Judd Trump

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Judd Trump
Judd Trump
Geburtstag 21. August 1989
Geburtsort Bristol
Nationalität EnglandEngland England
Spitzname(n) Danny the Boy,
Mr. Haircut 100,
The Ace
Profi seit 2005
Preisgeld 1.282.298 £[1]
Höchstes Break 147 (1×)[2]
Century Breaks 278[1][2]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege 4
Minor-Turniersiege 4
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 1 (Nov.–Dez. 2012, Feb.–Mär. 2013)
Aktueller WRL-Platz 6 (Stand: 11. August 2014)
Judd Trump beim German Masters 2013

Judd Trump (* 21. August 1989 in Bristol) ist ein englischer Snookerspieler.

Karriere[Bearbeiten]

Trump galt schon in jungen Jahren als großes Talent. Er gewann unter anderem einmal den U13- und dreimal den U15-Titel in England. Am 14. März 2004 erzielte er im Alter von 14 Jahren und 208 Tagen beim U16-Turnier in Leicester ein Maximum Break und unterbot damit die über 13 Jahre alte Bestmarke von Ronnie O’Sullivan. Dieser war 15 Jahre und 98 Tage alt, als ihm das erste Maximum Break in einem Turnier gelang.

Für die Saison 2005/06 erhielt Trump eine Wildcard für die Main Tour, damit wurde er bei der Turnierserie der Snookerprofis zum jüngsten Spieler aller Zeiten. Mit dem Erreichen der Runde der letzten 32 bei den Welsh Open 2006 ist er zudem der jüngste Spieler, der jemals in die Hauptrunde eines Weltranglistenturniers eingezogen ist. Dieses Ergebnis sicherte ihm mit der Ranglistenposition 74 auch den Verbleib auf der Main Tour.

In den folgenden Jahren kletterte er in der Rangliste stetig weiter nach oben. 2007 qualifizierte er sich für die Snookerweltmeisterschaft. Im Jahr darauf erreichte er nach dem Ausfall von Graeme Dott beim Grand Prix erstmals bei einem Profiturnier die zweite Runde, er gewann dort gegen Joe Perry und zog mit einem Sieg über Ronnie O’Sullivan schließlich sogar ins Halbfinale ein. Im selben Jahr gewann er auch das Qualifikationsturnier für das Masters.

In der Saison 2009/10 stieß Trump unter die Top 32 der Weltrangliste vor und musste damit nur noch eine Qualifikationsrunde (davor zwei Runden) für ein Turnier der Main Tour spielen. Seine größten Erfolge jedoch hatte er bei Einladungsturnieren: Er gewann die Championship League und war damit für die Premier League Snooker 2009 qualifiziert, bei der er die Vorrunde mit Siegen über Ronnie O’Sullivan, Marco Fu, Stephen Hendry und Shaun Murphy als Zweiter abschloss, um dann im Halbfinale auszuscheiden.

In die Saison 2010/11 startete Trump mit dem Titel bei den Austrian Snooker Open in Wels. Im Finale besiegte er den amtierenden Weltmeister Neil Robertson. Mit dem Paul Hunter Classic 2010, das Teil der neu eingeführten Players Tour Championship war, gewann er sein erstes Minor-Ranglistenturnier. Im April 2011 erreichte er das Endspiel bei den China Open und damit erstmals das Finale eines vollwertigen Ranglistenturniers. Mit einem 10:8-Sieg über Mark Selby holte er seinen ersten Titel auf der Main Tour. Bei der anschließenden Snooker-WM gewann er sein Auftaktmatch (erneut gegen Titelverteidiger Neil Robertson) und stürmte bis in das Finale. Dort unterlag er John Higgins knapp mit 15:18, konnte sich jedoch mit seinem Abschneiden einen Platz unter den Top 16 der Weltrangliste sichern.

