Juan Carlos Ferrero

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Juan Carlos Ferrero Tennisspieler
Juan Carlos Ferrero
Spitzname: Moskito
Nationalität: SpanienSpanien Spanien
Geburtstag: 12. Februar 1980
Größe: 183 cm
1. Profisaison: 1998
Rücktritt: 2012
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 13.992.895 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 479:262
Karrieretitel: 16
Höchste Platzierung: 1 (8. September 2003)
Wochen als Nr. 1: 7
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 6:24
Höchste Platzierung: 198 (3. Februar 2003)
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Juan Carlos Ferrero Donat (* 12. Februar 1980 in Ontinyent) ist ein ehemaliger spanischer Tennisspieler. Er war 2003 sieben Wochen lang die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste.

Karriere[Bearbeiten]

Ferrero wurde 1998 Profi. 1999 gewann er auf Mallorca sein erstes ATP-Turnier. Im Jahr 2000 erreichte er erstmals das Halbfinale der French Open, in dem er dem späteren Sieger Gustavo Kuerten in fünf Sätzen unterlag. Er zog in zwei weitere Endspiele ein, die er ebenfalls verlor.

2001 gewann Ferrero das Masters-Turnier in Rom. Anschließend stieß er erneut ins Halbfinale der French Open vor, wo er wiederum Kuerten unterlag, diesmal in drei Sätzen. Außerdem gewann er die Barcelona Open Banco Sabadell, die Estoril Open sowie die Barclays Dubai Tennis Championships und erreichte noch zweimal ein Finale, u.a. bei den German Open in Hamburg.

2002 gewann Ferrero das Monte Carlo Masters sowie die Salem Open in Hongkong. Außerdem erreichte er erstmals das Finale der French Open, unterlag dort jedoch seinem Landsmann Albert Costa. Ferrero stand am Jahresende im Endspiel der ATP World Tour Finals in Shanghai, wo er dem Weltranglistenersten Lleyton Hewitt in fünf Sätzen unterlag.

2003 wurde das erfolgreichste Jahr in Ferreros Karriere. Er verteidigte seinen Titel in Monte Carlo und gewann anschließend erstmals die French Open. Daneben konnte er Turniersiege bei den Madrid Masters und den Open de Tenis Comunidad Valenciana sowie Finalteilnahmen in Bangkok und Sydney feiern. Im September erreichte er zudem das Finale der US Open. Trotz der klaren Niederlage gegen Andy Roddick war Ferrero damit die Nummer 1 der Welt. Er musste die Spitzenposition aber noch vor Ende des Jahres an Roddick abgeben.

Fünf Jahre lang blieben größere Erfolge aus, abgesehen von sechs Finalteilnahmen, u.a. beim Cincinnati Masters. Erst im April 2009 konnte Ferrero wieder einen Sieg verbuchen, beim Turnier in Casablanca. Außerdem erreichte er im Juli das Finale von Umag, das er allerdings glatt mit 3:6 und 0:6 gegen Nikolai Dawydenko verlor.

2010 gewann Ferrero im Februar die beiden ATP-Turniere in Brasilien und Buenos Aires, seine Titel Nummer 13 und 14 auf der ATP World Tour. Auch beim folgenden Turnier in Acapulco erreichte er das Finale, wurde dort jedoch von seinem Landsmann David Ferrer gestoppt (3:6, 6:3 und 1:6).

Bei seiner - verletzungsbedingt - erst dritten Turnierteilnahme im Jahr 2011 gewann Ferrero am 17. Juli den Titel auf dem Stuttgarter Weißenhof. Bei seinem Endspielsieg (6:4, 6:0) ließ er Landsmann Pablo Andújar kaum eine Chance.

Am 12. September 2012 gab Ferrero bekannt, dass er nach seinem Heimturnier in Valencia vom Profitennis zurücktreten werde. Am 23. Oktober 2012 schied er in seiner Auftaktpartie gegen Landsmann Nicolás Almagro aus, womit seine Karriere beendet war.[1]

Spielweise[Bearbeiten]

Ferreros Spitznamen „Moskito“ nimmt Bezug auf seine überragende Vorhand, mit der er blitzschnell "zusticht" und das Spiel diktieren kann. Ferrero ist ein ausgesprochener Sandplatzspezialist, jedoch auch auf Hartplatz stark, wie seine Finalteilnahme bei den US Open im Jahr 2003 belegt.

