Juan Ruiz (Dichter)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Juan Ruiz (gen. Erzpriester von Hita; * um 1283 in Alcalá de Henares; † um 1350) war ein spanischer Dichter in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Leben[Bearbeiten]

Als Arcipreste in dem Ort Hita bei Guadalajara angestellt, wurde er auf Befehl des Erzbischofs von Toledo zwischen 1337 und 1350 verhaftet.

Wahrscheinlich während dieser Gefangenschaft verfasste er sein Libro de buen amor (auch Libro de los cantares genannt), ein aus 7173 Versen bestehendes Werk, das, mit einem Gebet zu Gott beginnend, eine bunte Reihe von Geschichten, meist persönlichen Erlebnissen enthält, darunter Liebesabenteuer aller Art, untermischt mit frei erfundenen Erzählungen und Allegorien, Apologien, Fabeln und lyrischen Schmuckstücken.

Die eigentlich erzählenden Partien des Werkes sind in 14silbigen vierteiligen Alexandrinerstrophen geschrieben; das übrige aber ist in 16 verschiedenen Versmaßen abgefasst, so dass das Werk als Musterbuch altspanischer Rhythmik gilt.

Das Libro de buen amor wurde zum ersten Mal herausgegeben von Sánchez in der Colección de poesías castellanas anteriores al siglo XV.

Weblinks[Bearbeiten]