Juan Asenjo Pelegrina

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Juan José Asenjo (2012)
Wappen von Erzbischof Juan José Asenjo Pelegrina

Juan José Asenjo Pelegrina (* 15. Oktober 1945 in Sigüenza, Provinz Guadalajara, Spanien) ist Erzbischof von Sevilla.

Leben[Bearbeiten]

Juan Asenjo Pelegrina studierte Katholische Theologie und Philosophie am Priesterseminar von Sigüenza-Guadalajara. Asenjo Pelegrina empfing am 21. September 1969 das Sakrament der Priesterweihe. 1971 erwarb er an der Theologischen Fakultät Burgos ein Lizenziat im Fach Katholische Theologie.

Von 1971 bis 1974 unterrichtete Juan Asenjo Pelegrina Ekklesiologie und Kirchengeschichte am Priesterseminar von Sigüenza. Er war von 1974 bis 1977 Subregens des Priesterseminars von Sigüenza. 1977 wurde Asenjo Pelegrina für weiterführende Studien nach Rom entsandt. Er wurde 1979 an der Päpstlichen Universität Gregoriana im Fach Kirchengeschichte promoviert. Zudem erwarb Juan Asenjo Pelegrina ein Diplom in Archivkunde und Bibliothekswissenschaft an der dem Vatikanischen Geheimarchiv und der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek angeschlossenen Vatikanischen Bibliotheksschule. Von 1979 bis 1988 war Asenjo Pelegrina Direktor des Universitätsstandorts „Nuestra Señora de la Estrella“ in Sigüenza. Zudem war er von 1979 bis 1981 Direktor des Diözesanarchivs des Bistums Sigüenza-Guadalajara und von 1980 bis 1982 Delegat für Bildung. 1985 wurde Asenjo Pelegrina Kanoniker an der Kathedrale von Sigüenza und Delegat für die Kunst- und Kulturgüter des Bistums Sigüenza-Guadalajara. 1986 gründete Juan Asenjo Pelegrina die Zeitschrift Abside. Von 1994 bis 1997 war er Vizerektor des Heiligtums „Nuestra Señora de la Salud“ in Barbatona. Zudem war Asenjo Pelegrina von 1993 bis 1997 Vizesekretär der Spanischen Bischofskonferenz.

Am 27. Februar 1997 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Iziriana und bestellte ihn zum Weihbischof in Toledo. Die Bischofsweihe spendete ihm am 20. April 1997 der Erzbischof von Toledo, Francisco Álvarez Martínez, in der Kathedrale von Toledo; Mitkonsekratoren waren der Bischof von Sigüenza-Guadalajara, José Sánchez González, und der emeritierte Bischof von Sigüenza-Guadalajara, Jesús Pla Gandía. Juan Asenjo Pelegrina wählte sich den Wahlspruch Ex Alto („Aus der Höhe“), der dem Evangelium nach Lukas (Lk 1,78 EU) entstammt. Zudem war Asenjo Pelegrina von 1998 bis 2003 Generalsekretär der Spanischen Bischofskonferenz. Am 28. Juli 2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Córdoba.[1] Die Amtseinführung fand am 27. September 2003 in der Catedral de Nuestra Señora de la Asunción in Córdoba statt.

Am 13. November 2008 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Koadjutorerzbischof von Sevilla.[2] Die Amtseinführung fand am 17. Januar 2009 in der Catedral de Santa María de la Sede in Sevilla statt. Am 5. November 2009 wurde Juan Asenjo Pelegrina in Nachfolge von Carlos Kardinal Amigo Vallejo OFM, der aus Altersgründen zurücktrat, Erzbischof von Sevilla.[3]

Da das Erzbistum Sevilla ein traditionell mit der Kardinalswürde verbundener Bischofssitz ist, gilt Asenjo Pelegrina als Anwärter auf das Kardinalat.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Spanische Bischofskonferenz[Bearbeiten]

  • 1997 bis 1998 Mitglied der Kommission für den Erhalt des kulturellen Erbgutes
  • seit 2005 Präsident der Kommission für den Erhalt des kulturellen Erbgutes

Römische Kurie[Bearbeiten]

Juan Asenjo Pelegrina ist Mitglied folgender Institutionen der römischen Kurie:

Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nomina del Vescovo di Córdoba (Spagna), in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 28. Juli 2003.
  2. Nomina dell’Arcivescovo Coadiutore di Sevilla (Spagna), in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 13. November 2008.
  3. Rinuncia e Successione dell’Arcivescovo di Sevilla (Spagna), in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 5. November 2009.
  4. Nomine nella Pontificia Commissione per l'America Latina, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 8. Oktober 2009.
Vorgänger Amt Nachfolger
Carlos Kardinal Amigo Vallejo OFM Erzbischof von Sevilla
seit 2009
Francisco Javier Martínez Fernández Bischof von Córdoba
2003–2008
Demetrio Fernández González