Joysticklenkung
Mit Joysticklenkung wird die Lenkung von Fahrzeugen mit einem Joystick als kombiniertem Steuergerät bezeichnet. Der Joystick hat einen Hand- oder Fingerhebel, der sich vorwärts und rückwärts sowie auch quer dazu in seitlicher Richtung bewegen lässt. Es sind auch aus der Längs- und Querrichtung kombinierte Bewegungen und Positionen möglich. Je nach Ausführung kann der Joystick bei Nichtbetätigung auch durch Federkraft in seine neutrale Null-Lage zurückgeführt werden.
Der Joystick setzt meist die Bewegung und die aktuelle Position in elektrische Signale um. Mit diesen wiederum werden elektrische und/oder nachfolgende hydraulische Stellelemente veranlasst, einen Lenkeinschlag bzw. eine Richtungsverstellung der Vorderräder zu bewirken und die Stellelemente für die Motorsteuerung und die Bremsen entsprechend der Vor-Zurück-Bewegung des Hebels auszusteuern.
Joysticklenkungen finden derzeit vor allem an Arbeitsmaschinen/Baumaschinen, Flugzeugen und Elektrofahrzeugen wie zum Beispiel Elektrorollstühlen Verwendung. Auch Schienenfahrzeuge werden inzwischen mit einem auf die Vor-Zurück-Ebene reduzierten Joystick gesteuert.
Aus Sicherheitsgründen ist eine allgemeine Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr nicht zugelassen [1]. Für Personen, die das standardmäßige Lenkrad nicht bedienen können, wird im Rahmen der Kraftfahrzeuganpassung für körperbehinderte Menschen jedoch vereinzelt nach besonderer Prüfung der Straßenverkehrsbehörde die Joysticklenkung zugelassen [1]. Ein Vorteil ist dabei, dass das Bedienteil individuell an unterschiedliche Anforderungen und Reichweiten angepasst werden kann zur Betätigung mit der Hand, einem Finger, dem Knie oder mit den Zehen des Fußes.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Siehe auch
- Drive-by-Wire
- Steer-by-wire
- EN 61508, Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/programmierbarer elektronischer Systeme
- Fußlenkung