website http://www.journeymusic.com
Gründungsmitglieder
Gregg Rolie (1973–1980)
Neal Schon (1973–1987; seit 1996)
Ross Valory (1973–1984; seit 1996)
Prairie Prince (1973–1974)
Gitarre
George Tickner (1973–1976)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Arnel Pineda (seit 2007)
Gitarre
Neal Schon
Bass
Ross Valory (1973–1984; seit 1996)
Keyboard
Jonathan Cain (seit 1980)
Schlagzeug
Deen Castronovo (ab 1998)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Steve Perry (1977–1987; 1996–1997)
Gesang
Jeff Scott Soto (2006–2007)
Gesang
Steve Augeri (1998–2006)
Gesang
Robert Fleischman (1977)
Bass
Randy Jackson (1985–1987)
Schlagzeug
Steve Smith (1978–1984; 1996–1998)
Schlagzeug
Aynsley Dunbar (1974–1978)

Journey ist eine US-amerikanische Rockband, die in ihrer 40-jährigen Karriere über 75 Millionen Tonträger verkauft hat.[1]

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde im Jahre 1973 in San Francisco von den beiden ehemaligen Santana-Mitgliedern Neal Schon und Gregg Rolie gegründet. Vervollständigt wurde die Formation durch Ross Valory, Prairie Prince und George Tickner.

Prince verließ die Band allerdings schon vor der Fertigstellung der ersten LP und wurde durch Aynsley Dunbar ersetzt. Nach Veröffentlichung des Debütalbums Journey im Jahr 1975 verließ auch Tickner die Gruppe. Neal Schon übernahm nun allein die Gitarrenarbeit. Das erste Album, und auch die beiden nächsten Veröffentlichungen Look into the Future (1976) und Next (1977), zeichneten sich durch lange Instrumentalpassagen und einen leicht progressiven Touch aus, durchsetzt mit dezenten Verweisen auf den früheren Arbeitgeber Santana. Allerdings blieb der Formation der kommerzielle Erfolg verwehrt und man traf den Entschluss, sich künftig zugänglicher zu präsentieren. Zu diesem Zweck wurde zunächst der Sänger Robert Fleischman verpflichtet, der sich den Gesang mit Rolie teilen sollte. Die Zusammenarbeit brachte allerdings nicht den erhofften Erfolg und nach der Trennung von Fleischman wurde der junge Sänger Steve Perry verpflichtet. Sein Mitwirken machte sich beim nächsten Album Infinity (1978) deutlich bemerkbar. Die Band präsentierte sich songorientierter und konnte mit der Single-Auskopplung Wheel in the Sky einen ersten Hit verbuchen. Perrys exzellenter Gesang machte sich besonders bei den balladen-orientierten Teilen des Albums bemerkbar und sollte sich in den folgenden Jahren zu einem der Markenzeichen der Band entwickeln. Dunbar verließ Journey nach diesem Album und wurde durch Steve Smith ersetzt.

Die beiden nachfolgenden Alben Evolution (1979) und Departure (1980) bewegten sich stilistisch auf ähnlichem Terrain und bescherten der Band einige Hits, wie Lovin’ Touchin’ Squeezin’ oder Any Way You Want It. Das Live-Album Captured (1981) beendete die Ära von Gregg Rolie, der sich seiner Solo-Karriere widmete. Als neues Mitglied stieß Jonathan Cain (Keyboards) zur Gruppe, der vorher für die Babys aktiv war. Mit dieser Umbesetzung ging abermals eine stilistische Neuorientierung einher. Die rockigen Elemente traten in den Hintergrund und machen Platz für balladenhafte Momente, die vor allem in den Kompositionen von Perry und Cain zum Tragen kamen. Den restlichen Bandmitgliedern war dieser Umstellung zunächst suspekt, doch als sich diese Neuausrichtung als erfolgreich erwies, lenkten sie ein.

Das 1981 veröffentlichte Album Escape erreichte die Spitze der Billboard 200 und wurde das bis heute erfolgreichste Werk der Band. Es enthält zahlreiche Top-Ten-Hits, wie Don’t Stop Believin’, Who’s Crying Now oder Open Arms.

