Juan García Loaysa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Juan García Loaysa

Juan García Loaysa y Mendoza (* 1478 in Talavera de la Reina bei Toledo; † 22. April 1546 in Madrid) war ein spanischer Politiker, Ordensgeistlicher, Bischof, Erzbischof, Kardinal der katholischen Kirche und Ordensgeneral des Dominikanerordens.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn von Pedro de Loaysa und Catalina de Mendoza, adeliger Eltern, trat im November 1496 in das Kloster San Esteban des Dominikanerordens in Salamanca ein. Nach einer gesundheitlichen Schwächephase studierte er im Konvent von Santo Tomás in Ávila und ging dann nach Valladolid an das Colegio de San Gregorio. Dort wird er Lektor und erhält das Amt eines Rektors. 1518 wird er in Rom zum Ordensgeneral der Dominikaner gewählt nachdem er 1516 das Amt des spanischen Provinzoberen übernommen hatte. 1522 wird er der Beichtvater von Kaiser Karl V.. Im Juni 1524 erhält er das Amt des Bischofs von Osma. Am 4. August 1524 wird er zum Präsidenten des Indienrates (Consejo Real y Supremo de las Indias) berufen. Als er 1526 in den Staatsrat berufen wird erreicht er einen weiteren Höhepunkt seiner Karriere. 1530 wird ihm in Rom die Kardinalswürde mit der Titularkirche Santa Susanna verliehen. 1532 wird er Bischof von Sigüenza und schließlich 1539 Erzbischof von Sevilla. Gleichzeitig wurde ihm während der Abwesenheit des Kaisers die alleinige Regentschaft über das spanische Kolonialreich in der neuen Welt verliehen. 1546 wird er zum Großinquisitor für Spanien ernannt. Im gleichen Jahr stirbt er 68-jährig in Madrid. Sein Leichnam wird in seine Heimatstadt Talavera de la Reina überführt, wo er in der Kirche Santo Domingo y San Ginés des durch ihn errichteten Dominikanerklosters begraben wird. Sein aus Alabaster gefertigtes Grabmal ist dort noch heute zu besichtigen.

Weblinks[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Thomas Cajetan Ordensgeneral der Dominikaner
15181524
Francesco Silvestri