Erfolge[Bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam (1)
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000 (4)
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500 (2)
ATP International Series
ATP World Tour 250 (9)
Titel nach Belag
Sand (13)
Hartplatz (3)
Rasen (0)
Teppich (0)

Einzel[Bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 13. September 1999 SpanienSpanien Mallorca Sand SpanienSpanien Àlex Corretja 2:6, 7:5, 6:3
2. 4. Februar 2001 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Dubai Hartplatz RusslandRussland Marat Safin 6:2, 3:1 Aufgabe
3. 9. April 2001 PortugalPortugal Estoril Sand SpanienSpanien Félix Mantilla 7:63, 4:6, 6:3
4. 23. April 2001 SpanienSpanien Barcelona Sand SpanienSpanien Carlos Moyà 4:6, 7:5, 6:3, 3:6, 7:5
5. 7. Mai 2001 ItalienItalien Rom Sand BrasilienBrasilien Gustavo Kuerten 3:6, 6:1, 2:6, 6:4, 6:2
6. 15. April 2002 MonacoMonaco Monte Carlo (1) Sand SpanienSpanien Carlos Moyà 7:5, 6:3, 6:4
7. 23. September 2002 HongkongHongkong Hongkong Hartplatz SpanienSpanien Carlos Moyà 6:3, 1:6, 7:64
8. 14 April 2003 MonacoMonaco Monte Carlo (2) Sand ArgentinienArgentinien Guillermo Coria 6:2, 6:2
9. 28. April 2003 SpanienSpanien Valencia Sand BelgienBelgien Christophe Rochus 6:2, 6:4
10. 26. Mai 2003 FrankreichFrankreich French Open Sand NiederlandeNiederlande Martin Verkerk 6:1, 6:3, 6:2
11. 13. Oktober 2003 SpanienSpanien Madrid Hartplatz (i) ChileChile Nicolás Massú 6.3, 6:4, 6:3
12. 12. April 2009 MarokkoMarokko Casablanca Sand FrankreichFrankreich Florent Serra 6:4, 7:5
13. 14. Februar 2010 BrasilienBrasilien Costa do Sauípe Sand PolenPolen Łukasz Kubot 6:1, 6:0
14. 21. Februar 2010 ArgentinienArgentinien Buenos Aires Sand SpanienSpanien David Ferrer 5:7, 6:4, 6:3
15. 1. August 2010 KroatienKroatien Umag Sand ItalienItalien Potito Starace 6:4, 6:4
16. 17. Juli 2011 DeutschlandDeutschland Stuttgart Sand SpanienSpanien Pablo Andújar 6:4, 6:0

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Turniersieger Ergebnis
1. 14. Februar 2000 Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Dubai Hartplatz DeutschlandDeutschland Nicolas Kiefer 5:7, 6:4, 3:6
2. 24. April 2000 SpanienSpanien Barcelona Sand RusslandRussland Marat Safin 3:6, 3:6, 4:6
3. 21. Mai 2001 DeutschlandDeutschland Hamburg Sand SpanienSpanien Albert Portas 6:4, 2:6, 6:0, 6:7, 5:7
4. 16. Juli 2001 SchweizSchweiz Gstaad Sand TschechienTschechien Jiří Novák 1:6, 7:6, 5:7
5. 10. Juni 2002 FrankreichFrankreich French Open Sand SpanienSpanien Albert Costa 1:6, 0:6, 6:4, 3:6
6. 29. Juli 2002 OsterreichÖsterreich Kitzbühel Sand SpanienSpanien Àlex Corretja 4:6, 1:6, 3:6
7. 18 November 2002 China VolksrepublikChina Shanghai Hartplatz (i) AustralienAustralien Lleyton Hewitt 5:7, 5:7, 6:2, 6:2, 4:6
8. 13. Januar 2003 AustralienAustralien Sydney Hartplatz Korea SudSüdkorea Hyung-Taik Lee 6:4, 6:7, 6:7
9. 8. September 2003 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andy Roddick 3:6, 6:7, 3:6
10. 29. September 2003 ThailandThailand Bangkok Hartplatz (i) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Taylor Dent 3:6, 6:7
11. 23. Februar 2004 NiederlandeNiederlande Rotterdam Hartplatz (i) AustralienAustralien Lleyton Hewitt 7:6, 5:7, 4:6
12. 25. April 2005 SpanienSpanien Barcelona Sand SpanienSpanien Rafael Nadal 1:6, 6:7, 3:6
13. 17. Oktober 2005 OsterreichÖsterreich Wien Hartplatz (i) KroatienKroatien Ivan Ljubičić 2:6, 4:6, 6:7
14. 21. August 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andy Roddick 3:6, 4:6
15. 19. Februar 2007 BrasilienBrasilien Costa do Sauípe Sand ArgentinienArgentinien Guillermo Cañas 6:7, 2:6
16. 12. Januar 2008 NeuseelandNeuseeland Auckland Hartplatz DeutschlandDeutschland Philipp Kohlschreiber 6:74, 5:7
17. 2. August 2009 KroatienKroatien Umag Sand RusslandRussland Nikolai Dawydenko 3:6, 0:6
18. 27. Februar 2010 MexikoMexiko Acapulco Sand SpanienSpanien David Ferrer 3:6, 6:3, 1:6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Juan Carlos Ferrero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Juan Carlos Ferrero beendet Karriere, Blick, 23. Oktober 2012