In der folgenden Saison gewann er das zweite PTC-Event in Gloucester sowie das neunte PTC-Turnier in Antwerpen (4:3-Finalsieg über Ronnie O'Sullivan), ein weiteres Mal stand er noch im Finale. Mit einem 10:8-Erfolg über Mark Allen sicherte er sich bei der UK Championship 2011 seinen zweiten Titel bei einem vollwertigen Ranglistenturnier. Danach kam kein weiterer herausragender Erfolg mehr dazu, er erreichte aber dreimal das Viertelfinale und sammelte Weltranglistenpunkte, sodass er bis auf Platz 2 vorstieß. Erfolgreich war er auch bei Einladungsturnieren. Sowohl beim Masters als auch in der Premier League erreichte er das Halbfinale, in der Championship League stand er im Finale. Bei der Weltmeisterschaft schied er dann bereits im Achtelfinale mit einer knappen 12:13-Niederlage gegen den späteren Finalisten Allister Carter aus.

In die Saison 2012/13 startete Trump verhalten, erst beim Shanghai Masters zeigte er wieder sein starkes Offensivspiel und stieß bis ins Finale vor. Er führte gegen John Higgins bereits mit 7:2, brach dann aber in der zweiten Session ein und verlor noch mit 9:10. Dadurch verpasste er den Sprung auf Platz 1 der vorläufigen Weltrangliste. Im November gewann er dann mit 10:8 im Endspiel über Neil Robertson die International Championship. Mit seinem deutlichen 9:1-Halbfinalerfolg über Ex-Weltmeister Peter Ebdon hatte er Mark Selby bereits nach Punkten überholt und sich an die Spitze der Weltrangliste gesetzt. Wenig später gewann er mit den Bulgarian Open 2012 sein viertes PTC-Turnier. Platz eins konnte er jedoch nur kurz halten, der Rest der Saison verlief wechselhaft, es gab drei Auftaktniederlagen, zweimal kam er aber auch bis ins Halbfinale. Das eine Halbfinale bei der Snookerweltmeisterschaft 2013 verlor er gegen den späteren Sieger Ronnie O’Sullivan.

Es folgte eine durchwachsene Saison 2013/14, die Trump auf Platz drei der Weltrangliste begann. Beim German Masters verlor er erst im Finale gegen den Mann der Saison Ding Junhui. Beim Minor-Turnier in Gloucester stand er ebenfalls im Finale. Im November 2013 gelang Trump bei den Antwerp Open sein erstes offizielles Maximum Break in der Runde der letzten 32 gegen Mark Selby.[3] Sein einziger Turniersieg gelang ihm bei der Championship League, die nicht für die Rangliste zählt. So konnte er seinen Platz nicht behaupten und fiel zum Saisonende auf Position sechs.

Erfolgversprechender begann die folgende Saison. Beim dritten Turnier der Saison 2014/15, den Australian Goldfields Open, holte er den vierten Ranglistenturniersieg seiner Karriere. Er bezwang im Finale den Australier Neil Robertson mit 9:5. Ende August 2014 erreichte er beim Paul Hunter Classic das Finale, unterlag dort aber Mark Allen mit 2:4.

Erfolge[Bearbeiten]

Ranglistenturniersiege[Bearbeiten]

Minor-Ranglistenturniersiege[Bearbeiten]

Einladungsturniersiege[Bearbeiten]

Spitznamen[Bearbeiten]

Nachdem Judd Trump wegen seiner damals wilden Frisur bei der Weltmeisterschaft 2011 zunächst als Mr. Haircut 100 angekündigt worden war, erwiderte er, dass ihm dieser Spitzname nicht gefalle. Um ihn abzulegen, schlug er deshalb vor, dass man ihn doch lieber unter dem Beinamen The Ace vorstellen möge. Zu den folgenden Sessions der Weltmeisterschaft wurde seiner Bitte dann auch jeweils entsprochen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Profil von Judd Trump bei CueTracker (Stand: 10. Juli 2014)
  2. a b Snooker Info - 100Centuries (Stand 6. Juli 2014)
  3. Trump Makes 147 In Antwerp (englisch) In: worldsnooker.com. World Professional Billiards and Snooker Association. 15. November 2013. Abgerufen am 16. November 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Judd Trump – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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