Journey gingen erfolgreich auf Tourneen und veröffentlichten 1983 das Album Frontiers, das sich erfolgreich in den Charts platzierte. Separate Ways und Faithfully wurden zu Single-Hits. Nach einer aufwändigen Tournee gönnte sich die Band eine Pause. Während der Aufnahmen zum Album Raised on Radio (1986) mussten Valory und Smith auf Wunsch von Perry die Band verlassen, der mehr und mehr die Geschicke der Band bestimmte. Ihre Arbeit im Studio und auf der nachfolgenden Tournee wurde von Studiomusikern übernommen. Nach dem Ende der Tournee kam es schließlich zum Bruch und die Band löste sich auf. Cain und Schon gründeten gemeinsam Bad English, während sich Perry einer Solokarriere widmete.

Im Jahr 1996 kam es zu einer Wiedervereinigung in der klassischen Besetzung Perry, Schon, Cain, Valory und Smith und dem Album Trial by Fire. Die Band konnte in der veränderten Musiklandschaft nicht ganz an alte Erfolge anknüpfen, schafft aber den Sprung in die Top-Ten der Billboard Hot 100 und kann mit When You Love a Woman einen Single-Hit verbuchen. Das Album sollte mit einer Tournee beworben werden, doch Perry verletzte sich kurz vor Beginn der Tournee und war für Monate außer Gefecht gesetzt. Die restlichen Mitglieder waren mit der Situation unzufrieden und beschlossen, ohne Perry weiterzumachen, um weiterhin auf Tournee gehen zu können. Für Perry wurde der Sänger Steve Augeri verpflichtet, der sich bereits bei Tall Stories und Tyketto einen Namen gemacht hatte und gesanglich an Perry erinnerte. Der freiwillig scheidende Schlagzeuger Smith wurde durch Deen Castronovo ersetzt, der bereits mit Cain und Schon bei Bad English musizierte. Ein erstes Lebenszeichen sendete die Band mit einem Beitrag zum Soundtrack des Films Armageddon.

Im Jahr 2001 folgte mit Arrival das erste vollständige Album unter Mitwirkung von Augeri. Erstmals in der Geschichte griff Journey auf die Hilfe von außenstehenden Songwritern zurück, dennoch gelang es der Band nicht, an frühere Erfolge heranzureichen. Enttäuscht über die mangelnde Promotion für das Albums trennte sich die Band von ihrer Plattenfirma Sony Music, mit der sie über 25 Jahre zusammengearbeitet hatte. Mit Red 13 (2002) veröffentlichte die Band erstmals in Eigenregie und präsentierte fünf neue Songs, die sich nicht sonderlich vom Arrival-Material unterschieden, doch etwas rauer produziert waren.

Journey spielte danach noch regelmäßig Konzerte in den USA, gönnten sich aber wieder eine Veröffentlichungspause. Schon plante in dieser Zeit ein weiteres Projekt mit Sammy Hagar, das unter dem Namen Planet Us firmieren sollte. Sein alter Weggefährte Deen Castronovo war für den Schlagzeugerposten vorgesehen, während der von Van Halen bekannte Michael Anthony als Bassist vorgesehen war. Das Projekt trifft sich zu einer kurzen Aufnahmesession, doch Hagar und Anthony mussten kurz darauf von weiteren Aktivitäten absehen, da sie sich für eine Tournee mit Van Halen verpflichtet hatten. Mit dem Sänger Jeff Scott Soto (Talisman) und dem Bassisten Marco Mendoza (Whitesnake, Thin Lizzy) findet Schon Ersatz. Das Projekt firmierte nun unter dem Namen Soul Sirkus und nahm 2004 in Eigenregie sein erstes Album mit dem Titel World Play auf. Castronovo hatte in dieser Phase mit Alkoholproblemen zu kämpfen und wird durch den Studiomusiker Virgil Donati am Schlagzeug ersetzt. Vor der Veröffentlichung des Albums in Europa und Japan werden alle Schlagzeugspuren von ihm neu eingespielt. Soul Sirkus spielten einige Konzerte in den USA und Europa. In der Zwischenzeit arbeitete Journey-Sänger Steve Augeri an Stücken für ein mögliches Soloalbum. Als er Neal Schon einige Ideen vorspielte, war dieser sofort begeistert und sah es als Impuls, ein neues Journey-Album einzuspielen. Die Band begab sich ins Studio und griff dabei erstmals wieder seit den erfolgreichen Escape/Frontiers-Tagen auf die Hilfe von Produzent Kevin Elson zurück. Dieser verhalf der Band mit dem Album Generations zurück zu alten Stärken zu finden, sowohl was das Songmaterial als auch die stilistische Ausrichtung betraf. Erstmals beteiligten sich auch alle fünf Bandmitglieder am Gesang, wobei der Großteil des Materials immer noch von Augeri intoniert wurde. Besonders der frisch kurierte Castronovo überzeugte mit ungeahntem Stimmvermögen und erinnerte mit seinen Phrasierungen stark an den ausgeschiedenen Steve Perry.

