Juda
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Die Namensform Juda ist eine Variante des biblisch-hebräischen, männlichen Vornamens Jehūdāh (יְהוּדָה).
Der Name Jehuda hat seinen Ursprung in der Landschaftsbezeichnung Jehuda. Spätestens im 1. vorchristlichen Jahrhundert hatte sich die Aussprache „Juda“ eingebürgert. In hebräischen Handschriften eretz-jisra’elischer Tradition findet sich daneben auch die Form „Judan“. Über die christliche Tradition ist der Name Juda auch in die griechische (Ιουδα bzw. Ιουδας, siehe Judas) und die Lateinische Sprache (Iuda bzw. Iudas) eingegangen.
Den Landschaftsnamen Juda tragen:
- das nach biblischer Darstellung nach dem Tode König Salomos aus dem vereinten Königreich Israel hervorgegangene Südreich Juda (Reich),
- die römische Provinz im Gebiet des ehemaligen Südreichs Juda in Palästina, siehe Judäa.
Als Person tragen den Namen Juda:
- der vierte Sohn Jakobs im Alten Testament der Bibel, nach dem sein Stamm benannt wurde, siehe Juda (Bibel)
- Jehuda ha-Nasi (um 165–217), der Redaktor der Mischna
- Juda II. († um 250), Enkel des vorigen, jüdischer Patriarch
- Juda III. († um 330), Enkel des vorigen, jüdischer Patriarch
- Juda IV. († um 400), jüdischer Patriarch
- Jehuda ha-Levi († 1141), jüdischer Philosoph und Dichter
- Jehuda ibn Tibbon († 1190), jüdischer Übersetzer
- Jehuda Leib Gordon († 1892), jüdischer Dichter und Vertreter der Haskala
- Elieser Ben-Jehuda (1858–1922), Hebraist, Sprachwissenschaftler, gilt als der Entwickler des Hebräisch
Daneben wurde „Juda“ als kollektives Schimpfwort für das Judentum und alle Juden im Antisemitismus bis 1945, besonders im Nationalsozialismus, oft in Form einer Volksverhetzung „Juda verrecke!“, missbraucht.
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