Jovialität
| Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (bspw. Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Hilf bitte der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung. |
Die Jovialität (vom römischen Gott Jupiter), auch Leutseligkeit, beschreibt ein sich wohlwollend herablassendes, leutseliges, wohlgelauntes, gönnerhaftes (joviales) Verhalten.
Das seit dem 18. Jahrhundert bezeugte Adjektiv steht für älteres „jovialisch“ (16. Jahrhundert), das mit entsprechend frz. jovial und it. gioviale auf lat. Iovialis „zu Jupiter (lat. auch Iovis) gehörend“ zurückgeht. Für die Bedeutungsübertragung ist die mittelalterliche Astrologie verantwortlich, die den nach dem römischen Göttervater benannten Planeten Jupiter als Ursache für menschliche Fröhlichkeit und Heiterkeit ansah und danach den Heiteren mit iovialis den im Sternbild des Planeten Jupiter Geborenen bezeichnete.
Aus dem Standpunkt einer Überlegenheit und Stärke kann der joviale Mann einem niedriger Gestellten, etwa einem Untergebenen, mit Wohlwollen („familiär“, „schulterklopfend“) entgegentreten. Frauen gegenüber galt Jovialität nur bei großen Rangabständen als angebracht. Sie bedarf überhaupt des Taktgefühls. Freundliche Herablassung hochgestellter Frauen nahm andere Züge an und wurde eher als „gütig“ bezeichnet. Im Zuge der Geschlechteremanzipation können sich heute auch Frauen in den entsprechenden Positionen jovial geben.
Taktisch eingesetzte („aufgesetzte“) Jovialität soll meistens über die wahren Absichten, Machtverhältnisse, Besitz- und Klassenunterschiede hinwegtäuschen. Sie endet oft schnell, wenn die Zielperson gekränkt oder in gleicher Art reagiert oder wenn sich die joviale Person ihrer Überlegenheit nicht mehr sicher ist.