2006 trat Journey nach über 20 Jahren wieder in Europa auf. Sie spielen unter anderem erfolgreich auf Festivals wie in Lichtenvoorde (Niederlande) oder auf dem Sweden Rock. Als Sänger fungierte dabei Steve Augeri. Auf der anschließenden US-Tour mit Def Leppard sprang Jeff Scott Soto für den an den Stimmbändern erkrankten Augeri ein. Im Dezember wurde die endgültige Trennung von Augeri bekannt gegeben. Soto wurde zum festen Sänger der Band. Im Frühjahr 2007 kam Journey wieder nach Europa. Die Tour führte sie nach Großbritannien, Deutschland, die Niederlande, Schweiz und Spanien.

Am 12. Juni 2007 gab Journey die Trennung von Jeff Scott Soto bekannt. Ab November 2007 arbeitete die Band unter Mithilfe des Produzenten Kevin Shirley an neuen Songs. Für den Gesang war jetzt der philippinische Sänger Arnel Pineda verantwortlich, der im Dezember 2007 offiziell als neues Bandmitglied vorgestellt wurde und von Gitarrist Neil Schon auf YouTube als Sänger einer Journey-Tribute-Band entdeckt wurde. Das erste Album mit Pineda als Sänger, Revelation, wurde im Juni 2008 veröffentlicht. Das zweite trägt den Titel Eclipse und ist seit Mai 2011 auf dem Markt. In 2011 und 2013 kamen Journey in Rahmen einer Europa-Festival-Tour auch nach Deutschland, wo sie bei den 2tägigen "Rock the Nation", bzw. "Hirock"-Festivals, u.a. auch jeweils auf der Loreley, als Headliner auftraten (z.B. mit Foreigner oder Whitesnake).

Im Rahmen des Taifun Haiyan sorgte Sänger Arnel Pineda, der selbst aus Manila stammt, dafür, dass Journey gemeinsam mit ihrer Konzertagentur Live Nation Entertainment; der nahen Firma Creative Artists Agency (CAA) und ihrem Manager John Baruck mehr als $350,000 US-Dollar spenden, um für Nahrung in der Krisenregion zu sorgen. Sie riefen auch ihre Fans auf, selbst bei der Agentur United Nations World Food Programme (WFP) zu spenden.[2]

2014 gab es mehrere Gerüchte, dass Arnel Pineda die Band verlassen wollen würde und Steve Perry zur Band zurückkehren würde. Dies wird jedoch von allen Seiten dementiert. Grund hierfür war eine Interview-Aussage Perrys, dass er versuche, mit Neal Schon Musik zu machen, dies aber schwierig sei. Jedoch sei dies nicht im Rahmen von Journey geschehen [3][4][5]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Journey/Diskografie

Videografie[Bearbeiten]

Video-Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Auszeichnung DVD Position
1984 Frontiers and Beyond
1986 Raised on Radio
2001 Journey 2001 Live Platin
2003 Greatest Hits 1977–1997 4× Platin
2005 Live in Houston 1981: The Escape Tour Platin 9
2008 Revelation Platin 5
2009 Live in Manila 1

Musikvideos[Bearbeiten]

Jahr Titel
1978 "Wheel in the Sky"
"Feeling That Way"
"Lights"
1979 "Just the Same Way"
"Lovin’, Touchin’, Squeezin’"
1980 "Any Way You Want It"
1981 "Who’s Crying Now"
"Stone in Love"
"Don’t Stop Believin’"
1982 "Open Arms"
1983 "Separate Ways (Worlds Apart)"
"Faithfully"
"After the Fall"
"Send Her My Love"
1986 "Be Good to Yourself"
"Girl Can’t Help It"
"I’ll Be Alright Without You"
1996 "When You Love a Woman"

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Journey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Journey – BBC interview. In: BBC News Online, 3. Juni 2011. Abgerufen am 8. Dezember 2011. 
  2. http://www.blabbermouth.net/news/journey-donates-350000-to-help-the-philippines-in-aftermath-of-super-typhoon-haiyan/
  3. http://www.blabbermouth.net/news/journey-singer-arnel-pineda-dismisses-rumors-he-wants-out-of-band/
  4. http://www.blabbermouth.net/news/is-steve-perry-ready-to-rejoin-journey/
  5. http://www.blabbermouth.net/news/journey-there-are-no-plans-for-reunion-with-steve-perry/