Judah Folkman

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Moses Judah Folkman (* 24. Februar 1933 in Cleveland; † 14. Januar 2008 bei Denver) war ein US-amerikanischer Zellbiologe und Mediziner, der besonders bekannt für seine Erforschung der Angiogenese und der Entwicklung der Blutgefäße war.

Leben[Bearbeiten]

Judah Folkman studierte an der Ohio State University und anschließend an der Harvard Medical School. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er am Massachusetts General Hospital und forschte sehr erfolgreich über Leberkrebs und den Einsatz von Herzschrittmachern.

Von 1960 bis 1962 diente Folkman bei der US Navy und studierte das Wachstum der Blutgefäße. 1971 erschien eine Publikation im New England Journal of Medicine[1], in der er seine Hypothese darstellte, dass alle Krebsformen abhängig von der Angiogenese seien. Diese These wurde zu Beginn von den meisten Experten verworfen und angegriffen, hat sich allerdings im Lauf der folgenden Jahre und weitergehender Forschung weitestgehend durchgesetzt. Nachfolgend galt Folkman als führender Experte für die Angiogenese, die ein großes Feld medizinischer Anwendungen zur Krebsbekämpfung öffnete.

Zuletzt war Folkman Professor für Zellbiologie an der Harvard Medical School und Direktor des Vascular Biology Program am Kinderkrankenhaus in Boston. 1991 erhielt er einen Gairdner Foundation International Award und 1994 den Dr. Josef Steiner Krebsforschungspreis. 1997 wurden ihm der Massry-Preis und der Charles S. Mott Prize, 1998 der Keio Medical Science Prize und 2004 der Prinz-von-Asturien-Preis verliehen und er erhielt den Pasarow Award[2].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Folkman: Tumor Angiogenesis: Therapeutic Implications. In: The New England Journal of Medicine. Band 285, 1971, ISSN 0028-4793, S. 1182–1186, doi:10.1056/NEJM197111182852108.
  2. Pasarow Award für Mahley, als Past Recipient genannt